Frühlingsgarderobe – Die Planung

Damit die Frühlingsgarderobe zusammenpasst – also die geplanten sowie die hierzu kombinierbaren Bestandsteile – musste ich meine Stoffauswahl etwas reduzieren. Neben einigen neuen Stoffen wurden insbesondere einige Streichelstoffe integriert, damit sie endlich zu dem gebührenden Auftritt kommen.

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Derzeit liegen hier die folgenden Stoffe zur weiteren Auswahl:

  • ein mintfarbener Baumwollstretch für eine 7/8-Hose
  • ein dunkelblauer Wollflanell für einen knielangen, weiten Rock
  • blau-beiger und mint-beiger Jaquard für schmalen Rock oder Etuikleid.
  • mintfarbener Baumwollersey für ein T-Shirt
  • mintfarbene Viskose mit Blumen: entweder Oberteil oder Futter für eine Schalkragenjacke
  • korallfarbener Bambusjersey für ein T-Shirt
  • korall-beiger Baumwollstoff für einen Rock
  • weißer Romanit für Oberteile
  • Blumiger Baumwollsatin für ein Etuikleid
  • ein dunkelblauer Baumwollstretch für eine 7/8-Hose
  • mintfarbener Stepp für eine Schalkragenjacke
  • pinkfarbene  roséfarbige und gelbe Viskose für Oberteile

Die Schnitte suche ich mir erst kurz vorher raus, sonst lasse ich mich von den ganzen Optionen nur wieder von meinem Plan ablenken. Teilweise werden erprobte, angepasste Schnitte zum Einsatz kommen, um die Zeit effizient zu nutzen.
Anfangen möchte ich mit der Schalkragenjacke (Schnitt steht schon) und dem Baumwollflanell (hier gibts zumindest eine Vorauswahl). Die möchte ich in der Woche nach Ostern fertig nähen.

Für die beiden Hosen plane ich ebenfalls eine Woche ein. Ich hoffe, dass sich auch die restlichen Kleidungsstücke die nächsten Monate sinnvoll eintakten lassen.

Ein wenig vorgenäht habe ich auch schon:

  • Eine Bundfaltenhose aus einem Baumwollstretch (Farbe erinnert an Beerensahneeis), die sich ungemein störisch vernähen ließ.
    Schnitt: Ottobre 5/13, Modell 11
  • zwei Kurzarm-T-Shirts aus pinkmeliertem Jersey und geringeltem Jersey
    Schnitt: Ottobre 303
  • T-Shirt mit 3/4-Arm aus einem grünen Doubleface
    Schnitt: Ottobre 303

Selbstgenähte Shirts (Kurzarm und Dreiviertelarm) und Bundfaltenhose in beerigem pink und grün

Der Investitionsbedarf hält sich erfreulicherweise in Grenzen: Leidiglich Einlagen und Reißverschlüsse müssen ggfs. besorgt werden. Stoff ist im Vorrat genug vorhanden. Allerdings kommt demnächst noch ein gelber Leo-Stoff, der sich vielleicht dazwischen schummeln wird. Ansonsten wird die Frühlingsgarderobe den Stoffabbau erfreulich befördern. Bisher dürften 2018 etwa 20 m vernäht worden sein.


verlinkt zum Spring Style Along

 

 


Frühlingsfarben auf dem Nähtisch

Farbinspiration für selbstgenähte Garderobe in dunkelblau mit farbigen Akzenten wie pink und rot

So langsam kommt der Frühling auch auf meinem Nähtisch an. So langsam ist mir nach Farbe für den kommenden Frühling. Passend zur gediegenden Arbeitsgarderobe wäre dunkelblau mit ein paar knalligen Farben eine Option.

So wirklich nach Frühling schreit das aber noch nicht, also habe ich mal ein wenig mit den Vorräten gespielt.

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Pink auf mintfarben

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oder türkis auf pink

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vielleicht doch lieber sonniges gelb-karamell

Von gedeckten Farben ist dabei nicht viel übrig geblieben. Ich will Farbe! Und eine unkomplizierte Mix-und-Match-Garderobe.

Somit werden die nächsten Nähpläne etwas bunter ausfallen. Schwerpunktmäßig wird die Bürogarderobe aufgefrischt. Also müssen die Farben mit eher klassischen Schnitten kombiniert werden. Die Kleidung soll immer noch Kompetenz und Sachverstand ausdrücken, zumal in meinem Arbeitsfeld häufig genug Verträge auch aufgrund des persönlichen Eindrucks geschlossen werden.

Benötigt werden vor allem:

  • frühlingsfrische Blazer/Cardigans
  • lange Hosen
  • 7/8 Hosen für etwas wärmere Tage
  • Etuikleider
  • passende Kombiteile, um mehrere Outfits verfügbar zu haben (hier lässt sich sicher auch einiges aus dem Bestand dazukombinieren).

Und weil es so schön passt, hüpfe ich als Nachzügler noch zum Spring Style Along, um die Frühlingsgarderobe auch systematisch umzusetzen.

 


Stadt-Natur

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Der Lene-Voigt-Park war vor dem Schneeeinbruch unser Ausflugsziel bei klirrender Kälte und dafür herrlichstem Sonnenschein: Frischlufttherapie für den kranken Familienanteil. Allerdings froren beim Fotografieren im eisigen Wind ein wenig die Finger fest und ich habe mich in meine Handschuhe eingemummelt.

Ursprünglich ein Bahnhofsgelände mitten innerhalb der Wohn- und Industriebebauung, das seit 1942 brach liegt. Mit 800 m Länge und durchschnittlich 100 m Breite eine schöne Schneise. Zu Grundschulzeiten bin ich täglich durch die schmale Fußgängerschlüppe auf die andere Seite gewechselt. Die Brache existierte nur als weißer Fleck auf dem inneren Stadtplan, da verrammelt und verriegelt.

Seit über 10 Jahren ist ein Stadtpark daraus geworden. Auf einer Seite Gabionen mit einem Birkenwäldchen. Die Rinde leuchtet wunderschön in der Sonne. Die Gabionen sind mit weiterverwerteten Ziegeln und Holzbalken gefüllt und haben ganz viele Nischen für Sitzbänke. In der Mitte betont eine Wiese mit eingestreuten Blumen die Länge des Geländes und gegenüber verstecken sich hinter Buchenhecken Spielareale für alle Altersgruppen: kleine Hügellandschaft mit Rutschen, Matschplatz mit einem alten Baumstamm als durchlöcherte Wasserbahn, liebevoll gestaltete Spielgeräte, Tischtennis, Beachvolleyball… Es gibt sogar einen festen Grillplatz und ausreichend! Müllbehälter.

Auch wenn am Rande die alte Fernwärmeleitung hervorlugt und noch einige schöne Ziegelbauten vor sich hin verfallen, ist so doch ein klein wenig Natur näher an die Stadtmenschen gerückt und schafft aller Verdichtung zum Trotz ein wenig Luft und Weite.

 

Verlinkt zum Naturdonnerstag


Stoffdiät – Märzupdate oder die Frage: Was mache ich nur aus diesen Stoffen

Diesen Monat treffen wir uns wieder zur allgemeinen Motivation beim Diäthalten. Aktuelles Thema sind die Gruselstoffe. Von den für mich wirklich gruseligen Stoffen – vor allem geschenkten und ein paar Fehlkäufen v.a. bzgl. der Materialeigenschaften – habe ich mich letztes Jahr zugunsten eines Hilfsprojektes getrennt. Es gibt jedoch noch einige Stoffe für die ich keinen richtigen Plan habe und die deswegen hier separat liegen, um die Verarbeitung voranzutreiben:

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  • 1 m eher graugrundige Seide mit Pfingstrosen (links) – da bin ich mir noch nicht sicher, ob wir wegen des hohen Grauanteils wirklich Freunde werden
  • 1 m dünne Baumwolle gelbbraungrundig (rechts) mit eher steifem Fall – das Muster ist an und für sich ok, aber aufgrund des Falls habe ich noch keinen richtigen Plan dafür. Außerdem mangelt es wahrscheinlich an Kombinationsmöglichkeiten.
  • 1 m Seide mit khakifarbenem Hintergrund mit tollem Muster (unten) – Nicht wirklich gruselig. Hier fehlt mir noch ein passender Schnitt, deswegen liegt es ebenfalls bei diesem Stapel. Ideen?

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  • Ein Baumwollsatin (ganz links): auch eher graugrundig, aber ich mag das Motiv irgendwie trotzdem. Vielleicht könnte es trotz des Standes ein Etuikleid werden?
  • von dem bunt gemusterten Baumwollsatin daneben habe ich reichlich. Mit welchem Plan ich den gekauft hatte, weiß ich nicht mehr. Einzige Ideen aktuel sind Etuikleid, 7/8-Hose oder Probeteil
  • der blau-weiß-orangene Baumwollsatin ist von meiner Oma. Eine ägyptische Baumwolle. Es ist ein ziemliches Kompliment von meiner Oma Stoff geschenkt zu bekommen. Nur leider habe ich so überhaupt keinen Plan hierfür, zumal der Stoff eher schmal liegt und nur etwa 1 m vorhanden ist.
  • ganz rechts 1 m bräunliche Baumwolle mit etwas Stand mit kleinen Vierecken. Passt eigentlich zu keinen Sachen im Schrank. Mal sehen, was sich damit anstellen lässt.

So wirklich Probleme bereitet mir jedoch eine andere Stoffkiste. Ich hatte mir ursprünglich mal vorgenommen, meine Arbeitskleidung selbst zu fertigen. Dafür haben sich diverse anthrazitfarbene Stoffe angesammelt, da diese am einfachsten verfügbar und kombinierbar schienen. Dummerweise sehe ich in Grautönen eher kränklich aus. Konsequenterweise ist die Basisfarbe inzwischen marine. Nur fügt sich die Menge der grauen Stoffe nicht in diese Basisgarderobe ein. Dafür sind die Stoffe viel zu schade! Falls sich also jemand findet, der eine bessere Verwendung für sie findet, als als Schrankhüter, der darf sich gern melden.

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Strickstoff in grau und helllila mit passendem Bündchen – ca. 0,7 m (sollte ursprünglich ein Pullunder werden)

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Diagonal mit 25 % Wolle, 45 % PA, 25 % PE und 5 % anderen Fasern in wollweis und schwarz – ca. 1,3 ma.

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Chevron 25 % Wolle, 45 % PA, 25 % PE, 5 % anderen Fasern in wollweiß und schwarz – ca. 1,3 m

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Double face in einem zu grünstichigen Gelb (für meinen Teint) und einer kuscheligeren violetten Seite aus Wolle – ca. 1,4 m

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nach meinen kryptischen Notizen 55 % PE, 43 % Wolle und sonstiges – etwa 1,5 m

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Wollstoffrest 2 m

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Double face in dunkelgrau und hellgrau aus Wolle – ca. 1 m

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feine Merinowolle in dunkelgrau – ca. 3 m

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superdünner graugestreifter Anzugstoff, Materialdaten habe ich nicht mehr – knapp unter 4 m

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ein sehr interessanter goldfarbener Stoff – passt leider auch nicht zu meinem Gesicht – ca. 1,5 m

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ebenfalls sehr dünner grauer Stoff aus 48 % Leinen und 52 % Wolle – ca. 1,3 m

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sehr leichter hellgrauer Borkenstoff, aus mehreren Schichten zusammengesetzt, Materialdaten hab ich nicht mehr – ca. 1m

 

Ansonsten ging es bisher umständehalber nur langsam voran: ein lang geplanter Schonbezug für eine Spielmatratze der Jüngsten wurde fertig, eine Bundfaltenhose sowie ein paarf Ufo- und Resteprojekte. Für diesen Monat sollen daher Frühlingsfarben für frischen Schwung sorgen.

verlinkt zu Frau Küstensocke


Fünf gute Gründe für eine Stoffdiät zum Gewichthalten

Grund 1 – Die Reste

Zu schön um sie wegzuwerfen, zu groß, zu schade …. Inzwischen stapelt sich ein Riesenberg an Resten neben dem Nähtisch und im Schrank, der auf eine Abarbeitung wartet. Für den Sommer könnten z. B. einige Kleidchen und Blusen für das Tochterkind entstehen.

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Gut für Resteverwertung, wenn nur Punkt 2 nicht wäre.

Grund 2 – Kinder wachsen

Fundamentale Erkenntnis. Immer wieder. Heimlich wachsen die einfach und die bevorateten Stoffe reichen nicht mehr für ein Kleidungsstück. Oder das Muster ist nicht mehr gewünscht. Ich muss also schneller nähen, als die Kinder wachsen, um die noch vorhandenen Kinderstoffe weiter abzubauen. Die Menge wurde 2017 schon erfreulich reduziert. Sie reicht jedoch immer noch für diverse Shirts und Pullover, sowie einige Hosen bzw. Kleider.

Grund 3 – Verschobene Interessen

Patchworken ist stark in den Hintergrund getreten. Das spiegelt der Vorrat nicht wirklich wieder. Hier muss dringend reduziert werden. Decken oder Taschen in großer Zahl ist unrealistisch. Da muss ich mir noch etwas überlegen.

Grund 4 – UFOs,WIPs und Beinahe-WIPs

Stoffe, die für angefangene Projekte auf der Seite liegen und anstauben. Projekte, die komplett eingetütet wurden, um gleich alles zur Hand zu haben, wenn es losgeht (um dann andere vorzuziehen). UFOs, die auf der Seite liegen, zum Beenden oder Wiederverwerten. Unnötiger Balast, sobald eine gesunde Menge überschritten wird. Die Beinahe-WIPs müssen endlich mal angegangen oder anderweitig verwendet werden.

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Ein Dauerprojekt für Zwischendrin: Das Binding ist jetzt endlich zugeschnitten. Ein Ende ist in Sicht.

Grund 5 – Die Unsicheren

Stoffe, die aus den verschiedensten Gründen nie zum Zuge kommen. Ungünstige Farbe, Material, unpassend für geplante Schnitte….Die müssen jetzt gezielt eingesetzt werden oder bis zum Jahresende umziehen. Für Anthrazit und Gold werde ich auf jeden Fall ein neues Zuhause suchen.

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Die Lösung?

Frei nach den Weight-Watchers-Prinzip: Eine Stoffdiät um das Gewicht zu halten. Grundsätzlich habe ich nämlich keine Bedenken, gegen die bestehende Vorratsmenge. So kann ich nachts oder am Wochenende stressfrei ein neues Projekt anfangen und muss nicht unter Zeitdruck oder mit unfreiwilliger Begleitung im Schlepptau nach DEM passenden Stoff suchen. Fehlende Einlage oder Reißverschlüsse sind schon stressig genug. Andererseits sollte der Vorrat auch nicht wachsen.

Es gibt also – um bei dem Bild zu bleiben

  • leckere Rezepte (gleich Projekte) mit genau den richtigen Inhaltsstoffen, die den tatsächlichen Bedarf decken. Kochen auf Halde ist schließlich unsinnig.
  • regelmäßiges Resteessen
  • ab und zu bei guter Führung einen Schlemmertag
  • sportliche Betätigung, um den Kreislauf zu stärken und langfristig vielleicht sogar Fett in Muskelmasse umzuwandeln.

Das ganze natürlich in Gesellschaft, um sich gegenseitig bei der Stange zu halten. Deswegen nehme ich an der diesjährigen Stoffdiät von Frau Küstensocke teil. Ob und wie ich die Punkte zähle, muss ich mir noch überlegen. Darüber werde ich beim nächsten Mal berichten.