Wider dem Giersch – Die Rodung im wilden Garten

Der wilde Garten musste in der letzten Schwangerschaft und Elternzeit zugegebenermaßen etwas zurückstecken. Das freute insbesondere den vom Vorbesitzer schon durch Ignoranz gesegneten Giersch. Er spross gar fleissig und auch vereinzelte Jätetage konnten nicht viel ausrichten. Er bedrängt alle gewollten Pflanzungen und bekämpft einige auch recht wirkungsvoll. Kann hier noch jemand die Stachelbeere finden? Der in der Nähe befindliche Rhabarber ist inzwischen ein Opfer des Gierschs geworden (geschwächt durch den Lichtmangel durch schneller und höher wachsendem Giersch).

giersch

Und auch hier: Alles sieht schon grün und üppig aus, aber aus jeder eingewachsenen Staude spriest es fleissig… Bei der letzten Jäteaktion war ich so frustriert, dass nun ein etwas radikalerer Ansatz zum Tragen kommt. Der wilde Garten wird im schlimmsten Bereich gerodet, alle von Giersch durchzogenen Wurzelballen der Stauden werden entsorgt und alle Wurzelstückchen denen ich bis in 20 cm Tiefe habhaft werden kann.  Das ist schmerzhaft, da einige sehr gut etablierte Pflanzen hierunter fallen bzw. durch die Maßnahme zu stark geschädigt werden. Phlox, Iris, Reitgras und Schneemarbel, Pimpinelle, zwei Stauden-Pfingstrosen, Heuchera, Glattblattaster und Akelei…. Aber diese rund 30 m² sind einfach zu stark durchsetzt.

giersch_2giersch_3

Die Arbeit findet im Moment in kleinen freien Zeitfenstern statt, meist an sehr heißen oder an Regentagen. Aber es hilft alles nichts. Die ebenfalls auf der Fläche befindliche Berberitze muss bis zum Oktober warten, bis sie angerührt wird.

Zur Aufmunterung ist der Wiederaufbau schon geplant. So ergibt sich die Möglichkeit, zusätzliche Nutzpflanzen zu integrieren sowie die Pflanzung hinsichtlich Blühzeiten und Struktur tierfreundlicher zu gestalten. Es gibt folglich auch positive Aspekte. Schön wären:

  • Eine Teilabdeckung mit sehr starkem, wasserdurchlässigem Unkrautvlies mit Mulchabdeckung
  • zwei Hochbeete auf dem Vlies u. a. mit Astern, Helenium und Gräsern. Für beide muss noch torffreie Erde organisiert werden, der Kompost gibt nicht genug her.
  • die Rettung einiger Pflanzen in Töpfen als Quarantänemaßnahme
  • ein weiterer Totholzhaufen und kleine Mäuerchen.
  • Eine größere Blühwiese unter der Kirsche als Erweiterung der bestehenden Fläche.
  • Ein neubepflanzte Freifläche. Hier muss durch regelmäßiges Jäten, der Restbestand und neu auflaufender Giersch beseitigt werden. Da steckt noch lange Arbeit drin. Aber der Garten soll nicht nur aus abgedeckter Fläche bestehen und ein Komplettaustausch des Bodens ist nicht drin.

Budgetbedingt soll der Anteil an Neukäufen möglichst gering sein, insbesondere da Bio-Pflanzen der Vorzug gegeben wird. Der Rest soll durch fleissige Teilung/Ableger/Sämlinge von Garten und Balkon oder durch Samenzucht kostengünstig generiert werden. Die Bestellungen werden auf Nutzpflanzen und auf Pflanzen zur Verlängerung der Blühzeiten begrenzt. Außerdem müssen eventuell die Rosen der Kinder ersetzt werden.

Bisherige Investition – ca. 330 EUR:

  • Unkrautvlies 1,15×20 m (das starke Unkrautvlies schlägt ordentlich zu Buche)
  • je drei große und drei mittlere Töpfe
  • ein Frust-Gras
  • zwei Hochbeete 120x80x39 cm
  • Astern, diverse Ziest, Lavendel, Weiße Melisse, Helenium
  • (Erweiterung der Nisthilfe)

Ich freue mich darauf, von Euch zu hören.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s