Schnipselreise

In den Ferien war Zeit für Experimente mit Papier und Farbe und den Jungs. Aus einem Teil der Blätter ist für mich ein Büchlein entstanden.

Die Gelatineplatte wurde mit Pappkämmen, Blubberfolie, Holzklötzen, Weinkorken, Milchdeckeln, Knüllpapier, Schablonen und vielen mehr ausgetestet.

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Große Kalenderblätter, die als Unterlagen für Sprühfreuden und Tintenklecksereien schienen wie geschaffen für den Hintergrund. Ein Kleckseblatt vom Sohn durfte ich ebenfalls verwenden, für Himmel und Pflanzkleckse.

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Auch das ein oder andere Papier vom Walze abrollen bzw. Plattenreinigen fand seinen Weg in mein Büchlein.

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Genauso wie jede Menge Fantasiegestalten.

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Details noch mit Tuschestift und Buntstiften ergänzt, heften, fertig.

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Naturdonnerstag 18-08-09

Viel Wind und ein kleiner Guss bringen hier dringend benötigte Abkühlung. Seit gefühlt Monaten ist es bei uns nur heiß und trocken. Aber eigentlich gehts ja um Natur und da gibt es mehr als unsere Trockenperiode. Wir waren dieses Jahr in Wien im Botanischen Garten. Die dortige Steppenbeete waren so voller Leben, dass wir gern noch länger geblieben wären, um alle Insekten zu beobachten. Irgendwann wollten die Kinder weiter, aber trotzdem haben wir ein paar Erinnerungsfotos mitnehmen können.

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Bienen an den Wasserbecken beim Trinken

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Schmalbauchwespen waren verschiedene zu sehen und auch Feldwespen waren reichlich vertreten.

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Und zum Schluss gibt es neben pollenbedeckten Hummeln noch ein Suchbild.

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verlinkt zum Naturdonnerstag


Frühlingsgarderobe – Die Planung

Damit die Frühlingsgarderobe zusammenpasst – also die geplanten sowie die hierzu kombinierbaren Bestandsteile – musste ich meine Stoffauswahl etwas reduzieren. Neben einigen neuen Stoffen wurden insbesondere einige Streichelstoffe integriert, damit sie endlich zu dem gebührenden Auftritt kommen.

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Derzeit liegen hier die folgenden Stoffe zur weiteren Auswahl:

  • ein mintfarbener Baumwollstretch für eine 7/8-Hose
  • ein dunkelblauer Wollflanell für einen knielangen, weiten Rock
  • blau-beiger und mint-beiger Jaquard für schmalen Rock oder Etuikleid.
  • mintfarbener Baumwollersey für ein T-Shirt
  • mintfarbene Viskose mit Blumen: entweder Oberteil oder Futter für eine Schalkragenjacke
  • korallfarbener Bambusjersey für ein T-Shirt
  • korall-beiger Baumwollstoff für einen Rock
  • weißer Romanit für Oberteile
  • Blumiger Baumwollsatin für ein Etuikleid
  • ein dunkelblauer Baumwollstretch für eine 7/8-Hose
  • mintfarbener Stepp für eine Schalkragenjacke
  • pinkfarbene  roséfarbige und gelbe Viskose für Oberteile

Die Schnitte suche ich mir erst kurz vorher raus, sonst lasse ich mich von den ganzen Optionen nur wieder von meinem Plan ablenken. Teilweise werden erprobte, angepasste Schnitte zum Einsatz kommen, um die Zeit effizient zu nutzen.
Anfangen möchte ich mit der Schalkragenjacke (Schnitt steht schon) und dem Baumwollflanell (hier gibts zumindest eine Vorauswahl). Die möchte ich in der Woche nach Ostern fertig nähen.

Für die beiden Hosen plane ich ebenfalls eine Woche ein. Ich hoffe, dass sich auch die restlichen Kleidungsstücke die nächsten Monate sinnvoll eintakten lassen.

Ein wenig vorgenäht habe ich auch schon:

  • Eine Bundfaltenhose aus einem Baumwollstretch (Farbe erinnert an Beerensahneeis), die sich ungemein störisch vernähen ließ.
    Schnitt: Ottobre 5/13, Modell 11
  • zwei Kurzarm-T-Shirts aus pinkmeliertem Jersey und geringeltem Jersey
    Schnitt: Ottobre 303
  • T-Shirt mit 3/4-Arm aus einem grünen Doubleface
    Schnitt: Ottobre 303

Selbstgenähte Shirts (Kurzarm und Dreiviertelarm) und Bundfaltenhose in beerigem pink und grün

Der Investitionsbedarf hält sich erfreulicherweise in Grenzen: Leidiglich Einlagen und Reißverschlüsse müssen ggfs. besorgt werden. Stoff ist im Vorrat genug vorhanden. Allerdings kommt demnächst noch ein gelber Leo-Stoff, der sich vielleicht dazwischen schummeln wird. Ansonsten wird die Frühlingsgarderobe den Stoffabbau erfreulich befördern. Bisher dürften 2018 etwa 20 m vernäht worden sein.


verlinkt zum Spring Style Along

 

 


Frühlingsfarben auf dem Nähtisch

Farbinspiration für selbstgenähte Garderobe in dunkelblau mit farbigen Akzenten wie pink und rot

So langsam kommt der Frühling auch auf meinem Nähtisch an. So langsam ist mir nach Farbe für den kommenden Frühling. Passend zur gediegenden Arbeitsgarderobe wäre dunkelblau mit ein paar knalligen Farben eine Option.

So wirklich nach Frühling schreit das aber noch nicht, also habe ich mal ein wenig mit den Vorräten gespielt.

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Pink auf mintfarben

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oder türkis auf pink

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vielleicht doch lieber sonniges gelb-karamell

Von gedeckten Farben ist dabei nicht viel übrig geblieben. Ich will Farbe! Und eine unkomplizierte Mix-und-Match-Garderobe.

Somit werden die nächsten Nähpläne etwas bunter ausfallen. Schwerpunktmäßig wird die Bürogarderobe aufgefrischt. Also müssen die Farben mit eher klassischen Schnitten kombiniert werden. Die Kleidung soll immer noch Kompetenz und Sachverstand ausdrücken, zumal in meinem Arbeitsfeld häufig genug Verträge auch aufgrund des persönlichen Eindrucks geschlossen werden.

Benötigt werden vor allem:

  • frühlingsfrische Blazer/Cardigans
  • lange Hosen
  • 7/8 Hosen für etwas wärmere Tage
  • Etuikleider
  • passende Kombiteile, um mehrere Outfits verfügbar zu haben (hier lässt sich sicher auch einiges aus dem Bestand dazukombinieren).

Und weil es so schön passt, hüpfe ich als Nachzügler noch zum Spring Style Along, um die Frühlingsgarderobe auch systematisch umzusetzen.

 


Stadt-Natur

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Der Lene-Voigt-Park war vor dem Schneeeinbruch unser Ausflugsziel bei klirrender Kälte und dafür herrlichstem Sonnenschein: Frischlufttherapie für den kranken Familienanteil. Allerdings froren beim Fotografieren im eisigen Wind ein wenig die Finger fest und ich habe mich in meine Handschuhe eingemummelt.

Ursprünglich ein Bahnhofsgelände mitten innerhalb der Wohn- und Industriebebauung, das seit 1942 brach liegt. Mit 800 m Länge und durchschnittlich 100 m Breite eine schöne Schneise. Zu Grundschulzeiten bin ich täglich durch die schmale Fußgängerschlüppe auf die andere Seite gewechselt. Die Brache existierte nur als weißer Fleck auf dem inneren Stadtplan, da verrammelt und verriegelt.

Seit über 10 Jahren ist ein Stadtpark daraus geworden. Auf einer Seite Gabionen mit einem Birkenwäldchen. Die Rinde leuchtet wunderschön in der Sonne. Die Gabionen sind mit weiterverwerteten Ziegeln und Holzbalken gefüllt und haben ganz viele Nischen für Sitzbänke. In der Mitte betont eine Wiese mit eingestreuten Blumen die Länge des Geländes und gegenüber verstecken sich hinter Buchenhecken Spielareale für alle Altersgruppen: kleine Hügellandschaft mit Rutschen, Matschplatz mit einem alten Baumstamm als durchlöcherte Wasserbahn, liebevoll gestaltete Spielgeräte, Tischtennis, Beachvolleyball… Es gibt sogar einen festen Grillplatz und ausreichend! Müllbehälter.

Auch wenn am Rande die alte Fernwärmeleitung hervorlugt und noch einige schöne Ziegelbauten vor sich hin verfallen, ist so doch ein klein wenig Natur näher an die Stadtmenschen gerückt und schafft aller Verdichtung zum Trotz ein wenig Luft und Weite.

 

Verlinkt zum Naturdonnerstag