Wartend auf Ermittlungsergebnisse

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Warten, warten, von einer Untersuchung zu nächsten über gehen. Die Zeit vergeht zäh und man verliert jegliches Gefühl für Wochentage.

Am schlimmsten ist die Unsicherheit. Solange die Ärzte immer mehr Untersuchungen anordnen ohne eine Diagnose anzuordnen, bleibt viel Raum für Schreckgespenster. Selbst über Schlaganfälle und das undenkbare haben wir uns Sorgen gemacht. Mit jedem negativen Befund werden die Gespenster etwas gezähmt, können Platz für neue machen.

Das Kind fällt derweil immer wieder mal um. Bleibt minutenlang wie ein nasser Sack liegen. Kommt plötzlich wieder hoch und lächelt in besorgte Gesichter. Afebrile Krämpfe sollen es sein. Epilepsie mit vielen Konjunktiven und offenen Fragen. Zu jung, untypischer Verlauf, unklare Befunde. Heute steht die vorerst letzte Untersuchung an: Eine Lumbalpunktion, um den Liquor hinsichtlich einiger Erkrankungen und möglicher Stoffwechselprobleme zu untersuchen. Mit etwas Glück erhalten wir morgen eine Diagnose. Ohne „könnte“.

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Wenigstens dürfen wir in untersuchungsfreien kurz dem Krankenhausalltag entfliehen und die Seele baumeln lassen. Die ersten Winterlinge und Schneeglöckchen blühen. Wecken Träume an unbeschwerte Sommertage.

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