Kinderkreativecke

Die Kinder liebten ihre alte Bastelecke sehr. Mit jeder Menge Mal- und Bastelmaterial und der Freiheit, diese nach Gutdünken zu nutzen. So war klar, dass wir nach dem Umzug wieder eine Ecke für sie schaffen würden. Seitens der Herren wurde eine Vergrößerung gewünscht. Der bis dato genutzte Kindertisch ist inzwischen zu beengt für gleichzeitige Nutzung. Und so zieht eine 1,50 m Arbeitsplatte mit höhenverstellbaren Tischbeinen ein, so dass der Tisch die nächsten Jahre mitwachsen kann.

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Zur räumlichen Gliederung und optische Hervorhebung schwebte mir eine Wandgestaltung vor. Ein kleiner Farbtupfer, ohne kindlich zu wirken. Mit Möglichkeiten zur Ausstellung eigener kleiner Kunstwerke.

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Alles begann mit dieser wunderhübschen Ecke, in der sich noch das Kistengut in malerischerm Chaos stapelt. Auch in diesem Zustand wurde der Bereich schon gern genutzt.
Vorsorglich hatte ich während des Packens unter äußerst skeptischen Blicken jede Menge Spanplatten von Möbeln, die den Auseinanderbau nicht überlebten, in meinen Vorrat gerettet. Einige wurden passend zurecht geschnitten und entweder mit Papier bezogen (funktioniert hervorragend mit Tapetenkleister) bzw. lackiert. Die Tür wurde in mehreren Lagen Farbe und Krakeliermedium gestaltet, dessen Wirkung die Jungs sehr faszinierte. Ein Bilderrahmen sowie eine Kiste aus dem Fundus dienen der Strukturierung und als Ausstellungsfläche. Schlussendlich landete auch das Vogelhäuschen aus dem alten Kinderzimmer im Wandbild.

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So eingerichtet, macht das Kritzeln, Schnippeln und Kleben gleich viel mehr Spass. Zumindest motiviert es mich, meinen nebenan liegenden Bereich fertig zu bekommen. Andere kreative Projekte finden sich beim creadienstag.

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Von Prinzessinnen und Tigern

Schon viel zu bald ist wieder die Zeit der Faschingsfeiern und Kostüme sind dringend erforderlich. Die werden traditionell immer selbst genäht, weil diese oft schöner sind als gekaufte Kostüme und ich für die Verarbeitung, die Haptik und den Geruch dieser wundervollen Plastikkreationen kein Geld ausgeben möchte.

Bestenfalls sollten die Kostüme zur Nutzung auch außerhalb der Faschingszeiten entweder als normale Tobekleidung verwendbar sein oder zumindest häufig aus der Verkleidekiste geholt werden. Für eine einmalige Nutzung ist mir die Arbeit auch zu schade.

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Dieses Jahr durfte schon eine Prinzessin entstehen. Der Kindergarten verwandelt sich diesmal in einen Dschungel, so dass gerade zwei Tiger in Arbeit sind. Der Vorschlag, die gesammelten Reste in einen Papagei umzuwidmen, fand leider keinen Anklang.

Ruestung

Der Große hatte sich ursprünglich einen Ritter bestellt und mir schonmal eine technische Zeichnung hierfür angefertigt. Silbergrauer Pannesamt wäre noch da und der Kleine hätte gern einen Ersatz für seinen geliebten Drachen vom letzten Jahr, mit dem er tagelang herumlaufen konnte. Wenn etwas Luft ist, werden also ein paar mehr Verkleidungen entstehen, zumal diese im Moment wirklich regelmäßig genutzt werden.

Sobald der Bündchenstoff heute abend getrocknet ist, werden jedenfalls erstmal die Tigerhosen fertiggestellt und danach gibt es einen Rundgang beim creadienstag.

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Adventskalender für Nerds

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Zum Selbermachen, Zahlensuchen, Selberfreuen und/oder Angeben wie eine Tüte Mücken bei den Mitnerds.

Papiertüten in geeigneter Größe in Binärcode bestempeln mit den Zahlen 1-24. Für zu klein genähte Tüten buntes Klebeband zum Patchen des Codes verwenden und zum Design-Element erklären.

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Anwendung: Schön in flachen Gefäß drapieren, an das Bürobäumchen hängen oder direkt an die Pinnwand pinnen.
DAU-Fehler: zu kleine Tüten, zu wenig Knabberkram, neugierige Kinderhände
Lizenzzeitraum: 1. -24. Dezember jeden beliebigen Jahres, Einzelplatzlizenz
verfügbare Add-Ons: Baumgrün, Buntglas und Lichterketten.

Falls jemand die Papiertüten in geeigneter Größe selber nähen möchte, hier einige Tipps:

Normales Kopierpapier genügt für diesen Kalender, ist jedoch leicht durchscheinend

  • Die Nadelstärke sollte etwas größer sein, Jeans-Nadeln sind prima.
  • Die Stichlänge sollte möglichst groß sein, da mit kleiner Stichlänge das Papier zu stark perforiert wird und leicht an dieser Sollbruchstelle aufreißen kann.
  • Je größer die Stichlänge, umso leichter gehen die Nähte an den Ecken auf. Hiergegen hilft vorsichtiges Öffnen beim Befüllen, kein Druck auf die Nähte und das Überstehenlassen der Fäden an den Ecken.

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Den Stand zum Kinderkalender gibt es morgen und mehr Kreatives wieder beim creadienstag.


Hosenreißverschluss

Heute versuche ich mich an richtigen Hosenreißverschlüssen – die habe ich bisher immer vor mir hergeschoben. Bis zum Herbst möchte ich den Jungs jedoch ein paar Jeans nähen. Höchste Zeit mit dem Üben des Hauptknackpunktes anzufangen.

Den erstmaligen Versuch dokumentiere ich mir lieber, damit ich hinterher noch weiß, was ich getrieben habe und welche Schritte der Verbesserung bedürfen.
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1. Reißverschluss (RV) auf die Rückseite nähen und zwar deutlich innerhalb der Nahtzugabe, damit dieser hinterher etwas überdeckt wird. Dabei dran denken, den RV richtig herum auf den Stoff zu legen (rechte Seite auf rechte Seite).zipper_2

2. Umklappen und knappkantig absteppen. Dann mit Stoff hinterlegen und mindestens in der gerade gesteppten Naht befestigen.
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3. Kurzer Test: Sieht noch richtig aus und die Streifen treffen in der Vorderen Mitte auch noch aufeinander.
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4. Den RV auch auf der Vorderseite des Hosenschlitzes befestigen. Danach alle Stofflagen für das Absteppen des Hosenschlitzes von der Vorderseite absteppen. Hier mit der Variante die Schnittnaht vorher in diesem Bereich zu schließen.
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Mit meiner Steppnaht bin ich noch nicht so glücklich. Bei den bisherigen Scheinschlitzen sah die besser aus. Die lasse ich erstmal reifen, bevor es an das Zusammennähen der Hose geht.

In der Zwischenzeit Ablenkung durch den creadienstag.


Fuchs im Wald und Schneckenlaterne

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„Ein Fuchs lief durch den Wald, ein Fuchs lief durch den Wald …“ Diesmal sind leider keine Riesenpilze in Sicht, dafür gibt es wenigstens ein paar kleine Exemplare zum einmachen und eine leckere Kanne mit Pfefferminztee. – Hier gibt es derzeit die ein oder andere CD, bei der einige Erinnerungen wach werden – Gerade an so warmen Tagen gibt es nichts besseres als frischen Pfefferminztee, noch heiß und vielleicht etwas gesüßt. In den Kindertagen gabs zur Erfrischung außerdem manchmal noch Fischbrötchen mit Sauerkraut, aber ich schweife ab. Wo war ich?

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Das Wägelchen von letzter Woche gibt sein erstes Stück und scheute hierfür keine Kosten und Mühen. Es wurden extra Bäume herbeigeschafft und ein scheuer Schausteller angeworben, der heutzutage nur noch selten in der Öffentlichkeit auftritt.

Die Szenerie

  • Der Hintergrund ist komplett in weiß gehalten.
  • Die Requisiten (Bäume, Höhle etc.) sind weiß und grau. Die grauen Bäume verstärken durch ihre Farbe noch die Tiefenwirkung ein wenig. Der Fuchs besteht aus einem alten Korken, etwas Papierresten, Farbe und ein wenig Kleber.
  • Für Tässchen und Kanne wurden den Kindern etwas Knete gemopst.

Auftritt: Der Fuchs kommt zwischen den Bäumen hervor. Zurückgekehrt von seiner Pilzsuche, freudig singend mit der Aussicht auf ein gemütliches Teestündchen.

Währenddessen dürfte Krümelchen beim Bau einer Schneckenlaterne helfen. Hierfür wird buntes Krepppapier in winzige Fitzelchen geschnitten. In Anlehnung an Feuer in Gelb, Orange und Hellrot.

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Die Papierstückchen werden wie ein Strauß zusammengesammelt. In der Mitte sind die längsten Flammen und daher die Papierstücke am längsten. Zum Rand hin wird Feuer etwas breiter, dafür die Flammen kleiner. Also werden hier die Stücke etwas kürzer gefasst. Den Straus mit einem Faden oder Draht zusammenbinden und unten in Papier einhüllen und fertig ist die Flamme.

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Diese kann jetzt zum Beispiel in ein Schneckenhaus eingesetzt werden. Vorher wird eine Aufhängung (unsere ist aus Draht) an dem Schneckengehäuse befestigt, in dem vorhandene Löcher genutzt werden oder vorsichtig ein neues Loch gepiekst wird. Alles zusammen in die richtige Position rücken, die Flamme festkleben und freuen. Die Laterne können die Ritter in ihre Burg tragen (im Wahnsinnstempo, um den Fotografen keine Chance zu geben) oder sie hängt einfach draußen am Wägelchen und beleuchtet die Treppe (hier kurz zu sehen), während davor das Lagerfeuer prasselt.

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Was die Nachbarschaft heute antreibt diesmal mit einem Tässchen Tee beim creadienstag.


Der Zauberwald – Schmetterling und Schnecke aus Papier basteln

Der Zauberwald wächst. Heute stehen wir auf einer sonnendurchfluteten Lichtung. Über den Blumen im Gehölz flattern ein paar Schmetterling (denkt nur an Fingerhut, Johanniskraut und Königskerzen). Zwischen den Steinen flüchten noch schnell einige Schnecken in den Schatten, bevor es warm wird.

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Falls Ihr auch ein paar Schmetterlinge oder Schnecken aus Papier basteln wollt, gibt es unten eine Anleitung. Die beiden können gut als Dekoration verwendet werden. Stark vergrößert kann der Schmetterling als Verpackung für einen Lolli dienen (der Lolli ist dann der Kopf) und so das nächste Kindergeburtstagsgeschenk verschönern.

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Benötigtes Material für die Schmetterlinge:

  • Papierreste
  • Silberdraht
  • Steckmasse z. B. Knete

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Durch Klicken auf das Bild, wird es vergrößert.

Das Gras ist übrigens einfach ein gefalteter Papierrest, welcher an einer Kante fransig geschnitten wurde. Das Gras nach Wunsch noch mit einfärben oder mit verschiedenen Stempeln etwas Textur verleihen. Die Halme noch ein wenig verknittern und schon haben die Schmetterlinge einen passenden Rahmen.

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Benötigtes Material für die Schnecken:

  • Pappreste
  • Papierreste
  • Leim
  • Farbe und evtl. Dekomaterial
  • Papier oder anderes Material für die Augen

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Durch Klicken auf das Bild, wird es vergrößert.

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Viel Spass mit der Anleitung und ich dreh noch eine Runde beim creadienstag.


Der Löwe ist los!

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Vor Weihnachten hatte ich in der dicksten Erkältungsphase (ich liebe nachhaltige Geburtstagsgeschenke) endlich eine Idee für Sweatshirt-Stoffe, die hier herumlagen – zum Wegwerfen irgendwie doch zu schade aber leider nicht für häufige Waschgänge gemacht.

Klamotten zum Verkleiden, lautete der Einfall: Kein Versäubern dank Stoffart und dank Verwendungszweck weder passformsensibel noch höchste Verarbeitungsanschprüche.

Also wurde für das Oberteil der Stoff links auf links doppelt gelegt und großzügig um ein passendes T-Shirt herum zusammengenäht. Aufgrund der geringen Dehnbarkeit des Sweats wurden auf jeder Seite einige cm zugegeben. Die „Nahtzugabe“ wurde in unregelmäßigem Zickzack als angedeutetes Fell zurückgeschnitten. Der Halsausschnitt ist einfach in passender Größe ausgeschnitten.Der Schwanz ist ein zusammengerollter Stoffstreifen mit einer Quaste aus verschiedenen Wollresten, der hinten angenäht wird. Außerdem durfte noch ein Frottee-Rest mit etwas Füllwatte den Bauch darstellen.

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Die Mähne entstand aus einer Mütze, die leicht größer als eine passende Strickmütze genäht wurde. Darauf wurden die Ohren angenäht (doppellagig rechts auf rechts zusammennähen, wenden, evt. füttern) sowie Unmengen von Sweat-Streifen einfach mit etwas dickerem Nähgarn aufgeknotet. Die Fadenenden sind etwa 5 cm lang und dienen mit der Fellimitation.

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Als Beine taugt jeder beliebige Hosenschnitt, hier mit Knieflicken (wurde mir alles etwas zu gelb) und schon ist der Löwe fertig und jagt durch die Wiese(nteppiche).

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