Naturdonnerstag 18-08-09

Viel Wind und ein kleiner Guss bringen hier dringend benötigte Abkühlung. Seit gefühlt Monaten ist es bei uns nur heiß und trocken. Aber eigentlich gehts ja um Natur und da gibt es mehr als unsere Trockenperiode. Wir waren dieses Jahr in Wien im Botanischen Garten. Die dortige Steppenbeete waren so voller Leben, dass wir gern noch länger geblieben wären, um alle Insekten zu beobachten. Irgendwann wollten die Kinder weiter, aber trotzdem haben wir ein paar Erinnerungsfotos mitnehmen können.

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Bienen an den Wasserbecken beim Trinken

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Schmalbauchwespen waren verschiedene zu sehen und auch Feldwespen waren reichlich vertreten.

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Und zum Schluss gibt es neben pollenbedeckten Hummeln noch ein Suchbild.

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Stadt-Natur

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Der Lene-Voigt-Park war vor dem Schneeeinbruch unser Ausflugsziel bei klirrender Kälte und dafür herrlichstem Sonnenschein: Frischlufttherapie für den kranken Familienanteil. Allerdings froren beim Fotografieren im eisigen Wind ein wenig die Finger fest und ich habe mich in meine Handschuhe eingemummelt.

Ursprünglich ein Bahnhofsgelände mitten innerhalb der Wohn- und Industriebebauung, das seit 1942 brach liegt. Mit 800 m Länge und durchschnittlich 100 m Breite eine schöne Schneise. Zu Grundschulzeiten bin ich täglich durch die schmale Fußgängerschlüppe auf die andere Seite gewechselt. Die Brache existierte nur als weißer Fleck auf dem inneren Stadtplan, da verrammelt und verriegelt.

Seit über 10 Jahren ist ein Stadtpark daraus geworden. Auf einer Seite Gabionen mit einem Birkenwäldchen. Die Rinde leuchtet wunderschön in der Sonne. Die Gabionen sind mit weiterverwerteten Ziegeln und Holzbalken gefüllt und haben ganz viele Nischen für Sitzbänke. In der Mitte betont eine Wiese mit eingestreuten Blumen die Länge des Geländes und gegenüber verstecken sich hinter Buchenhecken Spielareale für alle Altersgruppen: kleine Hügellandschaft mit Rutschen, Matschplatz mit einem alten Baumstamm als durchlöcherte Wasserbahn, liebevoll gestaltete Spielgeräte, Tischtennis, Beachvolleyball… Es gibt sogar einen festen Grillplatz und ausreichend! Müllbehälter.

Auch wenn am Rande die alte Fernwärmeleitung hervorlugt und noch einige schöne Ziegelbauten vor sich hin verfallen, ist so doch ein klein wenig Natur näher an die Stadtmenschen gerückt und schafft aller Verdichtung zum Trotz ein wenig Luft und Weite.

 

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Sommerurlaub mit Kindern – Harz II

Harzurlaub (96) von Ilseburg durchs Ilsetal

Den wärmsten Urlaubstag nutzten wir für eine schattigere Wanderung entlang der beständig rauschenden Ilse. Startpunkt war Ilsenburg. Von dort wanderten wir anfangs auf Heinrich-Heines Pfaden mit zahlreichen Infotafeln über die malerische, romatische Landschaft.

Harzurlaub (99) von Ilseburg durchs Ilsetal

Der Weg war teilweise recht schmal und führte unter und über abgebrochene Bäume. Für einen ausgewiesenen Wanderweg recht ungewohnt. Die Warntafeln wegen möglicher Unfallgefahren durch die sparsame Bereinigung des Waldes ebenso.

Wer lieber auf barrierefreien Wegen reist, konnte den angrenzenden Fußweg entlang der Straße nutzen.

Harzurlaub (101) von Ilseburg durchs Ilsetal

Harzurlaub (102) von Ilseburg durchs Ilsetal

Unser Weg führte uns zu den unteren und oberen Ilsefällen und von dort wieder über einen kleinen Rundweg zurück nach Ilsenburg. Das ergab eine gemütliche Wanderung von etwa 10 km.

Harzurlaub (104) von Ilseburg durchs Ilsetal

Auf Lichtungen konnten wir zahlreiche Schmetterlinge an den Disteln beobachten. Und Beeren für die Stärkung unterwegs gab es ebenfalls.

Harzurlaub (111) von Ilseburg durchs Ilsetal

Teil I der Wanderungen findet ihr hier

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Sommerurlaub mit Kindern – Harz I

Für den Sommerurlaub waren dieses Jahr Berge gewünscht. Das übliche Wunschkonzert mit schöner Umgebung, wandertauglich und trotzdem mit Alternativzielen sowie in angemessener Entfernung. Die Entscheidung fiel dieses Jahr auf den Oberharz (eine Woche vor der Sintflut).

Harzurlaub (66) Brockenwanderung

Einen der sonnigeren Tage nutzten wir für die Wanderung zum Brocken, allerdings nicht die kurze Strecke sondern die landschaftlich reizvollere von Torfhaus aus durch moorige Landschaften und „Silberwald“. Die Existenz verdankt der Wald einem Sturmschaden. Aufgrund einer geplanten Ausweisung als Nationalpark entschied man sich für eine selbstgesteuerte Erneuerung anstelle einer Wiederaufforstung. Das führte zu einem relativ großen Schaden durch Borkenkäfer aber andererseits kann man die natürliche Regeneration wunderschön beobachten. Grundsätzlich bevorzugen wir die naturnahen Wanderwege. Der befestigte Weg entlang der Dampflok war auch noch sehr angenehm, mit Tümpelchen, Mini-Bächen und Heidelbeeren gesäumt. Lediglich auf die Asphaltstraße auf dem letzten Kilometer, auf der alle Wanderströme zusammenkommen hätten wir gern verzichtet.

Geschätzte neunzehn Kilometer war unser Wanderweg mit einem Schlenker ums Moor herum lang. Die Jüngste ließ sich dabei in der Rückentrage kutschieren.

Für kürzere, naturnahe Strecken wären um und im Torfhausmoor einige Wanderwege verfügbar, die auch verschiedene Landschaftseinblicke ermöglichen. Oder man schont die Füße und genießt die Landschaft von der Dampflok aus. Vor den Preisen der Brockenbahn sei allerdings gewarnt. Östlicher, in Richtung Wernigerode, wird es günstiger.

Harzurlaub (67) BrockenwanderungHarzurlaub (68) BrockenwanderungHarzurlaub (78) BrockenwanderungHarzurlaub (73) BrockenwanderungHarzurlaub (83) BrockenwanderungHarzurlaub (86) Brockenwanderung

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Essecke im Garten

Die Neugestaltung der Gierschecke schreitet langsamst voran, dafür finden sich immer wieder schöne Momente zum Innehalten. Wie die aufgedeckte Essecke, in der fein säuberlich unsere Kirschkerne sowie Haselnüsse und Walnüsse aus der Umgebung zusammengetragen wurden.

Diese Ecke hier musste leider erstmal weichen, aber im Wildgarten gibt es genug Versteckmöglichkeiten, so dass es uns nicht krumm genommen wurde. Erst vorgestern hat sich die Maus unter dem blühenden Brokkoli im Astwerk des Hochbeetes verkrochen und mir ihr Hinterteil präsentiert. Schön rotbraun mit schwarzem Strich – normalerweise höre ich sie immer nur huschen. Könnte also eine Brandmaus sein. In besagtem Hochbeet befindet sich in Bodennähe eine ebensolche Essecke. Sehr praktisch, wenn die heruntergefallenen Kirschen so schön säuberlich aufgeräumt werden 😉

Und falls jemanden der blühende Brokkoli irritiert: Der wurde so stark angefressen, dass die Ernte wegen Frassschäden ausfiel und es sollten wenigstens Dritte etwas von der Pflanze haben. Die Insekten hats gefreut und die gefrässigen Raupen.

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