Wartend auf Ermittlungsergebnisse

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Warten, warten, von einer Untersuchung zu nächsten über gehen. Die Zeit vergeht zäh und man verliert jegliches Gefühl für Wochentage.

Am schlimmsten ist die Unsicherheit. Solange die Ärzte immer mehr Untersuchungen anordnen ohne eine Diagnose anzuordnen, bleibt viel Raum für Schreckgespenster. Selbst über Schlaganfälle und das undenkbare haben wir uns Sorgen gemacht. Mit jedem negativen Befund werden die Gespenster etwas gezähmt, können Platz für neue machen.

Das Kind fällt derweil immer wieder mal um. Bleibt minutenlang wie ein nasser Sack liegen. Kommt plötzlich wieder hoch und lächelt in besorgte Gesichter. Afebrile Krämpfe sollen es sein. Epilepsie mit vielen Konjunktiven und offenen Fragen. Zu jung, untypischer Verlauf, unklare Befunde. Heute steht die vorerst letzte Untersuchung an: Eine Lumbalpunktion, um den Liquor hinsichtlich einiger Erkrankungen und möglicher Stoffwechselprobleme zu untersuchen. Mit etwas Glück erhalten wir morgen eine Diagnose. Ohne „könnte“.

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Wenigstens dürfen wir in untersuchungsfreien kurz dem Krankenhausalltag entfliehen und die Seele baumeln lassen. Die ersten Winterlinge und Schneeglöckchen blühen. Wecken Träume an unbeschwerte Sommertage.

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank 1.1

Nachdem letztes Jahr dem Abbau von Ufos gewidmet war, muss etwas Abwechslung her. Hierfür haben sich Yvonne von yvonet und  Monika von wollixundstoffix die Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ ausgedacht, in dessen Rahmen im Zweimonatsrhythmus Kleidung vom Laufsteg als Inspirationsquelle dient. Nach den ersten Befürchtungen ob der ausgewählten Modelle geht es sehr bodenständig los.

Ich selbst kann mich noch nicht so richtig entscheiden. Die übergroßen botanischen Drucke aus der Frühlingskollektion 2011 von Carolina Herrera find ich sehr ansprechend. Die könnte ich mir gut auf einem Sommerkleid vorstellen. (Quelle aller Fotos: pinterest.com)

Farb-und Stilberatung mit www.farben-reich.com - OLIVE....❤: Carolina Herrera Spring Summer 2011 Ready-To-Wear:

Aber auch die reduzierte Optik und die vielen Lagen aus der aktuellen Michael Kors Frühling 2017 Kollektion gefallen mir. Ich werd mir daher noch ein paar Tage Zeit nehmen für die Entscheidung und in der Zwischenzeit Stoff- und Schnittmustervorrat bezüglich der Umsetzungsmöglichkeiten prüfen.

Michael Kors | Ready-to-Wear Spring 2017 | Look 29: _kor0083: Michael Kors Collection Spring 2017 Ready-to-Wear Collection Photos - Vogue:

 

MMM – Lieblingsoutfit 2016

Mein Lieblingsoutfit 2016 ist dieser Rock, der eigentlich im Rahmen einer Rettungsaktion entstanden ist. Geplant war ein Sackkleid ohne Schnittmuster, welches sich zu einem mittelgroßen Desaster entwickelte. Also wurde umdisponiert und ein Zweiteiler genäht, wobei ich das Oberteil eher zur schmalen Hose anziehe und den Rock separat trage.

Der Rock ist von der Preen Frühlingskollektion 2013 inspiriert (Quelle der Fotos: pinterest.com), wenn auch etwas freier interpretiert, so dass sich die Herkunft der Idee nur noch erahnen lässt. Nichtsdestotrotz bin ich mit meiner Umsetzung ganz glücklich. Und der Rock zaubert jedes Mal gute Laune beim Tragen, nicht nur wenn man bei isseligem Herbstwetter ein einsamer Farbtupfer in der Landschaft ist.Ansonsten gefiel  mir gerade in der kühlen Jahreszeit die Kombination von schmalem Rock mit Grobstrickpullover. Eine gern getragene Kombination.

Preen Spring 2013: #Preen Spring 2013 - Details:

Jetzt plane ich schon an der Frühlings- und Sommergarderobe für dieses Jahr. Vielleicht lasse ich mich für einige Stücke auch wieder von den aktuellen Modenschauen inspirieren. Fendi hat es mir zum Beispiel angetan. Erfreulicherweise bin ich frisch mit reichlich Kurzwaren ausgestattet wurden. Meine Oma hat mir nämlich einen Teil ihres jahrelang gehegten Knopfschatzes geschenkt. Einige wurden unzählige Male schon wiederverwendet und immer sorgsam aufgehoben für das nächste Kleidungsstück.

Da der Knopfschatz viel zu groß ist, gebe ich gerne etwas ab für ein kleines Dankeschön für die Spenderin. Eine Einladung zu Kaffee und Kuchen, an der jeder virtuell teilnimmt, finde ich einen schönen Gedanken.

Jetzt gibt es für mich erstmal einen Tee und hoffentlich einige ruhige Minuten, um mehr Lieblingsoutfits beim memademittwoch zu bewundern.

 

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Heute ein absolut fotografierunwilliges Outfit. Zumal bei grauer Wolkendecke. Diesen Herst wollte ich mir unbedingt einen Überrock für den Winter nähen. Inspiration waren verschiedene Wickelröcke aus dem Kaufhaus. Aber auch bei Pinterrest finden sich einige schöne Exemplare z. B. hier , hier und hier. Der Schnitt basiert lose auf Modell 15 aus der Fashion Style 10/16. Die Vorderteile sind so angepasst, dass sie seitlich nur wenig überlappen und der Bindegürtel ist auch frei Schnauze. Genäht ist der Rock aus blauem Wollstoff.

Mit dem Überrock wird diesmal ein älterer Jersey-Rock (Modell 15 aus der Sabrina Woman 3/2012) tauglich für kalte Tage. Durch die geringe Überlappung ist je nach Körperhaltung mal mehr, mal weniger vom „Unter“rock zu sehen. Diesmal kombiniert mit dunkelblauem Pullover (vorn eingesteckt), dünner Strumpfhose, farblich passenden Stiefelsocken und derben Schnürstiefeletten.

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Verlinkt zum MMM

Familienzeit

Die Zeit verfliegt. Die Bäume entleeren sich immer schneller der bunt verfärbten Blätter und die morgendliche Dunkelheit verdichtet sich. Statt den Garten winterfest zu machen oder meine Nähliste abzuarbeiten, nimmt die Familienzeit mehr Raum ein.

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Der kleinen Raupe beim Wachsen, Lachen und Entdecken zusehend die Kuscheleinheiten geben die sie braucht. Ihr beim Einschlafen helfen, wenn sie es selbst vor lauter Müdigkeit nicht schafft. Aber auch, sie in kleinen zaghaften Schritten von anderer Nahrung oder der Flasche zu überzeugen. Zweisame Papazeit ist schwierig, wenn die Raupe auch schon mal nach einer Stunde wieder nach exklusivem Futter schreit.

Mit M zu Hause in kleinen Schritten üben, bei neuen Übungen nicht von vornherein aufzugeben aufgrund von überhöhten Erwartungen an sich selbst bzw. der Möglichkeit des Versagens (sprich krakeliger erster Schreibübungen). Den „Fehler“ als Teil des Übungsprozesses zu akzeptieren. Die Übungen dann auch an einem Stück durchzuziehen, selbst wenn sie nach den ersten Strichen langweilig erscheinen mögen. Bestärken, dass auch er es in der verfügbaren Zeit schaffen kann, wenn er sich selbst nicht davon abhält. Alles, ohne den bestehenden Spass an der Schule zu verlieren. Denn der ist noch da und die Lernmotivation ist groß. Die nachzuholenden Aufgaben aus dem Unterricht und der Hausaufgabenstunde werden weniger und erste für sich selbst festgestellte Erfolge erfreuen das Kind. Er scheint sich angekommener zu fühlen als noch vor kurzem im Kindergarten. M über den Schulwechsel des ersten Schulfreundes hinwegtrösten, dessen Verhaltensauffälligkeiten nie ein Gesprächsthema waren, obwohl M viel zu oft etwas persönlich nimmt. Ich wünsche mir auch öfter die Ruhe mich auf die positiven Eigenschaften meiner Mitmenschen zu konzentrieren und sie ohne hindernde Vorbehalte annehmen zu können. Es ist so viel leichter, die Stärken im Lauten und Störenden zu übersehen. Dem Großen das Gefühl geben, dass er ebenfalls ausreichend Beachtung findet und gleichzeitig an seinem Grußverhalten arbeiten. Schöne Zeiten gemeinsam verbringen. Die letzten Tage hat er M unbedingt ein neues Buch aus der Schule als Gutenachtgeschichte vorlesen wollen. Beiden zusammen auf dem Sofa in einer Decke eingemummelt war ein wundervolles, friedliches Bild.

Die offensichtlich und glücklicherweise vorhandene innere Sicherheit der Kinder erhalten. Trotz Ausgangssperre mit Polizeiwache in der Schule als für Nachbarschule ein Amoklauf angedroht wurde. Trotz Durchsage in der Schulsporthalle selbiger Nachbarschule über den Unfalltod eines Schülers sowie den Tod eines zweiten Schülers während des Sportunterrichtes. Trotz der Gedanken, die sich die Kinder manchmal über Krieg machen und über die flüchtenden Familien, die auch in ihrer Klasse lernen. In Berlin hatten die Kinder viele Fragen zu den Resten der Gedächtniskirche und der darin befindlichen Ausstellung, zu symbolischen Mauern entlang des Weges, Grenzposten, geteilten Ländern. Die Thematik wurde für sie etwas greifbarer, weniger diffus. Und es war völlig selbstverständlich, dass jemand z. B. vor Krieg hierher flüchtet. Gerade die kürzlichen Wiedervereinigungsfeierlichkeiten machten mir bewusst, wie schnell wir vergessen haben, dass Flucht vor dem politischen System oder die Zusammenführung von Familien nach willkürlicher Grenzziehung und -schließung völlig akzeptabel waren. Jetzt wird aus Angst um das Erreichte , um den Traum einer besseren Zukunft oder aus Angst vor Unbekannten diese Akzeptanz für Menschen anderer Herkunft in Frage gestellt.

Natürlich gab es vor allem viel unbeschwerte Zeit: Mitmachexperimente, Spieleabende, Lese- und Filmstunden, Entdeckungstouren, leckeres Essen. Zeit mit dem Lieblingsmann und auch mal allein genießen. Kraft tanken. Die Gedanken von der Seele schreiben. Sich Zeit für Nichts zu nehmen. Für innere Ruhe und Gelassenheit.

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Kaktusliebe

Die Jungs haben das große Bad ganz für sich allein, dass direkt über ihr Kinderzimmer zugänglich ist. Einfach, weil beide zusammen das größte Zimmer bekommen haben (aka das vom Architekten konzipierte Elternschlafzimmer). Ein schöner großer Raum mit modernen Fliesen. Ohne Einrichtung etwas nackig und trist.

Dagegen lässt sich etwas tun! Ohne Tageslicht müssen wir nur auf Kunstpflanzen ausweichen. So wachsen Sukkulenten zwischen gesammelten Steinen aus einer Olivenholzschale und eine eher drahtig wirkende Pflanze wohnt in einem Kunstwerk aus dem Kindergarten.

Hmm, wirkt noch ein wenig verloren. Also gesellen sich noch Stück für Stück weitere Pflanzen und Gegenstände dazu. Im gelben Korb sind die gesammelten Badezusätze. Übrigens ein bei den Jungs sehr beliebtes Geschenk z. B. für Weihnachten. Durch die vielen Einzelobjekte kann bei der Badreinigung immer fröhlich umdekoriert werden.

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Das Kaktusbild ist massiv von dieser Künstlerin beeinflusst. Die Kakteen sind mit Acrylfarbe auf Verpackungsreste gemalt, der Hintergrund sind ausgestrichene Pinselreste diverser Wandfarbe bzw. Streichspuren. Ursprünglich wollte ich den Hintergrund noch ergänzen und das Bild rahmen. Aber ich mag die etwas rustikalere, unvollendete Optik des Bildes ganz gern und werde es so belassen. Das Bad sieht inzwischen richtig freundlich und einladend aus, ohne dass es ins kindliche abtriftet.

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verlinkt zum creadienstag.

Luftiges Sommeroberteil

Heute wird ein improvisiertes luftiges Oberteil probegetragen, welches für mich eine  ungewohnte Form hat. Seit einiger Zeit experimentiere ich mit neuen Schnitten und Silhouetten. Ein größerer Teil meiner Outfits lässt sich nämlich am positivsten als pragmatisch beschreiben. Ziel der Experimente ist dem ganzen Pragmatismus einen schickeren Anstrich zu geben. Ein wenig femininer dürfen die Outfits mit Hosen dabei auch wirken.

Weite fließende Oberteile gehören bisher noch nicht zur Standard-Garderobe genauso wie schmal geschnittene Hosen. Aus weich fallenden Stoffen kann ich mir jedoch nach dem ersten Test durchaus weitere Exemplare vorstellen. Der Schnitt ist improvisiert mit einem überlappenden Oberteil aus Baumwolle und weißer Viskose sowie einem längeren Rückenteil aus beigefarbener Viskose. Der obere Teil ist hinterfüttert, da der Baumwollstoff zu durchscheinend ist.

Theoretisch kann das Oberteil auch mit diesem Rock getragen werden, der den Blumenstoff und die beigefarbene Viskose wiederaufgreift. Beide Teile sind als August- bzw. September-Ufo aus einem Kleiderversuch entstanden, welches sich als eher uninspirierender Sack entpuppte. Die Kombination enthält für mich ungewohnt viele Lagen. Aber gerade durch die Lagen und die unterschiedlichen Stoffe scheint es zu funktionieren, ohne wie eine unförmige kastige Fläche zu wirken (so wie einige der pragmatischen Outfits).

Mit dem Oberteil ist ein weiteres Teil der NfL-Kollektion zum Thema Märchen fertig gestellt. Der Baumwollstoff erinnert mich mit seinem leuchtenden gelben Blumen an  Schlossgärten und die reichverzierte Stoffen, die bestickt oder aus Brokat sind (wenn auch hier in 2D) sowie an die leuchtende Farben der Märchengewänder. Dazu gab es einen für beide Teile einen extravaganten Schnitt und für das Oberteil eine kleine Schleppe. Die ist schließlich obligatorisch 😉

verlinkt zum MMM