Zwischenstand der Frühlingsnähpläne

Die Frühlingsgarderobe wächst, wenn auch langsam. Mit all dem normalen Terminwahnsinn ist mir nach geruhsamen Arbeiten. Schließlich geht es vor allem darum, ganz entspannt etwas Schönes zu nähen, statt sich selbst in der Freizeit noch künstlich unter Druck zu setzen.

Der aktuelle Zwischenstand sieht daher wie folgt aus:

  • Das Trägerkleid (Caro, LMV 1/19) ist zugeschnitten und teilweise zusammengenäht. Da ich mir nicht sicher war, ob ich den schlussendlich ausgewählten kontrastfarbenen Träger wirklich will und ob direkt das Kleid gefüttert werden soll, liegt die Kombi neben dem Nähtisch zur Entscheidungsfindung. Besser als hinterher alles wieder aufzutrennen. Der Stoff fällt deutlich weicher, als der Stoff im Heft, insofern bin ich auf die erste Anprobe gespannt. Daran geht es nächste Woche weiter.
  • In der Zwischenzeit wurde die mintfarbene Culotte (Ottobre 5/16), die als Ufo hier schlummerte, bis auf den Verschluss fertig. Tendenziell wird es einen unsichtbaren Haken geben statt der vorgesehenen Knöpfe.
  • Passend zur Culotte wurde spontan noch ein weiß-blaues Ringelshirt aus einem Viskosejersey dazwischen geschoben, der gerade so reichte. Das Shirt muss noch versäubert werden, der untere Saum wird wahrscheinlich probehalber unversäubert bleiben. Somit könnte beides am Freitag fertig werden.
  • Am Wochenende schreien die aktuellen Temperaturen danach, den Sweat zu verarbeiten. Einige Schnitte wären im Haus u. a. auch recht aktuelle aus der Ottobre mit bauschigeren Armen. Da ist noch keiner festgelegt.
  • Der Baumwollsatin wird ein relativ weiter Hosenrock aus der LMV werden. Schnitt ist ausgetestet, da war die Hose am Bund in der hinteren Mitte etwas zu weit, dass kann aber leicht rausgenommen werden. Das wird erst nach Ostern realisierbar sein.
  • Das Leo-Shirt darf sich anschließen, ein etwas flotteres Projekt zur Aufmunterung 🙂

Drumherum entsteht neue Kleidung für das Tochterkind. Mit dem Ringelshirt sind gerade drei T-Shirts mit der Overlock bearbeitet wurden. Die Säume werden schrittweise die nächsten Tage ergänzt und die Vorderseite markiert, um das Anziehen zu erleichtern. Demnächst sind noch 1 Pullover und Schlafanzüge wünschenswert für die Übergangszeit. Der Rest wird mit Kaufkleidung, sei es vom Flohmarkt oder neu, aufgefüllt.

Alles in allem klingt das für April und Mai umsetzbar, so dass Zeit für Reparatur- bzw. die Ufo-Kiste übrig bleiben könnte.


MMM – Braun an Ultraviolett

Heutiges Büro-Outfit: Leicht assymetrischer Fake-Wickelrock zu violettem Kaufpullover mit passenden Stiefeletten, fliederfarbenen Blumenohrringen und leicht getönter Feinstrumpfhose (hilft hervorragend gegen Käsebeine).

Der Schnitt für den Rock basiert auf Modell 21 aus der Sabrina Women 3/2012, welches aufgrund der vielen Abnäher hervorragend sitzt. Lediglich eine Hohlkreuanpassung war erforderlich. Ergänzt wurde das Fake-Wickelvorderteil und statt des Godet in der hinteren Mitte, der je nach Stoffqualität wie ein Entenbürzel aussehen kann, gab es einen einfachen Gehschlitz. Als Futterschnitt wurden einfach die Rockschnittteile verwendet.

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Der Stoff ist ein Stretch-Flanell mit hohem Wollanteil in einem nichtssagenden mittelbraun. Den Stoff hatte ich vor Jahren bei einer Rabattaktion online gekauft. Seitdem liegt er uninspirierend im Schrank. Allerdings dürfte er aufgrund der Farbe recht kombinationsfreudig sein, so dass ich mich ein wenig dazu genötigt habe, den Stoff für diesen Rock endlich zu verwenden. Mit dem violett gefällt er mich schon mal ganz gut und demnächst werden noch ein paar andere Kombinationen insbesondere auch mit flacheren Schuhen ausprobiert.

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Hier sieht man mal das Vorderteil mit den sechs Abnähern und der riesengroßen aufgesetzten Tasche etwas besser. Die Knöpfe sind aus dem Vorrat. Leider nur als Paar vorhanden, aber nach Kurzwarenjagd war mir gerade nicht.

 

Mit dem Schnitt verlinke ich mich seit langem mal wieder zum MeMadeMittwoch.

 

 


Frühlingspläne

und pluff, mit einem Mal ist Frühling und das Grün ist über Nacht aus seinem Winterschlaf geschossen. Da regt sich die Nähmotivation wieder, die mit dem Umzug etwas eingeschlafen war. Den Start machte die letzten Wochen ein paar Kindersachen: Kurze Hosen für die Jüngste (gleichfalls geschossen), die vorerst noch über Strumpfhosen angezogen werden können, neue Pullover und Leggings.

frühling_anemone

Mir selbst ist auch nach Farbe. Nennt es Frühlingsfreude oder Power Suiting, ich brauche etwas Farbe, um mich bei allem beruflichen Stress und dem privaten Pensum aufzubauen und zu erfreuen. Eigentlich dachte ich ja, dass ich im Moment schon ganz gut stehe mit dem Stressniveau und der Stressbewältigung (alles eine Frage vom Ausgangspunkt), aber der letzte Workshop zur Stärkung der Gesundheitskompetenz hat mich des besseren belehrt. Kurze Rede, langer Sinn…auf dem Nähtisch stapeln sich Farbtupfer.

stoffe_frühling

Wunsch wäre

  • ein T-Shirt aus grünem Baumwolljersey
  • ein Shirt aus beerenfarbenem Viskosejersey
  • ein Kleid oder Pullover aus himbeerfarbenem Sweat
  • eine Culotte aus einem korallfarbenem Baumwollsatin
  • und evt. ein Trägerkleid aus einem hellbraunem, ganz weichem Fischgrat

Die Projekte würden sich sehr hübsch in die bestehende Garderobe einfügen und lassen sich vom Aufwand her die nächsten Wochen gut schrittweise nähen.

Drei der Stoffe sind aus dem Vorrat. Der soll dieses Jahr weiter umgewälzt und verkleinert werden. Deswegen werden dieses Jahr wieder gezielt Stoffe verarbeitet, die schon länger lagern. Aktuell ist ein Gartenpullover aus größeren Strickstoff- und Nickyresten in den letzten Zügen. Damit liegt die Bilanz für das erste Quartal trotz Neukäufen bei erfreulichen -11 m.

 

verlinkt zu Frau Küstensocke


Stoffdiät 2018 und Pläne für 2019

Letztes Jahr wurde Stoffdiät gehalten mit dem Ziel, das Gewicht zumindest zu halten und ein wenig Bewegung in den Vorrat zu bringen. Das ist zumindest gefühlt gelungen, das Stofflager konnte auf eine Truhe weniger reduziert werden, obwohl 2018 einige voluminöse Stoffe eingezogen sind. die noch nicht alle vernäht wurden. Genauer kann ich es aber nicht eingrenzen, da ich meistens die Stoffmengen nicht notiert habe.

Zumindest im Dezember wurden etwa 16 m vernäht für Kinderpullover, Weihnachts-/Kuschelkleid, ärmellose Tops zum Unterziehen und Kinderbettwäsche.

Das Zweitziel, wirklich mal den Vorrat zu prüfen auf mögliche Nähprojekte bzw. vor einem neuen Stoffeinkauf, hat auf jeden Fall sehr gut geklappt. Das wird auf jeden Fall in diesem Jahr weiterverfolgt.

Denn auch 2019 wird es mit der Stoffdiät weitergehen mit den bisherigen Zielen:

  • das Gewicht mindestens zu halten
  • vor Stoffeinkauf gründlich den Vorrat prüfen und
  • gezielt Schrankleichen und UFOs abbauen, nämlich mindestens ein UFO für jedes neue Projekt

Der Vorrat ist diesen Monat schon geschrumpft für zwei weitere Kinderpullover, ein T-Shirt und zwei Rollkragenshirts. Das sind etwa 7 m Stoffabbau. Zusätzlich wurden jede Menge Reste endlich mal entsort und Stoffe, die von zweifelhafter Qualität sind, wurden auch aussortiert (bis auf ein paar Probestoffe). Das Jahr startet somit mit einem erfreulichen Minus.

Als Belohnung für eine erfolgreiche Stoffdiät war eigentlich eine Neuordnung meiner Nähecke geplant. Die wird nun etwas radikaler erfolgen, da wir gerade umziehen und ich schon auf gepackten Koffern sitze. Den Rest vom Januar steht Möbelschleppen, Rücken, Räumen, Malern und so unwesentliche Details wie Kücheneinbau an. Bis dahin bin ich erst mal offline, da der Internetumzug mal wieder technikerbedingt länger dauert.

Mehr fleissige Näher gibt es wie immer bei Frau Küstensocke.


Freiräume schaffen

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Dieses Jahr war voll. So voll und hektisch und nicht annähernd so produktiv wie geplant. Überhaupt war Planung so eine Sache. Das Jahr endete passenderweise auch wie es begonnen hat, mit krankem Kind, zusätzlichen Therapie- und Untersuchungsterminen und einen Berg an beruflicher Arbeit, die man ja doch irgendwann mal erledigt haben möchte. Außerdem starren einen die vernachlässigten persönlichen Projekte so vorwurfsvoll an.

Es war Zeit durchzuatmen und erstmal wieder sich Freiraum zu schaffen. Den Schreibtisch aufzuräumen, Termine und Aufgaben auf das notwendigste zu reduzieren, viel Zeit mit der Familie verplempern und die Seele baumeln lassen.

  • Schlafanzugtage für alle
  • Viel Blödsinn treiben
  • Verwandschaftsbesuche genießen
  • Mit der Jüngsten nach der Medikamenteneinnahme noch mit Kakao, Kaffee und Buch im Bett kuscheln
  • jede Menge Spiele
  • und auch der ein oder andere Film von der Liste wurde gemeinsam geschaut

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Der Akku ist für den dennoch stürmischen Januar aufgetankt. Es steht ein Umzug (und die Küche muss noch aufgemessen und fertig bestellt werden) sowie zwei Facharzttermine für die Kinder, Ergotherapie, Logopädie, Fussballtraining mit Spielbetrieb und drei Tage lang geplante Weiterbildung auf dem Programm. Soviel zum ruhigen Jahresstart. Damit ich mir dennoch Freiräume erhalten kann, ist der Plan:

  • die Küche montieren zu lassen und auch für die Möbelschlepperei Hilfe zu holen (zumal nur teilweise ein Aufzug vorhanden ist9
  • wirklich mal nur ein Projekt auf dem Tisch zu haben
  • maximal ein weiteres in einem leicht zugänglichen Projektkorb, dass mobil ist und mit mehr Kinderunterbrechungen erledigt werden kann
  • Projekte einfach mit den Kindern zusammen erledigen: Der Älteste muss/darf jetzt dabei helfen, seinen alten Rollcontainer aufzuhübschen (Marke Uraltmodell vom Lieblingsmann). Die nur noch partiell erhaltenen Plastegriffe müssen ausgebessert werden. Heute haben wir die alten Bohrlöcher mit Holzpaste zugespachtelt. Es steht noch Nachschleifen, neue Farbe in Teilbereichen und die Wiederverwendung anderer Griffe auf dem Programm.
  • Die Gelegenheit zu nutzen, nochmal auszumisten und die geschaffenen Freiflächen zu genießen.
    • Aussortierte Kleidung und Schuhe (nicht mehr passend) werden in einem kleinen Lädchen an hiesige Bedürftige weitergegeben.
    • Ein großer Stapel Bücher und Zeitschriften sind in die Stadtbibliothek gewandert.
    • Zubehör für aufgegebene Hobbies/Interessensgebiete wurde weitergegeben
    • und auch einige Möbel sind schon gewandert.

Als nächstes steht EIN roter Rollkragenpullover an. Mit einer Tasse Tee. Vielleicht einem Podcast…

… und sonst NIX.