Brachfläche im Herbst

Steinzeit – Warum ich Gartensteine sammle und meine Sammelstellen

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Brachfläche. Herbstgras an Ziegelstein

Am Anfang war das Ärgernis. Steine! Die immer mal wieder ohne erkennbaren Grund auf eh schon suboptimalen Fußwegen oder mitten auf der Wiese lagen. Nicht irgendwelche schönen runden Kieselsteine. Nein! Pflastersteine, teilweise richtige Klopper mit ca. 15 cm Kantenlänge. Betonsteine. Ziegelsteine.

Der Anfang

Anfangs wurden die Steine noch aus dem Weg geräumt. Reicht schließlich, wenn einer drüber stolpert oder mit dem Kinderwagen drumherum kurvt. Ein wenig Mitleid stellte sich ein.

Irgendwann entschied ich diesen Steinen (oder zumindest einem Teil von ihnen) ein Asyl zu geben und sie in meinem Garten sinnvoll weiterzuverwenden.

Darf man das offen zugeben? Wer sammelt schon Müll? Aber ist es nicht auch wichtig, Vorhandenes zu nutzen statt neue Materialien zu produzieren? Inzwischen überwiegt eine gewisse Befriedigung, liegengebliebenen Dingen in einem bescheidenen Ausmaß einer sinnvollen Weiternutzung zuzuführen.

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Ein paar Metern neben den oben gezeigten Ziegelsteine recken sich Robinien der Sonne entgegen. Irgendwann soll ein Bauzaun stehen, um Nachzuverdichten.

Gute Sammelstellen

Gesammelt werden nur Steine, die wirklich achtlos abgekippt bzw. liegen gelassen wurden. Mit der Zeit kristallisieren sich einige gute Fundstellen heraus, die sich auch mit wenig Aufwand nutzen lassen.

  • Die hinteren Ecken im Schuppen. Also das Material, welches irgendwo abgelegt wurde. Im eigenen Garten oder bei der Verwandschaft. Im unserem Fall fanden sich unzählige Betonsteine, die beispielsweise als Trockenmauer eine neue Bestimmung fanden.
    – Sehr ergiebig. Es ist umglaublich, was alles auf Halde liegt, weil es irgendwann mal gebraucht werden könnte (aber doch nicht genutzt wird). –
  • Spaziergänge. Zumindest hier findet man immer wieder Steine am oder auf dem Fußweg, die sonstwo herkommen. Teilweise sind sie im wörtlichen Sinne vom Laster gefallen (So fielen regelmäßig Steine an einer Kurve zu einer größeren Baustelle an).
    – So kann man das angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Beutel nicht vergessen. –
  • Auf öffentlich zugängliche Brachflächen findet sich auch der ein oder andere Stein.
    – Eher etwas für umtriebige Spaziergänger, aber teilweise recht ergiebig. –
  • Bei Abbruch- und Umbauarbeiten in der Umgebung kann man auch nach Material nachfragen. So bin ich schon an ein paar Bruchsteinplatten gekommen, die ich hochschwanger als neue Trittsteine in mehreren Gängen in den Garten getragen habe. (Mutterboden hätte ich auch gleich noch abtransportieren können).
    – Auch mit wenig Energie lassen sich tolle Zufallsfunde machen. Und die Materialien erhält man oft zu kleinem Preis oder sogar umsonst. –

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Verwendung

Mit den gesammelten Materialien kann ich selbst bei knappem Budget Ideen umsetzen, die sonst so nicht möglich wären. Natürlich ist die Auswahl deutlich gegenüber einem Baumarkt eingeschränkt und etwas Vorlauf gehört ebenfalls dazu. Andererseits entstehen auf diese Weise kreative Umsetzungen, auf die ich sonst nicht gekommen wäre.

Eingesetzt werden die gesammelten Materialien bei mir für Hochbeete und Beetbegrenzungen, Sitzplätze und mehr. Ideen sind noch reichlich vorhanden, für neue Funde.

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Trockenmauer aus Betontrittsteinen


Sommerurlaub mit Kindern – Harz I

Für den Sommerurlaub waren dieses Jahr Berge gewünscht. Das übliche Wunschkonzert mit schöner Umgebung, wandertauglich und trotzdem mit Alternativzielen sowie in angemessener Entfernung. Die Entscheidung fiel dieses Jahr auf den Oberharz (eine Woche vor der Sintflut).

Harzurlaub (66) Brockenwanderung

Einen der sonnigeren Tage nutzten wir für die Wanderung zum Brocken, allerdings nicht die kurze Strecke sondern die landschaftlich reizvollere von Torfhaus aus durch moorige Landschaften und „Silberwald“. Die Existenz verdankt der Wald einem Sturmschaden. Aufgrund einer geplanten Ausweisung als Nationalpark entschied man sich für eine selbstgesteuerte Erneuerung anstelle einer Wiederaufforstung. Das führte zu einem relativ großen Schaden durch Borkenkäfer aber andererseits kann man die natürliche Regeneration wunderschön beobachten. Grundsätzlich bevorzugen wir die naturnahen Wanderwege. Der befestigte Weg entlang der Dampflok war auch noch sehr angenehm, mit Tümpelchen, Mini-Bächen und Heidelbeeren gesäumt. Lediglich auf die Asphaltstraße auf dem letzten Kilometer, auf der alle Wanderströme zusammenkommen hätten wir gern verzichtet.

Geschätzte neunzehn Kilometer war unser Wanderweg mit einem Schlenker ums Moor herum lang. Die Jüngste ließ sich dabei in der Rückentrage kutschieren.

Für kürzere, naturnahe Strecken wären um und im Torfhausmoor einige Wanderwege verfügbar, die auch verschiedene Landschaftseinblicke ermöglichen. Oder man schont die Füße und genießt die Landschaft von der Dampflok aus. Vor den Preisen der Brockenbahn sei allerdings gewarnt. Östlicher, in Richtung Wernigerode, wird es günstiger.

Harzurlaub (67) BrockenwanderungHarzurlaub (68) BrockenwanderungHarzurlaub (78) BrockenwanderungHarzurlaub (73) BrockenwanderungHarzurlaub (83) BrockenwanderungHarzurlaub (86) Brockenwanderung

verlinkt zum Naturdonnerstag


Essecke im Garten

Die Neugestaltung der Gierschecke schreitet langsamst voran, dafür finden sich immer wieder schöne Momente zum Innehalten. Wie die aufgedeckte Essecke, in der fein säuberlich unsere Kirschkerne sowie Haselnüsse und Walnüsse aus der Umgebung zusammengetragen wurden.

Diese Ecke hier musste leider erstmal weichen, aber im Wildgarten gibt es genug Versteckmöglichkeiten, so dass es uns nicht krumm genommen wurde. Erst vorgestern hat sich die Maus unter dem blühenden Brokkoli im Astwerk des Hochbeetes verkrochen und mir ihr Hinterteil präsentiert. Schön rotbraun mit schwarzem Strich – normalerweise höre ich sie immer nur huschen. Könnte also eine Brandmaus sein. In besagtem Hochbeet befindet sich in Bodennähe eine ebensolche Essecke. Sehr praktisch, wenn die heruntergefallenen Kirschen so schön säuberlich aufgeräumt werden 😉

Und falls jemanden der blühende Brokkoli irritiert: Der wurde so stark angefressen, dass die Ernte wegen Frassschäden ausfiel und es sollten wenigstens Dritte etwas von der Pflanze haben. Die Insekten hats gefreut und die gefrässigen Raupen.

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verlinkt zum wunderbaren Naturdonnerstag


Vom Laufsteg in den Kleiderschrank 5.1

Die neue Runde startet und mir ist nach einmummeln und mit einer heißen Tasse Tee die Farbe genießen. Konsequenterweise bleibe ich vor allem an den Beispielen mit dicken Pullovern und Schichtenbildung hängen. Gedanklich bin ich bei Outfits von Stella Jean aus der HW-Kollektion 2014 (Bildquelle: Vogue) hängen geblieben. Ich mag vor allem, wie die Farben strahlen, ohne dass man davon gleich erschlagen wird. Wundervoll passend zur herbstlichen Stimmung und der beginnenden Blätterfärbung.

Stella Jean Fall/Winter 2014 Trunkshow Look 12 on Moda Operandilaufsteg_4-1_kombi_1

Ein Waxprint wäre im Vorrat vorhanden (ein feiner Tauschstoff), wenn auch in etwas gedämpfteren Farben. Alternativ ein Baumwollstoff mit Blumen. Dazu passen würde ein himmelblauer Baumwoll-Piqué.

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Dieses Outfit ist etwas ruhiger, aber trotzdem interessant. Es gäbe einen blaugrün-kariertem Baumwollstoff im Vorrat für das Kleid. Dazu könnte ein grüner Ringel-Jersey und die geblümte Viskose kombiniert werden. Der etwas dickere braune Wollstoff wäre ein Kandidat für eine Übergangsjacke.

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Dieses Outfit leuchtet wieder deutlich stärker. Für die Hose wäre ein kobaltblauer Baumwollstretch vorhanden. Das Oberteil könnte ich unifarben aus Sweat gestalten (evtl. mit Applikation) oder ich müsste noch passendere Stoffe organisieren. Für die Jacke wäre ein orangener Strickstoff ggfs. kombiniert mit pinker Wolle im Angebot.

Farblich mein Favorit, aber aus dem Vorrat nicht ohne weiteres realisierbar. Es gebe einen rotbraunen Cord im Vorrat, der deutlich dunkler wäre und einige Strick/Jersey-Kandidaten, aus denen vielleicht das Oberteil gestückelt werden könnte.

Kleidermäßig könnte ich einen Ottobre-Schnitt abwandeln. Insbesondere für die Schluppenbluse muss ich noch einen passenden Schnitt suchen. Welches der Outfits ich letztendlich nach der Sommerpause angehe (das Streifenkleid muss ich ja auch noch zeigen), wird sich in der nächsten Woche entscheiden. Vorerst lasse ich mich von den Themen der anderen Mitstreiter inspirieren.

 


Hochbeetumrandung aus wiederverwerteten Pflastersteinen und Totholz

Im Wildgarten – Beetumrandung und Gartenbank aus Fundstücken

Im Wildgarten bin ich immer noch am Gierschroden und -jäten, je nachdem wie es die Zeit erlaubt. Eine zähe Sache. Da sind Zwischenprojekte zur Motivationssteigerung nicht verkehrt.

Im Garten hat sich einiges an Material angesammelt bzw. wurde durch die Rodung wieder verfügbar:

  • Eibenäste und -zweige von der ehemaligen Monsterhecke
  • Kirschäste und -zweige vom Verkleinern der Süsskirsche
  • Forsythia vom Auslichten der Zaunhecke
  • große Betonplatten, dien vor Unzeiten als Rasenweg verlegt wurden, die fand ich letztes Jahr unvermutet beim Ausheben eines Beetes unter der Wiese wieder
  • kleinere Betonplatten, die als Trittsteine verwendet wurden waren
  • Ziegel und Steine von diversen Baustellen, die anschließend nie entsorgt wurden

Zuerst wurde ein Teil der geplanten Freifläche mit dem stärksten Unkrautvlies abgedeckt, dass sich auftreiben ließ. Darauf kam Rindenmulch und  Trittsteine (die allerdings provisorisch sind). Eine Freifläche kann eine Sitzmöglichkeit gut gebrauchen. Also entstand eine kleine Bank aus Beton, Ziegel und einem alten Fensterladen der Gartenlaube (der schon Jahre vor uns hinter der Laube gelagert wurde). In die Bank wollte ich unbedingt einen Totholzhaufen integrieren, da ich durch meine Rodung einige Verstecke der Mäuse zerstöre, in denen sie Kirschkerne und Nüsse knabberten. Für den Totholzhaufen wurde Eibe und Forsythia auf die Banktiefe gekürzt und zwischen den Steinen aufgeschichtet.

gartenbank mit totholz

Das Hochbeet hinter der Gartenbank steht ebenfallsauf dem Unkrautvlies und ist mit Heckenschnitt und gierschfreier Erde befüllt. Einziehen durften schon Astern, Helenium und Rutenhirse. Im großen Topf daneben steht Ghislaine de Feligonde unter Quarantäne.

mäuerchen

Die Freifläche wurde im Laufe der Rodung 15-20 cm tiefer gelegt, die Erde türmte sich auf der einen Seite und musste langsam abgestützt werden. Dafür kamen Eibe, Kirsche, Forsythia, Restholz und verschiedene Steine zum Einsatz. An Einzelstellen konnte sogar ein Hochbeetbausatz aus Kunststoff wiederverwendet werden, der kurz davor war in der gelben Tonne zu landen. Zugegebenermaßen ist der Kunststoff nicht so hübsch, aber zum einen möchte ich mit den verfügbaren Materialien soviel wie möglich von meinen Wunschvorstellungen umsetzen und zum anderen lässt sich der Kunststoff durch die Platzwahl und/oder Pflanznachbarn ein wenig abmildern.

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In diesem Beet ist eine Kombination aus Nutzpflanzen, Duft- und Tastpflanzen an den Randbereichen geplant.  Dazwischen und oben auf den „Hügel“ dürfen verschiedene Farbtupfer mit möglichst langen Blühzeiten einziehen. Mit den vorgesehenen Frühjahrsblühern und Stauden dürfte in diesem Beet eigentlich nur im Juni eine kleine Blühpause entstehen. Die Bepflanzung wird allerdings erst nächstes Jahr vervollständigt, da ich einige Pflanzen wie Bronzefenchel  aus Samen ziehen möchte. Vereinzelte Stauden und die Frühjahrsblüher dürfen aber noch diesen September ins Beet. Schließlich bin ich auch ein weinig ungeduldig und möchte ein Beet mit sprießenden Pflanzen anstelle eines Erdhaufens mit auflaufendem Unkraut betrachten.


Wider dem Giersch – Die Rodung im wilden Garten

Der wilde Garten musste in der letzten Schwangerschaft und Elternzeit zugegebenermaßen etwas zurückstecken. Das freute insbesondere den vom Vorbesitzer schon durch Ignoranz gesegneten Giersch. Er spross gar fleissig und auch vereinzelte Jätetage konnten nicht viel ausrichten. Er bedrängt alle gewollten Pflanzungen und bekämpft einige auch recht wirkungsvoll. Kann hier noch jemand die Stachelbeere finden? Der in der Nähe befindliche Rhabarber ist inzwischen ein Opfer des Gierschs geworden (geschwächt durch den Lichtmangel durch schneller und höher wachsendem Giersch).

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Und auch hier: Alles sieht schon grün und üppig aus, aber aus jeder eingewachsenen Staude spriest es fleissig… Bei der letzten Jäteaktion war ich so frustriert, dass nun ein etwas radikalerer Ansatz zum Tragen kommt. Der wilde Garten wird im schlimmsten Bereich gerodet, alle von Giersch durchzogenen Wurzelballen der Stauden werden entsorgt und alle Wurzelstückchen denen ich bis in 20 cm Tiefe habhaft werden kann.  Das ist schmerzhaft, da einige sehr gut etablierte Pflanzen hierunter fallen bzw. durch die Maßnahme zu stark geschädigt werden. Phlox, Iris, Reitgras und Schneemarbel, Pimpinelle, zwei Stauden-Pfingstrosen, Heuchera, Glattblattaster und Akelei…. Aber diese rund 30 m² sind einfach zu stark durchsetzt.

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Die Arbeit findet im Moment in kleinen freien Zeitfenstern statt, meist an sehr heißen oder an Regentagen. Aber es hilft alles nichts. Die ebenfalls auf der Fläche befindliche Berberitze muss bis zum Oktober warten, bis sie angerührt wird.

Zur Aufmunterung ist der Wiederaufbau schon geplant. So ergibt sich die Möglichkeit, zusätzliche Nutzpflanzen zu integrieren sowie die Pflanzung hinsichtlich Blühzeiten und Struktur tierfreundlicher zu gestalten. Es gibt folglich auch positive Aspekte. Schön wären:

  • Eine Teilabdeckung mit sehr starkem, wasserdurchlässigem Unkrautvlies mit Mulchabdeckung
  • zwei Hochbeete auf dem Vlies u. a. mit Astern, Helenium und Gräsern. Für beide muss noch torffreie Erde organisiert werden, der Kompost gibt nicht genug her.
  • die Rettung einiger Pflanzen in Töpfen als Quarantänemaßnahme
  • ein weiterer Totholzhaufen und kleine Mäuerchen.
  • Eine größere Blühwiese unter der Kirsche als Erweiterung der bestehenden Fläche.
  • Ein neubepflanzte Freifläche. Hier muss durch regelmäßiges Jäten, der Restbestand und neu auflaufender Giersch beseitigt werden. Da steckt noch lange Arbeit drin. Aber der Garten soll nicht nur aus abgedeckter Fläche bestehen und ein Komplettaustausch des Bodens ist nicht drin.

Budgetbedingt soll der Anteil an Neukäufen möglichst gering sein, insbesondere da Bio-Pflanzen der Vorzug gegeben wird. Der Rest soll durch fleissige Teilung/Ableger/Sämlinge von Garten und Balkon oder durch Samenzucht kostengünstig generiert werden. Die Bestellungen werden auf Nutzpflanzen und auf Pflanzen zur Verlängerung der Blühzeiten begrenzt. Außerdem müssen eventuell die Rosen der Kinder ersetzt werden.

Bisherige Investition – ca. 330 EUR:

  • Unkrautvlies 1,15×20 m (das starke Unkrautvlies schlägt ordentlich zu Buche)
  • je drei große und drei mittlere Töpfe
  • ein Frust-Gras
  • zwei Hochbeete 120x80x39 cm
  • Astern, diverse Ziest, Lavendel, Weiße Melisse, Helenium
  • (Erweiterung der Nisthilfe)

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank 3.2

Bevor es an die Details geht, möchte ich erst noch das Outfit der letzten Runde nachreichen. Eine Kreuzung aus Outfits mit Lochstickerei und Dolce & Gabbana, deren Inspiration hier nachzulesen ist. Dort kann man auch die Schnittdetails ein wenig besser erkennen, die hier auf dem Foto doch etwas verschluckt sind.

Der Rock nach dem Schnitt Math Teacher aus der Ottobre ist aus Baumwolle mit Lochstickerei und einem Futter aus feiner Bettwäsche vom Speicher der Verwandschaft, die passte nämlich hervorragend. Aufgrund der Lochstickerei habe ich die Eingrifftaschen weggelassen, ansonsten wurde der Schnitt ohne Änderungen genäht.

Neben der üblichen Schulteranpassung am Blazer habe ich mit Hilfe von zwei Probeteilen noch folgende Änderungen vorgenommen:

  • Abnäher 1 cm verkürzt
  • Taile vorn nach oben gezogen
  • Blende vorn noch etwas verbreitert
  • Halsausschnitt im Nacken etwas eingenommen
  • Schösschen etwas mehr ausgestellt.

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Des Weiteren habe ich zum ersten Mal Schulterpolster (nach dem Tutorial von Nahtzugabe) eingenäht – mit sitzt es einfach besser – und gelernt, dass man bestimmte Anpassungen vor dem Einnähen der Schulterpolster austesten sollte. Die Schulteranpassung hätte noch größer sein können. Zudem wäre eine stärkere Einlage für den Beleg von Vorteil gewesen. Aufgetrennt wird aber nicht mehr, da ich bei dem Pikee ein zu starkes Verziehen des Stoffes befürchte.

Trotz aller Meckerei fühle ich mich in dem Outfit sehr sommerlich und in der Kombination mit Blazer sehr sachverständig. Muss ja auch, wo ich jetzt im Mai meine Sachverständigenausbildung für brandschutztechnische Bau- und Objektüberwachung abgeschlossen habe. Jetzt ist wieder mehr Zeit zum Nähen und die Familie ist froh, dass ich abends wieder ansprechbarer bin.

Nach diesem langen Exkurs nimmt sich der Statusbericht für die aktuelle Laufstegrunde recht kurz aus. Am Montag ist der Kleiderstoff angekommen: eine Baumwollleinenmischung in gelbweiß. Interessante Patches haben sich inzwischen auch gefunden, da ist jedoch noch ein Teil mit maritimeren Themen in der Post. Die Verteilung wird dann am fast fertigen Objekt erprobt werden.

Als Schnittmusterbasis wird das Modell Nr. 8 aus der Nähtrends 1/17 dienen. Ein langärmeliges Shiftkleid mit Brustabnähern. Da werd ich versuchen über die Seitennähte etwas mehr Taille zu zaubern und außerdem unten einen Volant ergänzen. Die Ärmel müssen natürlich auch gekürzt werden. Inwieweit das Kleid ein Futter benötigt, wird sich nächsten Monat zeigen.

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verlinkt zum MeMadeMittwoch und weils farblich so schön zum Monatsweiß passt zu Tweed & Greet