MMM 04-2020

Heute als Homeoffice/Homeschooling/Ersatzkindergarten-Edition.

Zuletzt entstanden ist eine Übergangsjacke im Rahmen des Nähens von „Wardrobe Basics“, den Stefanie organisiert. Der Schnitt ist Modell 13 aus der Fashion Style 8/17 in der kurzen und kurzärmeligen Variante (Länge entsprechend Stoffvorrat angepasst). Der Stoff ist ein Gemisch unbekannter Zusammensetzung, dass ich vor rund drei Jahren am Maybachufer mitgenommen habe, um eine ähnlich geschnittene Jacke zu nähen. Allerdings nur einen optimistischen Meter, was diverse Stückelarbeit erforderte und auch wenig Rücksicht auf das Muster zuließ. Viel Zeit ging für den Zuschnitt drauf, da das Muster nicht im rechten Winkel verläuft. Schlussendlich habe ich mich entschieden, mehr auf die senkrechten Linien zu achten und mit schrägen vertikalen Linien leben zu können. Genäht ist die Jacke eigentlich schnell. Die Nahtzugaben sind von innen per Hand an den Stoff angeheftet, damit sie besser liegen und teilweise sind die Nähte noch mit Belegen oder mit Schrägband eingefasst und ebenfalls von innen angenäht.

Für untendrunter gibt es entsprechend der damaligen Inspiration ein blau-orange gestreiftes Langarmshirt nach dem Standardschnitt Ottobre 303. Inspiration war dieses Bild hier.

Und für ganz verrückte Tage mit viel Mustermix könnte ich noch einen Blumenrock aus Feincord kombinieren. Der Schnitt ist Modell 21 aus der Sabrina Moden 3/12, das aufgrund der vielen Abnäher richtig schön sitzt und schon mit großen aufgesetzten Taschen daherkommt. Einzige Anpassungen sind eine Hohlkreuzkorrektur und der Ersatz des hinteren Godets gegen einen einfachen Rockschlitz.

verlinkt zum MMM und Sea of Teal


Probejeans

Nachdem eine Hose sich beim Sofalümmeln zerstört hat und zwei Hosen inzwischen sehr unförmig sitzen, mussen dringend Ersatzhosen her. Bevorzugt aus dem gut gefüllten Stofflager.

Ziel: Oft tragbar, robust, leicht zu waschen/pflegearm.

Dafür habe ich mir aus der Ottobre 5/07 das Modell 10 mit geradem Bein für leicht bzw. nichtelastische Stoffe auserkoren und für das Probemodell einen Coupon aus elastischem pinkem Jeansstoff (der Plan hinter diesem Stoffkauf lässt sich nicht mehr rekonstruieren).
Neben der grundsätzlichen Hohlkreuzanpassung wurde vorab auch noch die Schrittkurve leicht geändert (Stichwort: Katzenbart) und die hintere Mitte etwas Richtung flacher Po angepasst.
Die Stoffangabe passt ohne Reserven.
Abgesteppt wurde nach längerem Suchen Ton-in-Ton. Sonstige vorhandene Alternativen gefielen mir nicht. Für die Steppnähte ging mit Auftrennen wegen Nichtgefallens auch einige Zeit drauf.

Die Beinlänge ist bei dem Modell für mich viel zu lang, da kann ich trotz 1,71 m Körpergröße gut 10 cm kürzen. Für das pinke Modell wurden die Beine zusätzlich gekürzt, damit die Hose nicht altbacken wirkt. Der Beinsaum soll außerdem ausfransen und hat nur eine Sicherungsnaht.

Beim Abschlussbild gab der Akku der Digitalkamera den Geist auf, somit gab es erstmal mittelmäßige Handybilder. So lässt sich zumindest die Passform nochmal mit etwas Abstand beurteilen.

Am Bund passt die Hose gut, auch das Sitzen ist bequem.
Für die eigentlich geplante Jeans werde ich ab der Hüfte noch minimal Breite zugeben, da der Stoff weniger Elastizität als der Probestoff aufweist und bezüglich der Falten auf der Rückseite wird es nochmal kleinere Anpassungen geben.
Also ein realistisches Projekt für den Februar.

Passend zu den aktuellen Nähplänen hatte Stephanie für die Basisteile im Januar zum gemeinsamen Jeansnähen aufgerufen. Das motivierte gleich nochmal.


WKSA – Finale

Punkt 1: Das Lümmeloutfit sitzt, gefällt und lässt Luft für ein paar Plätzchen und jede Menge Spielzeit. Mit einem Schal und anderen Accessoires kann man sich sogar ein wenig rausputzen. Das Outfit durfte heute auch gleich bei Holzeisenbahn, Autocorso und Spielhöhle getestet werden. Die Hose könnte ich mir nochmal in Romanit oder einem anderen dehnbaren Stoff vorstellen. In dem Fall würde ich die Beine unten etwas schmaler auslaufen lassen und den Bund höher setzen.
Ein bißchen Vorstellungskraft benötigt man schon, da ich mit den Lichtverhältnissen absolut keine sinnvollen Bilder zustande bekommen habe. Hier lässt sich noch am ehesten ein Eindruck gewinnen, wenn man mal den „Todesblick“ ignoriert.

Jogginghose: Modell 3 aus der Ottobre 2/2017 mit Anpassungen aus dickerem Sweat
Pullover: Schnitt 303 aus der Ottobre mit Anpassungen aus Viskosestrick

Punkt 2: Passenderweise wurde auch der Rock aus dem Cloqué fertig. Diesen hatte ich mir nämlich letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt und seitdem ein wenig länger über den passenden Schnitt gebrütet. Um so mehr freut es mich, dass er jetzt seine Bestimmung gefunden hat. Der Stoff ließ sich erfreulich gut verarbeiten. Nur am Bund hat er mich ein wenig geärgert, da wollte sich die Rückseite nicht so legen, wie ich wollte. Auch die Falten liegen ganz gut, da hatte ich am Anfang noch einige Bedenken. Ich bin zufrieden und teste schon mal mögliche andere Kombinationen für den ganzjährigen Einsatz aus.

Rock: Modell Rosalie aus der LMV 2/2019 aus Cloqué (52% Baumwolle/36% Viskose/12% Seide)

Das gesellige Miteinandernähen hat sehr viel Spass gemacht und ich wünsche ALLEN einen ruhigen und friedvollen Jahresausklang (auch und gerade aus Sachsen).


WKSA 2019 Teil 3

Heute war die letzte Baustellenbegehung mit erfreulich positivem Ergebnis und für den Rest des Jahres kann ein wenig mehr Ruhe einkehren. Zwischendrin war ich noch mit der Jüngsten beim Amtsarzt wegen des Antrags auf einen Integrationsplatz im Kindergarten, da hoffen wir im Januar auf einen positiven Bescheid. Nähtechnisch komme ich dafür eher langsamer voran.

Der farbstarke Rock ist teilweise fertiggestellt. Die Falten habe ich im Zuge einiger Anproben noch etwas abgeändert, so dass der Rock etwas höher Sitz und etwas stimmiger wirkt. Dafür wird der Bund ein wenig verschmälert. Der Reißverschluss war auch recht entspannt einzunähen. In der Gesamtlänge werde ich auch noch einiges wegnehmen. Hier schiebe ich seit einigen Tagen das Bügeln vor mich her, um den Bund und den Saum fertig zustellen. Eventuell werden die Falten auch noch leicht festgesteppt, dass wird sich am Ende entscheiden.

Die Jogginghose ist fertig. Hier hatte ich die Waden nach dem Ausmessen des Schnittmusters verbreitert. Aus der Erfahrung heraus, gehen die wenigsten Hersteller bzw. Schnittmusterersteller von engen Hosen von meinen Waden aus. Am Knöchel wurde das Originalmaß genutzt. Nach einer Anprobe wurden die Hosenbeine etwas eingekürzt und dafür der Bund verbreitert, dass sah mit diesem Stoff etwas besser aus.

Die Einfassung des Tascheneingriffs war aufgrund der engen Kurve etwas friemelig. Der hintere Taschenboden ist aus dem Sweat und der vordere Taschenboden aus dünnem Romanit, damit es weniger aufträgt.

Der Pullover aus dem Viskosestrick war relativ schnell genäht, auch wenn der Stoff ständig von der Overlock rutschen wollte. Der Schnitt ist bewährt und enthielt wenig Überraschungen.

Dafür wird der Nicky-Pullover nicht fertiggestellt werden. Zum einen habe ich es geschafft, dass die Rippen jetzt senkrecht verlaufen, was optisch wenig zusagt. Zum anderen sehen alle Bündchenoptionen bei Kunstlicht etwas fragwürdig aus. Da beißen sich die Blautöne. Der Stoff wird also demnächst für einen Pullover fürs Tochterkind verwendet und ich konzentriere mich auf erfreulichere Projekte.

Die anderen Teilnehmer sind teilweise schon fertig. Soweit ist es noch nicht, aber zumindest bin ich im Zeitplan.


WKSA 2019 – Teil 2

Die Pläne für die Weihnachtskleidung sind ein wenig vorangeschritten, auch wenn aus dem Kindergarten fiese Margen-Darm-Infekte nach Hause gebracht wurden.

Das legere Outfit wird auf jeden Fall umgesetzt. Da besteht der größte Bedarf. Der Nicky-Pullover wird das Modell Charlene aus der LMV 5/2018. Zuschnitt ist erfolgt, für die Bündchen werde ich noch Nachschub besorgen müssen.

Die Joggpants werden nach Modell 3 aus der Ottobre 2/2017 entstehen. Die Waden mussten nach dem Ausmessen der Schnittteile verbreitert werden und eine Hohlkreuzanpassung wurde auch vorgenommen. Bezüglich des Hosenbundes tendiere ich dazu, einen dünneren dunkelblauen Romanit aus dem Restelager zu verwenden. Zum einen wird der Bund sonst zu dick und zum anderen erhoffe ich mir davon eine etwas schickere Optik.

Der quietschbunte Rock muss als Stimmungsaufheller herhalten. Entschieden habe ich mich für Modell Rosalie aus der LMV 2/2019. Bisher sind nur die Rockteile zugeschnitten. Den Rock und die Falten werden erstmal nur geheftet und nach eventueller Anpassung werden Bund und Taschen ausgeschnitten und der Rock zusammengesetzt. Ein Futter ist auch noch vorgesehen. Die Herausforderung wird vor allem der Reißverschluss werden, da der Stoff stark strukturiert ist.

Da ich gerade am Zuschneiden war, wurde der lila Viskosestrick auch vorbereitet. Hierfür muss übliche Basisschnitt Ottobre 303 herhalten, der für meine Schultern angepasst ist und sowohl solo als auch unter Strickpullovern mit verschiedenen Ärmellängen tragbar ist.

Wie es hier vorwärts geht, hängt ein wenig vom Genesungs- bzw. Krankenstand ab. Ich hoffe einfach, dass wir zur Abwechslung mal aufatmen können.