Wir nähen uns ein Wichteldorf – Des Dramas erster Teil

 

Möchte sich jemand diese lustigen Gesellen nähen? Wenn ja gibt es dort das Schnittmuster und hier die Anleitung:

An Materialien benötigt ihr:

* Stoff für alle Hautbereiche: 20 x 20 cm
* neutraler Stoff, der unter den Mantel kommt z.B. weinrot: 40 x 15 cm
(ein Teil hiervon kann eine andere Farbe haben, um damit ein T-Shirt
zu nähen …. 15 x 10 cm)
* Außenstoff für Mantel: 30 x 25 cm
* Stoff für Mütze: 20 x 20 cm

Grundsätzlich würde ich zu normal dünnen BW-Stoffen raten, alle Stoffe die nicht zu dick/starr sind und nicht zu sehr fransen gehen auch.

Des Weiteren benötigen wir:

* Vlies wie H630: 4 x 8 cm, ersatzweise andere dünne Vliese (Stoffe gingen auch, sie sollten jedoch nicht durch den Hautstoff durchscheinen)
* Füllwatte, wer möchte zusätzlich noch etwas Granulat
* ein bißchen dickes Garn für die Haare
* Perlen, Stoffmalfarbe ….. für die Augen
* Knöpfe …. für den Bauch, Glöckchen….für die Mütze wer möchte

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Die Schnittmuster enthalten alle eine Nahtzugabe von 1 cm soweit diese notwendig ist, so dass Ihr gleich loslegen könnt.

Erst einmal nähen wir die Arme. Hierfür wird der Hautstoff doppelt gelegt (rechts auf rechts) und der Armumriss übertragen. Benötigt werden logischerweise 2 Arme, aber mehrere Wichtel gleichzeitig nähen spart Zeit 😉 Allerdings sollten die Arme nicht zu dicht nebeneinander aufgezeichnet werden, damit ausreichend Nahtzugabe für jeden Arm verbleibt. Die Umrisslinie ist unsere Nahtlinie.

 

Für die Kleinteile ist es hilfreich mit einem offenen oder durchsichtigen Nähfuss zu arbeiten, da ihr so die Nahtlinie besser seht. Am Anfang und Ende unbedingt die Naht sichern, so habt Ihr weniger Probleme mit aufgehenden Nähten beim Wenden. Die Stichlänge kann, muss aber nicht, ein wenig verringert werden. Ich nähe mit 2,4 – 2 mm Stichlänge.

Mit etwas Nahtzugabe ausschneiden und an der Kurve der Hand leicht einschneiden, um Falten nach dem Wenden zu vermeiden. Achtet darauf, nicht die Naht zu zerschneiden.

Gewendet wird von der Hand aus, dabei den Arm etwas ausformen. Der fusseligste Part ist das Stopfen: Die Hand kann gut gestopft werden. Der Arm sollte nicht zu prall gestopft werden (weniger ist mehr) und der obere Armbereich lieber gar nicht. Falls der Arm zu sehr gestopft wird, ist es später schwieriger diesen vor dem Körper zu drappieren.

Weiter geht es mit den Ärmeln. Diese zweimal aus dem Jackenstoff ausschneiden, in der Mitte zusammenlegen (rechts auf rechts) und an der Seite zusammennähen. Wenden. Nun die Nahtzugabe am ärmelaufschlag nach innen einschlagen und diese Festkleben, mit Vlisofix/Saumfix fixieren, mehr oder weniger sichtbar annähen…… Alternativ man hierfür auch prima Webkanten verwenden und das Schnittteil entsprechend auf den Stoff platzieren. In diesem Fall entfällt die Nahtzugabe am Armaufschlag.

 

Nun wird der Arm in den Armel gesteckt, so dass die Hand herausragt, die Ärmelnaht zeigt nach unten.