Fast generalstabsmäßige Planung der Gartensaison oder die Entstehung eines Spielgartens

Bald beginnt der erste Frühling mit Kleingarten und es wird fleissig gegrübelt, geplant und wieder neu angefangen.
Eins ist zumindest sicher: Die Kinder sollen dort ebenfalls gern ihre Zeit verbringen. Schließlich werden sie oft genug mit geschleift. Hierfür muss Motivation und ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten her!

Dafür gibt es einen 5-Punkte Plan.

Layout Spielgarten

Punkt 1 – Dem Essen beim Wachsen zusehen
Schon traditionell bekommen die Kinder ihre Paprikapflanze. Darauf freuen die Jungs sich richtig gehend. Dieses Jahr versuchen wir, unsere Pflanzen aus Samen zu ziehen: Bunte Zwerge klingt vielversprechend. Möhren in allen Farben soll es geben, diversen Salat und ein paar Gemüseexperimente. Um unsere Gartenschnecken eine leckere Auswahl zu bieten. Das übriggelassene Gemüse kommt in den Topf.

Punkt 2 – Naschwerk
Vielleicht nicht das ganze Jahr über. Aber prinzipiell schon. Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen sind schon vorhanden, Heidelbeeren und Cranberries wachsen hoffentlich gut an. Dazu gibt es essbare Blüten, nicht nur für Blumensuppen. Nicht zu vergessen, es wurde der Anbau von Sonnenblumenkernen bestellt.

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Punkt 3 – Es grünt und blüht und duftet gar sehr
Wo bekommen wir nur die Duftpflanzen her? Nein ernsthaft, ein paar duftende Pflanzen mehr dürfen schon verteilt werden. Zum Durchwuscheln und daran Riechen. Die Zitronenmelisse hat sich schön ausgebreitet, aber Thymian, Salbei, Minze müssen sich noch ein wenig mehr im Garten verteilen. Dazu kommen Kamille und Tagetes sowie einige Färberpflanzen. Es wird bunt im Garten.

Punkt 4 – Kinderbeschäftigungsareal
Der letzte Sommer begann mit einer Baugrube am Rande der Schattenhoppelwiese. Am hinteren Ende stapeln sich mittlerweile formschöne Waschbetonplatten, die liebevoll aus dem Garten auf einen Haufen geworfen wurden. Als Trockenmauer wirken sie nicht mehr gar so trist. Im Vordergrund der Versuch einer Abgrenzung durch einen Clematisbogen und ersten Bepflanzungsideen der Kinder.

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Trockenmauer aus Waschbetonplatten

Dicht am Baustellenacker vorbei windet sich seit dem Spätherbst ein Kieselbach (Trockenbach) in eine Sandgrube. Diese muss ganz offensichtlich größer werden, um nicht nur dem Bagger sondern auch mehreren Anhängern Platz zu bieten. Die Tiefbauarbeiten wurden für das Frühjahr anberaumt.

Über den Kieselbach führt eine wackelige Brückenkonstruktion zur zukünftig besten Lasterfahrstrecke der Welt. Dafür müssen die Äste der zu fällenden Eibe und die darunter zum Vorschein kommenden Holzbeetbegrenzungen herhalten. Ungewohnter Nebeneffekt. Ich beanspruche derzeit beim Sägen mir bisher unbekannte Armmuskeln.

Stolperpfad aus vielen Aststücken wackelige Brücke über Trockenbach

Trotz allem bleibt Platz für Picknickdecke oder Planschbecken. Obwohl … ich liebäugle immer noch mit der Idee eines Baumhauses. Mal sehen. Es muss auf jeden Fall noch etwas Sichtschutz her, damit die Herren sich ein wenig zum Buddeln zurückziehen können. Und eine Werkecke, um Opas Werkzeuge auszutesten.

Punkt 5 – Es kreucht und fleucht
Winterquartier für Marienkäfer und Igel – check
Hummelhaus – check
Ohrwurmhotel – check
Vogelhaus zusammen zimmern – check
Bienenhotel erweitern – siehe Werkbank
Futterpflanzen hegen und pflegen lassen – check
im Dreck auf dem Bauch liegen und das Gesumme und Gekrabbel genießen – … kommt bestimmt