Wir nähen uns ein Wichteldorf – Zweiter Teil

Die Jacke für unsere Wichtel ist geteilt in die vorderen Seiten und die Rückseite. Alle Teile werden mit eingenäht, so dass später nichts verrutschen kann (soll bei so einer kegeligen Form durchaus vorkommen).

Für die Vorderteile wird der Jackenstoff wieder doppelt gelegt (rechts auf rechts) und die Umrisse des Schnittteils übertragen. Nähen. Die Seitennaht bleibt offen, sonst wird es mit dem Wenden schwierig! Nahtzugabe der Ecken kappen, evt. Nahtzugabe der Kurven einknipsen, wenden und bügeln.

Für die Rückseite gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Stoff doppelt legen (rechts auf rechts) und NUR die untere Naht nähen, evt. untere Nahtzugabe einknipsen, wenden und bügeln. Alternativ kann das Rückenteil auch einfach gearbeitet werden – in diesem Fall wird die untere Nahtzugabe nur umgeschlagen und nach Gutdünken befestigt.

 

Wer Lust hat, jetzt wäre eine gute Gelegenheit für Verschönerungen der Jackenteile z.B. mit Stickgarn und groben Geradstichen am Rand.

Anschließend werden die Jackenteile auf dem Vorder- und Rückenteil des Wichtels festgesteckt. Hier habe ich Reste eines mirakulöserweise stark geschrumpften Schurwollepullovers verarbeitet. Jeder andere Stoff geht auch, sehr dehnbare Stoffe sollten evt. mit dünnem Vlies hinterbügelt oder mit einem dünnen undehnbaren Stoff gedoppelt werden, damit insbesondere beim Stopfen nichts ausbeult. Auf die T-Shirt-Variante gehe ich in einem späteren Post ein. Der Jackenkragen wird wie auf den Bildern umgeklappt. Denkt daran, dass oben und an den Seiten noch jeweils ein Zentimeter beim Zusammennähen „verloren geht“

 

Nun zu den Ohren. Entweder Ihr bügelt dünnes Wattevlies wie H250 auf eine Seite oder nehmt Vlies öä. für beide Seiten.
Stoff wieder doppelt legen (rechts auf rechts), Umrisse aufzeichen, Anfang und Ende sichern um aufgehende Nähte beim Wenden zu vermeiden. Nähen. Wenden und Ausformen. Anschließend die Ohren wie auf dem Bild gezeigt zusammenfalten, so dass Ihr ein rechtes und linkes Ohr erhaltet. Das Wattevlies befindet sich bei meinen Ohren immer vorn. Oben mit Wattevlies, unten mit dünnem Vlies.
Ihr wollt, dass die Ohren später so liegen. Also werden sie mit der Oberkante an die entsprechende Markierung gelegt und zwar so, dass die Innenseite auf der rechten Stoffseite des Gesichtes liegen und die Nahtzugaben der Ohren und des Gesichtes aufeinanderliegen. Die Ohren“spitzen“ zeigen nach innen. Ohren auf der Nahtzugabe des Gesichtes feststeppen. Dies sollte so aussehen. Keine Angst, zu diesem Bild kommen wir noch einmal.
Inzwischen haben wir alle Teile soweit vorbereitet, dass wir an das Zusammennähen gehen können. Gesteckt wird immer von der Mitte aus. Alle Teile der Vorderseite und der Rückseite jeweils zu einem Stück zusammennähen.
Die Mütze wird nur mit vagen Seitenumrissen angenäht.Anschließend die Nahtzugaben auseinander oder zu einer Seite in pressen. Die Arme auflegen wie Ihr sie später haben wollt und auf der Nahtzugabe feststeppen.

Vorder- und Hinterteil rechts auf rechts aufeinanderlegen, hierbei darauf achten, dass die Nähte aufeinandertreffen. Beim Zusammennähen die Mütze mit der Biegung nähen. Entweder Ihr lasst hierbei die Wendeöffnung in der Mütze offen (Nahtsichern nicht vergessen) oder Ihr legt die Wendeöffnung in den Boden. Gerade bei dickeren Stoffen wie der Schurwolle hier sollte die Wendeöffnung nicht zu klein sein. Anschließend den Boden feststecken, dabei die Nahtzugaben des Vorder- und Hinterteils auseinanderlegen. Nähen.

Gewendet wird mit der Mützenspitze voran.

 

Sieht alles noch ein wenig wackelig aus, aber das wird noch. Nächste Woche 🙂