In Arbeit – Hemdbluse mit verdeckter Knopfleiste

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Im Rahmen der Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ wollte ich eine Bluse mit überlangen Manschetten nähen, ähnlich dieser Inspiration. Schnittgrundlage ist die Hemdbluse Modell 10 aus der nähtrends 3/16. Folgende Änderungen sind eingeplant:

  • Die Manschetten werden deutlich vergrößert, um der Inspiration näher zu kommen.
  • Die Länge wir um 14 cm gekürzt, damit es eher Bluse als Kleid wird. im Original geht es etwa bis zur Hälfte des Oberschenkels
  • Ich bin noch unsicher, ob der Kragen ebenfalls stärker betont wird.
  • Bei den Brusttaschen bin ich unschlüssig. Diese werden erstmal aufgelegt, bevor ich mich endgültig entscheide.

Genäht wird die Bluse aus einer wunderbar griffigen Baumwolle in gewagtem blassblau. Die Farbe ist in zweierlei Hinsicht ein Experiment. Zum einen aufgrund meiner hellen Hautfarbe, die selbst im Sommer wenig bräunt. Zum anderen probiere ich einen ungewohnte Muster- und Farbmix aus und verlasse so die gewohnten Pfade. Vor meinem inneren Auge passen ein Rock aus dem Baumwollsatin, Pullunder aus dem geblümten Viskosestrick und der Hemdenstoff trotz allem zusammen und vor allem zum Inspirationsoutfit.

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Vom Laufsteg in den Kleiderschrank 1.1

Nachdem letztes Jahr dem Abbau von Ufos gewidmet war, muss etwas Abwechslung her. Hierfür haben sich Yvonne von yvonet und  Monika von wollixundstoffix die Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ ausgedacht, in dessen Rahmen im Zweimonatsrhythmus Kleidung vom Laufsteg als Inspirationsquelle dient. Nach den ersten Befürchtungen ob der ausgewählten Modelle geht es sehr bodenständig los.

Ich selbst kann mich noch nicht so richtig entscheiden. Die übergroßen botanischen Drucke aus der Frühlingskollektion 2011 von Carolina Herrera find ich sehr ansprechend. Die könnte ich mir gut auf einem Sommerkleid vorstellen. (Quelle aller Fotos: pinterest.com)

Farb-und Stilberatung mit www.farben-reich.com - OLIVE....❤: Carolina Herrera Spring Summer 2011 Ready-To-Wear:

Aber auch die reduzierte Optik und die vielen Lagen aus der aktuellen Michael Kors Frühling 2017 Kollektion gefallen mir. Ich werd mir daher noch ein paar Tage Zeit nehmen für die Entscheidung und in der Zwischenzeit Stoff- und Schnittmustervorrat bezüglich der Umsetzungsmöglichkeiten prüfen.

Michael Kors | Ready-to-Wear Spring 2017 | Look 29: _kor0083: Michael Kors Collection Spring 2017 Ready-to-Wear Collection Photos - Vogue:

 

MMM – Lieblingsoutfit 2016

Mein Lieblingsoutfit 2016 ist dieser Rock, der eigentlich im Rahmen einer Rettungsaktion entstanden ist. Geplant war ein Sackkleid ohne Schnittmuster, welches sich zu einem mittelgroßen Desaster entwickelte. Also wurde umdisponiert und ein Zweiteiler genäht, wobei ich das Oberteil eher zur schmalen Hose anziehe und den Rock separat trage.

Der Rock ist von der Preen Frühlingskollektion 2013 inspiriert (Quelle der Fotos: pinterest.com), wenn auch etwas freier interpretiert, so dass sich die Herkunft der Idee nur noch erahnen lässt. Nichtsdestotrotz bin ich mit meiner Umsetzung ganz glücklich. Und der Rock zaubert jedes Mal gute Laune beim Tragen, nicht nur wenn man bei isseligem Herbstwetter ein einsamer Farbtupfer in der Landschaft ist.Ansonsten gefiel  mir gerade in der kühlen Jahreszeit die Kombination von schmalem Rock mit Grobstrickpullover. Eine gern getragene Kombination.

Preen Spring 2013: #Preen Spring 2013 - Details:

Jetzt plane ich schon an der Frühlings- und Sommergarderobe für dieses Jahr. Vielleicht lasse ich mich für einige Stücke auch wieder von den aktuellen Modenschauen inspirieren. Fendi hat es mir zum Beispiel angetan. Erfreulicherweise bin ich frisch mit reichlich Kurzwaren ausgestattet wurden. Meine Oma hat mir nämlich einen Teil ihres jahrelang gehegten Knopfschatzes geschenkt. Einige wurden unzählige Male schon wiederverwendet und immer sorgsam aufgehoben für das nächste Kleidungsstück.

Da der Knopfschatz viel zu groß ist, gebe ich gerne etwas ab für ein kleines Dankeschön für die Spenderin. Eine Einladung zu Kaffee und Kuchen, an der jeder virtuell teilnimmt, finde ich einen schönen Gedanken.

Jetzt gibt es für mich erstmal einen Tee und hoffentlich einige ruhige Minuten, um mehr Lieblingsoutfits beim memademittwoch zu bewundern.

 

Januar – Inspiration

1 Jahr – 12 Outfits

Dieses Jahr möchte ich jedem Monat ein Nähthema zuordnen, nachdem das monatliche Arbeiten letztes Jahr recht erfolgreich war. Das Thema wird immer ein Outfit aufgreifen, welches ergänzt, verändert, verfeinert oder erschaffen werden soll, damit Lücken im Schrank gefüllt werden, neue Kombinationen entstehen und vielleicht auch einige extravagantere Teile zum Experimentieren einladen.

Januar – Wärmendes zum Einkuscheln

Das neue Jahr grüßt mit Frost und Schnee und weckt das Bedürfnis nach heißem Tee und Kleidungsstücken zum Einkuscheln. Zumindest für die dünneren Oberteile hätte ich gern einen neuen Cardigan, Strickjacke, Weste etc., da die vorhandenen Exemplare ersetzt werden müssen. Vorwiegend werden dazu schmalere Hosen und Röcke (knielang) getragen, so dass das Oberteil auch etwas länger sein kann. Auch offene Jacken tun dem Kuschelfaktor keinen Abbruch, sofern sie sich vorn zusammenraffen lassen.

Auf Pinterest (Quelle für alle gezeigten Bilder) wurden erste Ideen gesammelt. Von diesen dreien gefallen mir sowohl Schnitt als auch Muster.

Floral Fringe Cardigan by The Sweetest Thing: Sarah from Bluewater adores this pared down, boho look - http://www.oasis-stores.com/fcp/content/My-Personal-Stylist-booking/content: 4. #Oversized Cardigan - 26 #Fabulous Outfits to Wear with #Streetstyle Hats…:

Aber auch einfarbig finde ich ähnliche Schnitte sehr ansprechend.

Stripes + printed clutch.: Flughafenlook von Rosie Huntington-Whiteley ♥ lässige Lederhose mit grauem Shirt und Accessoires in Beige ♥ Lust auf den Look? ♥ ♥  http://stylefru.it/s755810 ♥ ♥: Fall fashion | Belted brown wrap cardigan with heels and tote bag:

Mit diesen Bildern werde ich mal Schnittmuster und Stoffe nach Umsetzungsmöglichkeiten prüfen. Bis Ende Januar soll dann das Kleidungsstück vollendet sein.

WKSA – Finale

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Das Weihnachtsoutfit 2016 besteht aus einem dunkelblauem Wollrock mit hoher Taille und einem kastigen Oberteil. So lassen sich beide Teile am besten in den Alltag integrieren und einen Winterrock zum Kombinieren habe ich auch gleich.

  • Schnitt Rock: Nähtrends 08/16 Modell 23
  • Änderungen Rock: An Hüfte und Taille etwas zugegeben, Nahttasche hinzugefügt, begradigten Futterrock mit seitlichen Schlitzen genäht
  • Stoff Rock: Wollstoff (gestrickt) und elastisches Futter
  • Schnitt Oberteil: Nähtrends 08/16 Modell 22
  • Änderungen Oberteil: am Probeteil mit angepassten Schultern war zuviel Stoff oberhalb der Brust, daher ohne Änderung genäht. Im Nachgang wäre etwas mehr Weite im Bereich der Hüfte schön gewesen.
  • Stoff Oberteil: gewebter Karostoff und Viskosejersey für die Ärmel

Mit dem Rock bin ich ganz zufrieden, den werde ich sicherlich die nächsten Monate oft tragen. Mit dem Oberteil dagegen muss ich noch warm werden. Ich zuppel die ganze Zeit daran herum, weil es doch nicht richtig oder zumindest ungewohnt sitzt. Darum ist es auch nicht festlich geschmückt, dabei habe ich eine kleine blaue Eulenbrosche, die perfekt passen würde. Reserven für weitere Anpassungen hat das Oberteil nicht. Ich werde es also einige Male tragen und sehen, ob das Tragegefühl besser wird oder an welcher Stelle vielleicht doch durch Austausch oder Keil etwas gerettet werden kann/muss.

Allen anderen Mitnäherinnen wünsche ich besinnliche und friedliche Feiertage.

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Jahreszeitenbild mit Werken von M, die in den letzten Wochen entstanden sind.

Verlinkt zum MMM

 

MMM -Paillettenrock fürs Varieté

Diesen Monat ging es als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk ins Varieté, während die Kinder zu Hause gehütet wurden. Passend zum Anlass gab es eine Paillettenrock und eine Stola aus Kunstpelz. Quasi mein Vorweihnachtsrock.

Der Rock basiert auf Modell 11 aus der Fashion Style 4/16 aus einem dehmbaren Jersey mit größeren Pailletten im Lederlook und kleineren Metallpailletten. Zugeschnitten wurde quer zum Fadenlauf, damit die Zacken an der Webkante als Saum dienen konnten. Der Rockbund wurde so angepasst, dass die Pailletten eingefasst sind. Anstelle eines Gehschlitzes bekam der Rock einen seitlichen Schlitz spendiert, welcher bis knapp übers Knie reicht. Daher ist der Rock nur halb gefüttert. Nähen ließ sich das Projekt relativ gut, aber ich habe Ewigkeiten damit zugebracht, die Pailletten aus den Nahtbereichen zu entfernen ohne dabei den Nylonfaden zu zerschneiden oder zuviel Trägerstoff zu exponieren. Bei Gelegenheit werde ich die Nahtzugaben nochmal mit Satinschrägband einfassen, da die Pailletten am Gehschlitz manchmal hängen bleiben und mir dadurch die Strumpfhose beschädigen.

Die Stola ist ein langhaariger Kunstpelz, der einmal über die gesamte Stoff mit einem dünnen Baumwollstoff verkürzt wurde. Im Nachgang könnte sie noch länger sein, aber es reicht. Garniert wurde das ganze noch mit einer Clutch aus Wolle und Kunstleder, stabilisiert mit Wollfilz. Das Abend-Makeup müsst ihr euch heute dazu denken.

Plangemäß soll der Rock das ganze Jahr über getragen werden und zwar nicht nur als Ausgehoutfit. Mit Pullovern oder ganz wild im Mustermix gefällt er mir auch ganz gut.

Verlinkt zum MMM.

 

 

Nix für Lemminge – Finale

Das Jahr neigt sich dem Ende und damit auch die diesjährige Aktion Nix für Lemminge. Zeit für ein Fazit.

Ich hatte mir zwei Themenblöcke überlegt. Zum einen Nachtwäsche im weitesten Sinne unter dem Stichwort „Prinzessin auf der Erbse“. Geschafft habe ich ein Schlafkleid sowie einen Unterkleid auf Basis von V8888. Geändert habe ich das „Ober“teil, Träger, Rücken und die Länge. Nach vielen Anpassungen ist auch ein Still-BH entstanden. Nette Idee, aber so gar nicht mein Schnitt. Zudem schwankt die Körbchengröße dermaßen stark über den Tag, dass ein unlaminierter BH optisch kaum bestehen kann. Der Rest zu diesem Thema verlief im Sande und wird vielleicht nächstes Jahr weiter verfolgt.

Die Oberbekleidung stand unter dem Stichwort „Im Wald“. Zugrunde lag die Überlegung, dass sowohl die Kleidung der Armen und der Reichen zu einer bestimmten Zeit ähnlich waren und durchs Schichten dem Wetter angepasst wurden. Daraus sollte ein modernes Baukastensystem für ganzjährige Ausflüge in Wald, Feld und Flur sowie das heimische Kinderzimmer abgeleitet werden. Die Basis sollte ein ärmelloses Kleid bzw. ein Zweiteiler bilden, kombiniert mit Shirts/Pullovern/Cardigans/Ponco/Mantel/Winterrock etc. Zurechtgelegt hatte ich mir Stoff in verschiedenen Rosa- und Minttönen sowie passende Kombinationsstoffe, da die Kleidung leicht wirken sollte und so eine ausreichend großer Stoffstapel gebildet werden konnte.

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… und da fingen die Probleme an. Mit Baukasten und der Stoffkombination wurde ich nicht richtig glücklich. Bei der Schnittanpassung wollte ich meist zuviel auf einmal und irgendwie kam mir alles immer belangloser und wenig märchenhaft vor. Es stellte sich eine Denk- und Schaffensblockade ein. Die Motivation war am Ende.

Irgendwann begann ich wieder für das Thema zu nähen, aber eher mit einzelnen Anlehnungen an die Märchenthematik: etwas besondere Stoffe, Blumen wie im Schlossgarten, das Mäntelchen der königlichen Damen, etwas ausgefallenere Roben bzgl. Stoff und Schnitt. Zur Inspiration wurden Bilder von Modenschauen und Onlinekataloge durchstöbert.

Zuerst entstand ein Kimono. Den Schnitt hab ich mir so erstellt, dass mein Meter Stoff genau dafür ausgereicht hat. Leider habe ich bei den französischen Nähten nicht aufgepasst. Es ist zuviel Spannung drin, die muss ich vor dem Tragen noch in Ordnung bringen. Es schlossen sich zwei Bleistiftröcke nach dem Schnitt „Kristy“ aus der LMV 6/15 an. Der erste wurde noch nach Anleitung aus grünem Schlangen-Cloqué genäht. Die zweite Variante aus mintfarbenem Glitzersweat erhielt vorn einen gewagten Schlitz. Zeitgleich entstand eine Culotte, ebenfalls nach LMV, aus korallenfarbigen Baumwoll-Satin. Die Röcke trage ich im Alltag, insbesondere den grünen. Die Culotte ist als Sommerkleidung weggepackt.

Aus oben genannter Inspiration ist mein gelber Zweiteiler entstanden. Mit diesem bin ich sehr glücklich, auch wenn ich ihn eher nicht in der Kombination sondern einzeln trage. Meine Motivation war wieder zurück.

Es entstanden mehrere dringend benötigte Oberteile, die besondere Stoffe oder Blumen thematisch aufgriffen. Farblich so zusammengestellt, dass sie zu blau und ggfs. zu schwarz als Grundton passen. Stellvertretend seien das Spitzen-T-Shirt  genannt, welches in verschiedenstens Stoffkombinationen genäht wurde, sowie ein Stricktop nach Ottobre 303.

Mein extrovertierter Statement-Mantel aus beschichteten Strickstoff wartet immer noch auf Fertigstellung. Der Schnitt ist am Probeteil angepasst, der Futtermantel ist fertig, der Lieblingsmann hat mir nach meinen erfolglosen Versuchen den Reißverschluss gekürzt und der Obermantel ist auch größtenteils zusammengesetzt. Der Stoff für die aufgesetzten Taschen muss noch gewählt werden, bevor der Mantel fertiggestellt werden kann.

Dafür entstand die auch schon ursprünglich angedachte Möglichkeit, dünnere Röcke im Winter weitertragen zu können. Statt langem Winterrock zum Drüberziehen gab es jedoch einen knielangen Wickelrock aus Wolle. Zu dem Glitzerrock gesellte sich inzwischen auch ein Pullover – gleichzeitig das Probeteil für mein Weihnachtsoutfit – der den Zweiteiler vervollständigt. Ob sich das Ensemble in ungewohnter Farbe bewährt, wird sich zeigen müssen.

 

Fazit: Es wurde mehr geschafft, als bei der Blockade gedacht, wenn auch anders als ursprünglich geplant. Ich habe einiges im Umgang mit den gewählten Stoffen und zur Schnittanpassung gelernt, auf dass ich im nächsten Jahr aufbauen kann. Gemangelt hat es vor allem an der Dokumentation der fertigen Teile. Die Zeit zum Stylen und schöne Fotos schießen, musste immer hinten an stehen.

Am meisten Spass hatte ich daran, mir Fotos zusammenzustellen mit Details (Schnitt, Farbe, Material, Stimmung …), die ich in Kleidungsstücken oder Accessoires inkorporieren möchte und dies dann auch Stück für Stück umzusetzen. Zusätzlich wurden gezielt Outfits analysiert. Gerade bei schlichten Kleidungsstücken muss ich mich schon bei der Nähplanung bewußter mit dem Styling auseinanderzusetzen, um nicht wieder in die Langweilig-Falle zu tappen.

Wie weiter?

Folglich werde ich mir nächstes Jahr jeden Monat ein Outfit vornehmen, an dem ich in verschiedener Weise arbeiten möchte.

  • Nacharbeiten einer Inspiration von der Idee bis zum fertigen Outfit
  • Anlassoutfits zusammenstellen
  • bestehende Outfits ergänzen oder wandeln, um sie zu optimieren
  • Kleidungsstücken, mit wenigen Kombinationspartnern oder eingefahrenem Tragekonzept, neue Horizonte eröffnen
  • Oft getragene Farben/Muster/Schnitt ausbauen
  • fehlende Accessoires ergänzen

Angedacht ist hierbei eine wilde Mischung aus Nähen, Kaufen (neu und Second Hand) und DIY.

Danke an Alexandra für die Organisation und Inspiration.