Tag 10 + 11 + 12

So langsam stellt sich der Alltag ein. Man merkt, dass alle berufliche Kontakte sich langsam mit der neuen Situation eingerichtet haben, so dass es hier runder läuft und auch zu Hause haben wir langsam einen Rhythmus für uns gefunden. Die Schularbeiten laufen bei Kind 2 immer noch mal gut, mal schlecht. Je nach Laune. Bei Kind 1 werden sich die Lehrer demnächst bemühen, das Lernportal einheitlicher zu bedienen und wohl auch, ihre Aufgabenstellung kritisch zu hinterfragen.
Kind 3 hält immer noch nicht viel von ausschlafen. Heute stand sie 5:30 Uhr vor mir. Zum Glück dämmerte sie noch ein wenig als Kampfschläfer bei uns weiter. Ansonsten merkt man, dass sie gerade beim Einschlafen ein höheres Bedürfnis nach Nähe hat.
Abends habe ich mir bewusst etwas Zeit für das Sketchbook-Revival genommen, um dem täglichen Stress etwas entgegenzusetzen.


Tag 8

Die Jüngste ist heute Vormittag sehr hummelig. Schularbeiten sind heute etwas besser. Allerdings sind die Deutschaufgabe, obwohl für den analogen Unterricht gedacht, eher auf Dialog ausgelegt. Gerade zur Mundart kommen ständig Rückfragen.
Der Mittagsschlaf dauerte leider nur knapp 10 Minuten. Da ging sie hin, die erhoffte Arbeitsstunde.
Nachmittags in einer Pause eine Strumpfhose gestopft.
Das Projekt, welches ich gerade prüfe, ist sperrig und lässt viele Fragen offen. Die Liste der Anmerkungen wird immer länger.
Ich klinge gereizt und bin es wohl auch.


Tag 7

Mein Wunsch wurde erhöht. Die Jüngste steht erst halb sieben auf nach einer unruhigen Nacht Kampfschlafen. Entsprechend ningelig startet der Morgen.
Die Schnipseltiere werden bei schönstem Sonnenlicht fotografiert.
Der Tag verläuft fast normal, wenn man den Medien weitestgehend fernbleibt.
Für Morgen früh liegen schon die Aufgabenzettel bereit, um den Heimunterricht fortzusetzen. Nachmittags werden wir mal eine Runde drehen, wenn das Wetter mitspielt. Es beruhigt, dass Spaziergänge explizit selbst in unserem Bundesland erlaubt sind.


Tag 6

Kurz nach 6: Das erste Kind ist verdammt munter und will beschäftigt werden. Dabei dürfte es bis halb acht schlafen (Medikamentenzeit). Außerdem hat es Hunger.

Die Jungs haben einen leichten Lagerkoller und müssen mit Einkaufen. Unterwegs werden Schleifen gedreht, wird balanciert und an Fahrradständern geturnt. Man merkt, dass ihnen die übliche Aktivität fehlt.

Heute wird geputzt. Beim Blumengießen entdecke ich draußen auf dem Fensterbrett diese Schönheit, die sich aufwärmte. Von der Zeichnung würde ich auf Deutsche Wespe tippen. Allerdings war die Königin etwas größer als 20 mm und die Flugzeit wäre auch zu früh.

Nach dem Mittagsschlaf ist die Jüngste nur am Jaulen. Eine Mischung aus unausgeschlafen und Hunger. Sie ist nur mühsam zum Essen zu bewegen. Die Portion ist aber noch nicht ausreichend. Es zieht sich.
Die Jungs dürfen ein Coop-Computerspiel spielen. Der Bewegungsdrang besteht weiterhin. Also wird der Couchtisch umgestellt, um Platz für die tägliche Sportstunde von Alba Berlin zu schaffen. Es scheint Spass zu machen und der Rest des Tages verläuft ruhig.

Schnipsel – Reste von Gelliprints und einem Briefumschlag – werden im Skizzenbuch neu arrangiert und lassen den Tag ausklingen.


Tag 5

Die Kleine kommt mit Einkaufen. Danach müssen wir einige Pflanzen umtopfen, da in der Erde viele Füßer heranwachsen (vielleicht Schnurfüßer?). Die kommen in einen extra Beutel und werden bei Gelegenheit in den Garten umgesiedelt. Wo wir schon dabei sind, werden noch ein paar kleine Töpfe mit Erde gefüllt, um die Pimientos zu pikieren. Das Kind ist glücklich und singt „Backe Kuchen“. Nur scharfe Fotos haben wir nicht gepackt.

Der Mittlere sitzt derweil heulend über seinen Aufgaben und ist nicht in der Lage sich zu fokussieren. Dabei kann er alles. Aus Frust erledigt er die Aufgaben extra unordentlich. Die Stimmung ist im Keller.
Der Große meint derweil, schon fertig zu sein und verkrümelt sich mit Buch aufs Sofa.

12:30 Uhr: Mit viiiiiiel Geduld und moralischer Unterstützung sowie einer Mittagspause sind zwei Aufgabenblöcke erlegt. „Start“ war um neun. Nach dem eigentlichen Rechentempo hätten 30-45 Minuten gereicht.

Der Nachmittag verläuft ruhiger. Termine stehen nicht an. Die Therapie der Jüngsten ist vorerst ausgesetzt.
Das Bügeln wurde nachgeholt. Die Jungs basteln während die Jüngste konzentriert Schnitzel paniert.
Abends wird etwas Arbeit nachgeholt.

Nächste Woche startet das Sketchbookrevival. Da werde ich mich vielleicht noch anmelden.