Freitagsblumen

Rose „Pomponella“ ziert die Anrichte mit Hartriegel, Goldbartgras und wilder Heckenrose an Petersilie und Salat.

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Auf dem Esstisch gibt es nur einen kleinen Sommergruß mit Helianthus „Lemon Queen“, Scharfgarbe „Ovation“, Rudbeckia „Henry Eilers“, Cosmea sulphureus, wunderbar duftendem Fenchel und Zinie. Von der Cosmea muss ich dieses Jahr reichlich Samen sammeln, um sie im Garten und auf dem Balkon weiter zu verbreiten. Die Farbtupfer sind einfach zu herrlich und die Pflanze wächst eher aufrecht als buschig, so dass sie sich gut als Lückenfüller eignet.

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Mehr Freitagsblumen gibt es bei Holunderblütchen.

Warten im Garten

Über die therapeuthische Wirkung des Gärtnerns oder wie Gärtnern mir im Moment meinen Seelenfrieden rettet.

Dank Babybauchnebenwirkungen geht mir seit Monaten relativ viel Nachtschlaf ab. Der sich auch nur begrenzt tagsüber nachholen lässt. Selbst Füße hochlegen auf dem Sofa ist eher anstrengend als entspannend. Dementsprechend bin ich ein wenig dauermüde. Minikrümel lässt jedoch weiter auf sich warten und hat auch noch zwei Wochen Zeit. Nachdem ich letztens beim Vorbereiten eines Nähprojektes sogar das erste Mal in meinem Leben am Schreibtisch eingeschlafen bin,war es für das seelische Wohlbefinden Zeit für eine Radikalkur.

Also wurden seit Beginn des Mutterschutzes erst 1-2 Stunden am Tag im wilden Garten vorsichtig gearbeitet, um die Wehwehchen nicht zu verstärken. Die Zeit wurde dann langsam ausgedehnt, nachdem das Krümelchen inzwischen kommen darf und sich vor allem die Wirkung der Gartenarbeit etwas besser einschätzen lässt. Bei fast jedem Wetter.

Ja, ich bin elendig langsam und es gibt viele Pausen zwischen den Arbeitshäppchen. Auch lässt sich nicht alles erledigen, was getan werden könnte/sollte. Aber trotz aller Langsamkeit und Müdigkeit geben einem die bearbeiteten Quadratzentimeter das Gefühl, etwas am Tag getan und erlebt und geschafft zu haben. Die stetigen Veränderung des Frühlings hilft schon beim steten Genießen während der Pausen gegen das „Decke auf den Kopf fallen“. Unkrautzupfen lenkt ungemein von den Wehwehchen ab und verhindert unnötiges Sorgenmachen. Kurzum, ich bin hinterher manchmal ziemlich platt, aber innerlich so viel entspannter.

Statt das letzte Beet vorzubereiten, wurde folgerichtig diese Woche ein Projekt mit höherem Befriedigungswert vorgezogen. Bei der Gartenübernahme zierte eine Eibenmauer die südliche Gartenhälfte. Diese war satzungsbedingt zu entfernen. Mit einer Handsäge ausgerüstet blieben die Strünke übrig und ein beachtlicher Todesstreifen unter/um die ehemalige Hecke.

Über einem der Strünke trohnt seit dem Sommer das Baumhaus der Kinder. Drumherum offenbarte sich jedoch ein trauriger Anblick mit wucherndem Gras, dem Grünschnitthaufen vom Herbst (für Igel) und toten Flecken.

Also lautet der Beschluss, dass sich etwas ändern muss. Unter dem Baumhaus werden dieses Jahr Heidlbeeren angesiedelt und unterpflanzt. Da die Eibenwurzeln in der Eibe bleiben, ist ein Hochbeet erforderlich. Die sonnigen Streifen um das Häuschen im Bereich der Treppe sollen Wildblumen statt der schlecht zu mähenden Wiese erhalten. Der zweite Strunk wird ein wenig durch eine Rabatte versteckt. Die Strünke müssen hierbei noch zugänglich bleiben, bis der Schwiegervater denen dieses Jahr mit der Kettensäge zu Leibe rückt.

So sieht es bisher aus: Rabatte mit ungefüllter Bodendeckerrose, krausem Salbei, Thymian und Heidelbeerbeet u. a. mit Heuchera und Zwergnesseln. Verwendet wurden größtenteils im Garten vorgefundenen Materialen. Demnächst muss noch ein wenig Erde aufgefüllt und die Lücken mit den einjährigen Blumen begrünt werden. Die provisorische Begrenzung an den Strünken kann hoffentlich auch bald weg. Ich freue mich schon auf den Anblick im Sommer. Und zwischendrin schaffe ich es hoffentlich auch mal wieder, die Kamera mitzunehmen.

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In der Zwischenzeit trinke ich noch ein wenig Tee und warte ab, wann das Krümelchen zu erscheinen geruht.

 

 

Freitagsblumen

Seit einigen Wochen blüht mehr und mehr im Garten, so dass auch immer öfter Blumen mit nach Hause dürfen.

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Fast täglich ändern sich im Moment die Farben durch die sich sukzessive färbenden Tulpen. Ein bunter Strauß erfreut an den angekündigten grauen Tagen jetzt den Lieblingsmann.

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Derweil habe ich Freude an den verschiedenfarbigen Austrieb der Gartenpflanzen und halten mich eher an den wiesenhaften Eindruck. Hier haben sich in der linken Glasvase Gräser, Pimpinelle, Leinkraut, Wolfsmilch, Ahorn, Traubenhyazinthen, Tulipa tarda, Hasenglöckchen (?), Margarite und Giersch versammelt. In der rechten Phase geben sich Heuchera, Geranium, Günsel, Hornveilchen und Steinbrech die Ehre.

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verlinkt zu den Freitagsblumen von Holunderbluetchen

Gartenarbeit – Hautschutz nicht vergessen

Endlich kommt die Sonne raus und überall fängt es an zu grünen und zu blühen. Jetzt fängt die Gartensaison richtig an. Dann will man schnell mal noch hier etwas eingraben und dort fix abschneiden. Schon ist man mittendrin im Gefecht und die Hände sehen hinterher teilweise etwas geschunden aus. Im Eifer des Gefechtes vergisst man doch schnell die eigene Haut zu schützen.

Dabei sollten wir gerade auch in unserer Freizeit auf uns achten. Das bedeutet für mich, dass ich dringend wieder die Vorräte im Garten auffüllen sollte, damit Creme und Seife direkt vor Ort verfügbar sind und kaputte Handschuhe ersetzen.

Vor der Arbeit

  • Vor der Arbeit kann eine Hautschutzcreme z. B. gegen helfen Reibung, die Hautschutzbarriere stärken oder die spätere Reinigung erleichtern.

Während der Arbeit

  • Bei Bedarf Handschuhe tragen.
  • Für Arbeiten mit Erde eignen sich Handschuhe mit einseitiger Gummierung. Diese verhindert auch das Eindringen von Feuchtigkeit. Die Gummierung hilft auch gegen Verätzungen durch Planzensäfte z. B. bei der Arbeit mit Wolfsmilchgewächsen. Bei anderen phytotoxischen Pflanzen wie der Weinraute ist unbedingt auch auf bedeckte Arme zu achten, wenn man nicht den ganzen Sommer über an seine Vergesslichkeit erinnert werden möchte.
  • Bei Arbeiten mit Ästen, Dornen o.ä. schützen Lederhandschuhe gegen Verletzungen. Hier lohnt es sich je nach Arbeit auch, Handschuhe mit Armstulpen zu verwenden.
  • Wer Pflanzengift etc. verwendet, sollte unbedingt die auf der Packung angegebene Schutzkleidung tragen.
  • Sonnenschutz nicht vergessen (so langsam kommt sie ja raus).

Nach der Arbeit

  • Hände reinigen: Je häufiger die Hände gewaschen werden, desto stärker sollte auf ph-hautneutrale Reinigungsmittel geachtet werden. Andernfalls wird durch die Reinigung der natürliche Hautschutz geschwächt. Grobkörnige Reigungspasten oder Bürsten sollten nur bei Bedarf verwendet werden und die Haut möglichst wenig mechanisch belasten.
  • Hände pflegen: Nach der Gartenarbeit legen wir die Füße hoch und genießen das Ergebnisse. Da sollten wir auch unseren Händen etwas Gutes zum Feierabend gönnen.

Also bei der nächsten Gartenarbeit den Hautschutz nicht vergessen.

Beeteinfassung – Kräuter- und Blumenhecke

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Die Erinnerung an Beete in Nutzgärten ist oft eng mit dem Bild von Beeteinfassungen geprägt. So werden Klostergärten und Bauerngärten oft mit Einfassungen aus niedrigen Buchshecken assoziiert. In anderen Stilrichtungen dominieren vielleicht Stein/Beton. Der Beetrand ordnet das Chaos und verfügt durch seinen wiederholenden, rahmenden Charakter übereine ästhetische Komponente. Zusätzlich sollen die Einfassungen z. B. dem Gärtner ein wenig unter die Arme greifen und den Ausbreitungsdrang von Pflanzen bzw. Beikräutern eindämmen.

Im Wildgarten haben bisher nicht alle Nutzflächen einen Beetrand. Vielleicht die Hälfte ist mit einer Holzeinfassung aus Schnittgut umrandet, welches im Sommer teilweise überwachsen werden darf. Ein kleinerer Teil ist mit Steinen eingefasst. Der Rest ist durch fleißige Mitgießer sowie Herumtobern des öfteren gefährdet.

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Dieses Jahr sollen auch die restlichen Beete eine Einfassung erhalten. Zwei neue Staudenbeete vor der Laube bekommen einen wintergrünen Rahmen aus Arzneithymian,  Bergbohnenkraut, Oregano und verschiedenen Ysops. Den Grundstock bilden der selbst gezogene Thymian sowie einzelne zugekaufte Pflanzen. Im Laufe des Jahres soll die Hecke durch Stecklinge und weitee Sämlinge verdichtet werden. Zwei bis drei kleinere Lücken werden zur optische Auflockerung für bogig wachsende Stauden verbleiben.

  • die Staudenbeete sehen auch im Winter noch ansehnlich aus
  • es gibt reichlich Nachschub für den Gewürzvorrat
  • die Pflanzen sind gute Nahrungsquellen für Insekten wie den angesiedelten Solitärbienen
  • es duftet sehr sommerlich neben unserer Essecke

Die Pflanzen bleiben nicht nur aufgrund der Kräuterernte relativ schmal und klein. Der  Pflegeaufwand für die geplante Kräuterhecke ist recht gering.

Dafür werde ich bei der Beeteinfassung der Gemüsebeete ein wenig mit einjährigen Kräutern und Blumen experimentieren. Entlang der Wege werden etwas niedrigere Pflanzen zum Einsatz kommen, so dass ein Bearbeiten der Beete problemlos möglich ist. In ausgewählten Randbereichen werden zur Abschirmung der Beete vielleicht auch höherwachsende Exemplare wie Agastachen eingesetzt. In die Beeteinfassung dürfen:

  • zur Frühjahrsbegrünung und ersten Markierung: Spinat (wird später sukzessive durch die eigentliche Bepflanzung ersetzt)
  • Kräuter: Basilikum (verschiedene Sorten), Kerbel, Schnittlauch (teilweise vorhanden), Borretsch, niedriger Dill
  • Blumen: kleinwüchsige Löwenmäulchen, Levkoje und Zinnien, Elfenspiegel, Tagetes, Ringelblume, diverse kleinere Salbei wie den Feuersalbei auf dem Foto unten

Der Basilikum insbesondere darf diesmal aus den Töpfen umziehen und eine optisch tragende Rolle spielen. Die Blumen und Kräuter können außerdem neben der gewünschten Unterstützung des Gemüsegedeihens auch zahlreiche Vasen fühlen und Salate abrunden (soweit essbar).

Im Laufe der Zeit wird die Blumenhecke dennoch ein sehr lockeres Grundgerüst mit immergrünen Pflanzen erhalten, so dass gerade zum Jahresanfang eine Beeteinfassung zu erkennen ist.

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Garteninspiration für 2016

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Der Garten sieht derzeit doch etwas trist aus, so dass ein wenig immergrüne Pflanzen vielleicht gar nicht so schlecht wären.

Eine ungeliebte geerbte Pflanze wurde schon ausgegraben, um Platz für Säulenobst zu schaffen. Vielleicht darf auch noch einer der vielen Hibiskussträucher weichen, denen ich eher mit gemischten Gefühlen gegenüberstehe.

Im Sommer und natürlich auch im Frühling/Herbst soll der Garten schön bunt werden. Zum einen, weil M wie ich gerne Sträuße nach Hause holt und zum anderen als Nahrungsquelle für all die Insekten im Garten.

Visualisiert, damit die Grobziele beim Planen und Einkaufen immer vor Augen bleiben.

 

Freitagsblumen

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Eine Gemeinschaftsaktion aus dem Garten meiner Oma und dem eigenen stand letztens bei uns auf dem Tisch. Inzwischen ist davon nur noch der Basilikum übrig, der in der Vase wurzelt und mit neuen Blumenpartnern beglückt wurde.
Besonders genieße ich die letzten Blüten der Rose „Pomponella“, die so hübsche kleine Bällchen in reicher Zahl produziert, dass sie als einzige gefüllte Rose bei uns im Garten wachsen darf.

Viele andere wunderschöne Sträuße kann man bei Holunderblütchen bestaunen.