Zweifädig Stricken

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sieht schon faszinierend aus. Schon beim Probieren des ersten Pullovers wurde schnell klar, dass will geübt sein. Nachausführlichem youtube-Studium entschloss ich mich zu einem Probestückchen – glatt rechts und in Runden gestrickt zum einfachen Üben der Technik.

Erste Planänderung: noch während der ersten Reihen sich überlegen, dass ein Oberteil für die kleinere Raupe daraus werden könnte. Das könnte mit Mustern in jungsfreundlichen Farben versehen werden.

Zweite Planänderung:  Nach dem Bündchen erschien die Idee mit großflächigem Muster in den kräftigen Farben zu bunt. Also erstmal munter weiter gestrickt in der Bündchenfarbe.

Neuer Plan: Nach fast schon zu vielen Runden, wurden die Maschen der Vorderseite/ Rückseite in handliche Rapporte geteilt, um mir mit Karo-Papier irgendein passendes Muster auszudenken (ich war in dem Moment gerade nicht in der Stimmung danach zu suchen). Etwa drei Maschen können in einer Farbe nebeneinander ohne die Fäden hinter der Arbeit verdrehen zu müssen. Damit wollte ich mich noch nicht beschäftigen und musste das Muster daran ausrichten.

Der petrolfarbene Hintergrund wurde normal mit der linken Hand gestrickt und das orange mit der rechten Hand nach der englischen Methode, d. h. es wird normal eingestochen und dann der Faden entgegen dem Uhrzeigersinn um die Nadel gewickelt. Das klappte diesmal erfreulich frustfrei.

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Eigentlich sollte daraus ein Pullunder werden, da müsste ich etwas hingebastelt bekommen. Der Lieblingsmann würde ja einen Pullover vorziehen. Allerdings habe ich keine Ahnung, wie ich mir passende Ärmel und Armausschnitte oder (mein Favorit) Raglanärmel dazu basteln könnte.
Hat irgendjemand dazu eine Idee und könnte mir weiterhelfen?

Mit der Rückseite bin ich übrigens auch ganz glücklich.

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Jetzt suche ich erstmal nach einer Anleitung für die Ärmel und für den Halsauschnitt. Außerdem verlinke ich heute zum creadienstag.

Strickliese

Naja, nicht wirklich. Aber dank diverser Pestillenzien in den letzten Monaten einschließlich der wundervollen Mittelohrentzündung habe ich ziemlich viel Zeit erschlagen auf der Couch verbracht. Dafür konnte ich endlich einmal meinen Wollevorrat in Angriff nehmen. Herausgekommen ist ein einfacher Loop für meine Schwester aus garantiert nicht kratziger, flauschiger Wolle und ein langer Schal für den Lieblingsmann.

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Dieses Jahr soll es auf jeden Fall noch irgendein Strickstück für mich fertig werden. Außerdem hat Schwesterchen gleich mal eine Strickjacke bestellt mit überlappenden Vorderseiten, welche oben nur durch einen Knopf geschlossen werden und angestrickter Passe als oberer Abschluss. Weiss jemand hierfür eine Anleitung?

Wolliges

Von Annette habe ich wunderschöne Wolle erhalten, die Sie mir mit Stockrose und Eichenrinde gefärbt hat. Außerdem wunderbar duftende, handgesiedete Seifen. Einen Strang musste ich gleich mal aufwickeln zu einem schicken Wollei 😉


Über Pfingsten wurde mein Ei angestrickt, wobei meine Strickkunst sich noch in dem Stadium befindet, sich bei jeder Masche auf eine möglichst gleichmäßige Fadenspannung und Maschenbildung konzentrieren zu müssen. Klappt nicht immer 100%, wie man an den leichten Wellen sehen kann. Aber es wird. In diesem speziellen Fall die Pulloverrückseite für den Großen, allerdings muss ich nach Vergleich der Stickschrift mit einem passenden Pullover für die angegebene Größe noch gut 5 cm in der Länge dazugeben. Der Rücken soll schließlich nicht bei jedem Bücken frei sein.


Stricken im Zug ist übrigens nur eine bedingt gute Beschäftigung mit Reiseübelkeit, aber besser als Lesen.

Stricken lernen, mal wieder

Stricken fand ich in der Grundschule mal interessant genug um es lernen zu wollen. Mit schwitzigen Händen die meist viel zu fest angezogenen Maschen irgendeines Polytierchens von der einen Stahlnadel auf die andere zu bekommen war doch sehr mühsam. Die Kommentare dazu, dass man nicht so verkrampft stricken soll, dass es viel gleichmäßiger aussehen muss und die Maschen würden doch von ganz alleine nach vorn rutschen, wenn die Maschen richtig gestrickt werden…und alles ist eh viel zu krumm und zu schief. Das Interesse war so schnell dahin.

Leider gibt es sooo viel schöne Wolle und das ein oder andere ansprechende Modell, welches selbst mir machbar erscheint. Also versuche ich es doch nochmal. Projekt Nr. 1 ist eine Wickelweste aus Capri Ringel – Die Wolle ist so richtig kuschelig – , die glatt rechts gestrickt wird. Sollte ich doch schaffen können. Und rechts sehen die Maschen schon größtenteils gleichmäßig aus.

Projekt Nr. 2 ist noch eine Strickweste aus unregelmäßigem Garn mit 10er Nadeln. Da würden meine Unregelmäßigkeiten zwar weniger auffallen, aber daher eignet es sich andererseits auch nicht so schön zum Üben. Außerdem komme ich beim Bund ständig mit dem Zählen durcheinander, weil ich kaum erkenne ob die Maschen gerade links oder rechts erscheinen. *hmpff*

Also immer schön anfeuern, damit die Stricksachen noch dieses Jahrhundert fertigwerden 🙂