Pausenbrot 2.0 – So macht das Schulbrot wieder Spass

Tomatenmännchen

Unglaublich. Unser zweites Schulkind ist inzwischen drei Wochen in der Schule und fühlt sich in seiner Klasse und im Schulumfeld immer noch wohl. Entgegen aller Befürchtungen. Was für eine Erleichterung. Für das Pausenbrot hatte beim ersten Schulkind der Lieblingsmann gesorgt, während ich morgens mühsam ums Wachwerden kämpfte. Es gab meist Wurststulle, teils mit Apfelspalten oder Trockenobst und dazu Wasser. In der Schule ist zusätzlich für Pausenmilch und Mittag gesorgt. Leider nahmen die angeknabberten Rückläufer immer mehr zu. Keine Zeit, kein Hunger, (keine Lust). Ohne Pausenbrot in die Schule zu gehen, ist jedoch auch keine Lösung.

Die ersten Tage wurde dennoch auf Brot verzichtet. Stattdessen gab es erstmal Nuss- bzw. Haferriegel und etwas Obst/Gemüse mit in die Schule und bei mir Grübeleien zur Verbesserung. Das Brot hübsch hinzugarnieren mit Gesicht darauf etc. wäre sicherlich eine Möglichkeit, wenn es nur auf dem Teller liegen würde. Wundervolle Fotos hiervon finden sich im Netz zur Genüge. Aber die Jungs schütteln die Brotbüchsen beim Gehopse in die Schule ordentlich durch und wie der Ranzen im Spind liegt, ist teilweise abenteuerlich. Also muss das Essen ohne Gesicht auskommen und hüpfsicher sein, damit es in der Frühstückspause noch appetitlich aussieht.

Der Plan

Seit Woche 2 mache ich einen Schlachtplan für die Woche: welches Essen am jeweiligen Wochentag und die erforderlichen Einkäufe. Bisher gab es u. a.

  • Joghurt geschichtet mit Müsli (hauptsächlich aus Getreideflocken) und Früchten
  • dünne Wraps mit Creme Fraiche, Salat, Schinken und Käse (zur Sicherheit eingewickelt in Butterbrotpapier, so dass nur das obere Ende herausschaut)
  • Joghurt mit etwas zum selber Reinrühren, je nach Sorte
  • Butterbrot mit Wurstwürfeln/Käsewürfeln und Minispieß
  • Pancakes
  • Toastie bzw. eine halbe dicke Brotscheibe gefüllt mit Brotbelag und Petersilienzunge sowie Trockenobstaugen an Zahnstocher
  • selbstgekochten Grießbrei mit Apfel-Birnenkompott und Zimtzucker
  • Nudelsalat aus Reisnudeln mit Lauchzwiebeln, Feldsalat, Basilikum und Minihackfleischbällchen mit Stangensellerie (Ein überraschendes „Können wir den nochmal kaufen?“)
  • als Beilagen je nach Kind: Obst, Trockenobst, Gemüse und Nüsse
  • Eine Kleinigkeit aus dem Süßigkeitsvorrat des Schulanfangs darf sich jedes Kind selbst dazupacken.
  • Falls kein Mittagessen fürs Kind aufgrund der Auswahl bestellt wurde, wird die Portion entsprechend ausgebaut und ergänzt.

Der Aufwand

Man muss sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, einmal einen Essens- und Einkaufsplan für einen bestimmten Zeitraum aufzustellen, so dass morgens keine Kreativübung vor dem leeren Kühlschrank erforderlich ist. Wenn ich außerdem die vorzubereitenden Speisen mit meinen eigenen Mittagsplänen koordiniere, hält sich auch der zusätzliche Zeitaufwand fürs Kochen oder Schnippeln in vertretbarem Rahmen. Nur zum Fotografieren als Erinnerungsstütze für mich bin ich noch nicht gekommen.

Das bisherige Ergebnis

Die Rückläufer sind minimal, selbst gelegentliche Experimente wurden wohlwollend aufgenommen. Gründe für Rückläufer: der Cheddar in den Wraps kam bei einem Kind nicht gut an und ein Kind hatte einige Tage einfach grundsätzlich wenig Appetit. Die Herausforderung wird sein, ein wenig Abwechslung beizubehalten.

Für den Transport brauchen wir auf jeden Fall noch weitere kleine Gefäße/Unterteilungsmöglichkeiten, damit beispielsweise Wurstwürfel und Heidelbeeren mit Butterbrot nicht kunterbunt durcheinander geschüttelt werden.

Morgen wird für die nächste Woche weitergeplant.

2 Gedanken zu “Pausenbrot 2.0 – So macht das Schulbrot wieder Spass

  1. Dalia

    Muss ich mir für meinen merken. Ich mochte ja Pausenbrote nie, die waren immer so trocken. Happy war ich als ich in Indien in der Schule war, da ist es üblich eine richtige Mahlzeit mitzunehmen, meist vom Vortag. (Und dann zu tauschen…)
    Burritos würden mir noch einfallen und Fried Rice, mit Reis vom Vortag.

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