Als uns das Kind den größten Schreck unseres Lebens einjagte

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Von einem Moment auf den anderen lag die kleine Maus fast leblos da und lief blau an. Gerade eben war sie noch am Einschlafen gewesen. Es gab nichts, was sie hätte Verschlucken können. Es kam auch nix raus, als wir sie im ersten Moment kopfüber hielten. Zum Glück atmete sie schon lange wieder bevor der Rettungsdienst kam. Nur benommen war sie noch. Erste Diagnose: Einfacher Fieberkrampf. Mögliche andere Ursachen sollten vorsichtshalber ebenfalls abgeklärt werden.

So verbrachten wir die Tage zusammen im Krankenhaus. Schlecht schlafend, oft aneiandergekuschelt auf dem Stuhl neben dem Gitterbett, soweit es die Verkabelung eben zuließ. Die Zehe leuchtend im Dunkeln. …Nach Hause…

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Heute darf sie wieder in ihrem eigenen Bett schlafen. Es war nach aller Wahrscheinlichkeit „nur“ eine Komplikation der Influenza, die sie gerade hat. Die Wiederholungsgefahr wird als gering eingeschätzt. Sowohl der Krampf als auch unsere Komplikation wären für das Kind ungefährlich trotz der dramatischen Wirkung. Dennoch ertappe ich mich immer wieder, wie ich nach Atemzeichen suche. Wohl noch eine Weile werde. Ein wenig hüpft die Temperatur noch auf und nieder, aber die Energie kehrt zurück. Wir versuchen uns, im Alltag wiedereinzufinden. Den Schrecken abzuschütteln.

Ein Gedanke zu „Als uns das Kind den größten Schreck unseres Lebens einjagte

  1. Oh nein, was für ein furchtbarer Schreck! Ich kann es sehr gut nachvollziehen, mein Sohn hatte als ganz Kleiner einen Fieberkrampf, auch danach mit Krankenhaus etc.. Ich habe ihn monatelang mit dem Fieberthermometer verfolgt…..Alles Gute für euch!
    Herzliche Grüße
    Sabine

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