Wintermantel Sew-Along

Dieses Jahr brauch ich nicht nur einige Kleidungsstücke sondern auch ganz viel Motivation. Darum soll der Wintermantel im Sew Along des MeMadeMittwoch-Teams fertig werden. Heute wird jede Menge Inspiration zur Thematik gesammelt.

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Meine Vorstellungen schwanken zwischen einem Eggshell-Mantel und einem leicht taillierten Kurzmantel. Letzterer verspricht möglicherweise mehr Kombinationsmöglichkeiten. Schnitte wären in den vorrätigen Burda- und Ottobrezeitschriften sowie einer La mia boutique vorhanden.

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Verfügbar sind je 1 m Wollstoff in schwarzweiß bzw. anthrazit in vergleichbarer Stärke sowie 1,5 m dickerer Wollstoff in dunklem orange. Somit müsste ein wenig gemischt werden, was ich mir durchaus interessant vorstelle. Leder dürfte sich als kleiner Hingucker auch sehr schön machen. Bei dem orangenem Stoff grübele ich jedoch seit dem Einkauf vor über zwei Jahren, ob ich dafür nicht doch zu blass bin. Der Mantel soll auf jeden Fall für die kalten Wintertage geeignet sein, so dass der Mantel zusätzlich mit Vlies gefüttert werden wird.

Bevor ich mich entscheide, lasse ich mich jedoch noch von den anderen Teilnehmern inspirieren.

Herbstpläne

Frau Siebenhundertsachen fragt nach den kreativen/handwerklichen Herbstplänen, die in den nächsten 2-3 Monaten angegangen werden sollen zum gegenseitig Inspirieren und und Plänen schwelgen.

Dieses Jahr stehen noch eine Vernisage als Arbeitstermin an (Netzwerken), ein Gewandhauskonzert und ein Varietébesuch im weltgrößten Spiegelzelt. Dafür brauche ich Outfits, die mein geräuberter Kleiderschrank zunmindest gefühlt nicht hergibt. Er wurde nämlich aller Sachen entledigt, die abgetragen, verwaschen, unpassend oder unvorteilhaft waren. Die Outfits sollen eine Kombination aus Genähtem und Gekauftem werden. Somit stehen die folgenden, leicht übermotivierten Nähpläne an:

  • blauer Überrock, der über die dünneren Röcke in der kühleren Jahreshälfte getragen werden kann
  • Glitzerrock aus Paillettenstoff, um den drumherum das restliche Outfit aufgebaut wird
  • ganz allgemein: kurzärmelige Oberteile sowie Cardigans zum Zwiebeln und für mehr Farbe im Schrank
  • gefütterter Wintermantel
  • weiterer Ufo-Abbau *hüstel*
  • für die Kleine: Jacke für die Übergangszeit und Sitzsack für den Kinderwagen
  • und für die Jungs bestünde Bedarf an Sweatjacken
  • kreativerseits soll das Art Journal wieder ein wenig öfter gefüllt werden
  • hier liegt noch eine schöne Keksschachtel zum verbasteln und der Jahreszeitentisch benötigt neue Herbst- und später Winterdeko
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Geplündeter Kleiderschrankinhalt abzüglich Wäsche und heutigem Outfit.

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Hallo! Ich bin der Neue. Ich wohne jetzt hier und kümmere mich um die Möhren im Garten. Die Nachbarn hier in der Straße sind übrigens wirklich nett.

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Unsere Kleine ist eine Kampfschläferin, die sich seit neuestem beim Einschlafen bzw. im Schlaf sehr viel um ihre Achse dreht. Dabei gerät gerne mal ein Fuß zwischen die Gitter, so dass sie beim Versuch sich weiterzudrehen manchmal schreiend aus dem Schlaf hochschreckt. Um hier ein wenig Abhilfe zu schaffen, musste ein Durchgreifschutz her. Also wurden alle Projekte zur Seite geräumt und an der Umsetzung gearbeitet.

Inspiriert vom Poster über dem Babybett sind einige Häuser entstanden, die sich farblich zurückhalten, um einen ruhigen Gesamteindruck zu erhalten. Für die hinteren Häuser und die Berge wurde ein Improv-Quilttop zerlegt, dass nicht so geworden ist wie ich wollte und seitdem in der Ufo-Kiste schlummerte. Der darin verarbeitete Thymianstoff verlangte geradezu nach den Möhren, das ist offensichtlich, oder? Ins Nachbarhaus zog ein Igelschaf, damit sich jemand um den Garten kümmert.

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Die vordere Front ist in pastelligen Gelb- und Blautönen gehalten und fällt durch die zurückhaltende Farbe kaum auf, wirkt aber trotzdem einladend. Die schwarzen und weißen Türelemente sind appliziert mit Satinstich. Alle Häuser sind mit Vlies gefüttert ohne zusätzliche verstärkende Einlagen.

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Capejacke für den Herbst

Es wird höchste Zeit mir eine Herbstjacke zu nähen. In meinem Schrank findet sich nämlich keine einzige Jacke und die übergroße Regenjacke hat gestern auch ihren Geist aufgegeben. Egal, der Besuch auf dem Pflanzenmarkt war trotzdem schön, auch wenn ich mit meiner fröhlichen Einstellung zum Wetter recht alleine war.

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Zurück zum Thema. Für den Herbst versuche ich mich an der Capejacke Modell 111 aus der Burda 8/2007. Der Oberstoff ist ein beere-schwarz-meliertes Mischgewebe. Aufgrund der Dicke und Art des Stoffes werden ich wahrscheinlich eher aufgesetzte Taschen anstelle der vorgesehenen Pattentaschen nähen. Die Gefahr, dass der Stoff ausfranst, ist mir zu hoch. Für das Futter ist ein Flanellstoff angedacht, das wird hoffentlich nicht zu zugig. Die Hälfte ist inzwischen zugeschnitten und die ersten Abnäher sind mit Fäden durchgeschlagen. Auf dem Oberstoff halten nämlich keine Markierungen *grmpf*.

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Mit etwas Glück schaffe ich heute den restliche Zuschnitt und das Versäubern. Dann kann es ans Nähen gehen. Damit hinke ich hinter den anderen Damen des Herbstjacken SAL deutlich hinterher, aber das Schaulaufen nächste Woche ist hoffentlich Ansporn genug, um die Jacke schnell fertigzustellen.

Luftiges Sommeroberteil

Heute wird ein improvisiertes luftiges Oberteil probegetragen, welches für mich eine  ungewohnte Form hat. Seit einiger Zeit experimentiere ich mit neuen Schnitten und Silhouetten. Ein größerer Teil meiner Outfits lässt sich nämlich am positivsten als pragmatisch beschreiben. Ziel der Experimente ist dem ganzen Pragmatismus einen schickeren Anstrich zu geben. Ein wenig femininer dürfen die Outfits mit Hosen dabei auch wirken.

Weite fließende Oberteile gehören bisher noch nicht zur Standard-Garderobe genauso wie schmal geschnittene Hosen. Aus weich fallenden Stoffen kann ich mir jedoch nach dem ersten Test durchaus weitere Exemplare vorstellen. Der Schnitt ist improvisiert mit einem überlappenden Oberteil aus Baumwolle und weißer Viskose sowie einem längeren Rückenteil aus beigefarbener Viskose. Der obere Teil ist hinterfüttert, da der Baumwollstoff zu durchscheinend ist.

Theoretisch kann das Oberteil auch mit diesem Rock getragen werden, der den Blumenstoff und die beigefarbene Viskose wiederaufgreift. Beide Teile sind als August- bzw. September-Ufo aus einem Kleiderversuch entstanden, welches sich als eher uninspirierender Sack entpuppte. Die Kombination enthält für mich ungewohnt viele Lagen. Aber gerade durch die Lagen und die unterschiedlichen Stoffe scheint es zu funktionieren, ohne wie eine unförmige kastige Fläche zu wirken (so wie einige der pragmatischen Outfits).

Mit dem Oberteil ist ein weiteres Teil der NfL-Kollektion zum Thema Märchen fertig gestellt. Der Baumwollstoff erinnert mich mit seinem leuchtenden gelben Blumen an  Schlossgärten und die reichverzierte Stoffen, die bestickt oder aus Brokat sind (wenn auch hier in 2D) sowie an die leuchtende Farben der Märchengewänder. Dazu gab es einen für beide Teile einen extravaganten Schnitt und für das Oberteil eine kleine Schleppe. Die ist schließlich obligatorisch😉

verlinkt zum MMM

Art Journal – Wattenmeer im Entstehen

Seit ihrem Erscheinen warten die Leuchtturm-Briefmarken auf eine Gelegenheit, in Szene gesetzt zu werden. Nachdem wir dieses Jahr den Familienurlaub an der Nordsee verbracht haben (regnerisch aber schön), war es endlich an der Zeit. All die Eindrücke wurden nicht nur im Reisetagebuch verewigt, sondern finden jetzt auch Einzug ins Art Journal.

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Am Anfang steht natürlich erstmal die lästige Wartezeit bis die Briefmarken abgelöst sind. Schlecht vorbereitet. Tz, tz, tz. Aber in der Zwischenzeit kann man sich die Seite ja schon mal strukturieren und erste Texte schreiben.

Die Leuchttürme würden sich gut auf einer Seekarte machen. Also wird ganz grob der entsprechende Küstenabschnitt skizziert und die Lage der Türme angedeutet. Fürs erste wird die Karte nur zart mit Buntstiften koloriert.

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Hm, wie weiter? In der Briefmarkenkiste lag doch irgendwo eine Graugans?! Die brütet zwar nicht nur im Wattenmeer, ist aber auch nicht völlig verkehrt. Aus den Urlaubsmaterial ist noch ein Rotschenkel vorhanden, der auch mit aufs Bild soll.

Passend zum Thema gabs heute Mittag leckere frische Backfischbrötchen vom Wochenmarkt. Apropos Essen: Ein Rezept für Muschelsuppe würde sich auch gut machen.

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Zu Tieren passt ganz gut eine Systematisierung. Diese hätte ich ja gern mit Schreibfeder geschrieben, aber die Buchstaben sahen mir dann zu dick aus. Mit der Zeichenfeder gab es gleich noch einen Riesenfleck, der noch versteckt werden muss. Grmpf. Schreibe ich eben mit Finelinern weiter.

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Neben den Vögeln ist noch so viel Platz. Das passt nicht zum bisher recht eng gefüllten Layout. Vielleicht passen einige Stichwörter in fetten Buchstaben? Oder sollte ich warten bis die unteren Flächen ebenfalls gestaltet sind? Ich glaub, ich verschiebe die Entscheidung.

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Stand vorm Abendbrot: Es hat sich ein Queller hinzugesellt. Um einige Flächen farblich hervorzuheben, sind alle gestalteten Bereiche mit hellbraunem Buntstift eingefärbt. Ein mit Wasserfarben gestalteter Hintergrund und Sepia-Tinte (auf passendem Papier) wäre eine spannende Mischung für eine weitere Seite.

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So fertig. In die freie untere Seite kam ein Luftbild mit Kegelrobben und einem dazu passenden Text zu den Zählflügen. Die großen Buchstaben durften auch mit auf die Seite und zum Abschluss gab es noch einen seeeeehr dezenten dunkelbraunen Rand, der dem Ganzen etwas Halt gibt.

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Ein paar frisch gebadete Leuchttürme zieren sich noch und wollen nicht so richtig ins Layout passen. Vielleicht behagt ihnen das hiesige Klima nicht. Wer also selber spielen möchte, kann ein paar maritime Briefmarken rund um die Türme gegen ein paar neue Schnipsel mit mir tauschen.

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Verlinkt zum creadienstag
Und weil es so schön zum diesmonatigen Motto „Heimat“ passt, findet es sich auch bei der Papierliebe am Montag.

Ufo-Abbau: Septemberpläne

Für September habe ich mir vorgenommen, vorrangig Sommersachen fertig zu machen, bevor ich sie beim Anblick herbstgefärbter Blätter wieder in die Kiste verbanne.

  • Am sonnengelben Oberteil zum Rock fehlt noch der Saum des Rückenteils. Das wird die nächsten Tage fertig.
  • Weiterhin liegt ein Top aus einem dünnen flatterhaften Reststoff bereit, dessen französische Nähte einer Überarbeitung bedürfen. Außerdem fehlen alle Abschlüsse und das hierfür erforderliche Schrägband.
  • Ein rosafarbener A-Linien-Rock aus Viskose harrt seit letztem Sommer einer Verlängerung. Hier ist ein beigefarbenen Streifen geplant. Ich überlege noch, ob ich den Rock vor der Verlängerung abhängen lasse und abrunde. Des Weiteren muss der innere Rockbund noch festgesteppt werden und das Futter fehlt komplett.
  • Bonus: Seit einigen Wochen wartet ein T-Shirt mit Spitze auf den Zuschnitt der letzten Teile und vor allem auf den Farbwechsel an der Overlock.

Im Oktober muss ich meine Herbstjacke wieder hervorholen und weiternähen. Hat jemand einen guten Tipp, wie man Mehrweite ausschließlich im Schulterbereich einfügen kann? Die Jacke war zwar mit zu einem Nähkurs, aber die Kursleiterin konnte diesbezüglich nicht weiterhelfen.

Als Motivationshilfe wird vorerst der sonnige Rock aus dem August ausgeführt, der sich ganz wunderbar trägt und gute Laune verbreitet. Für die etwas kühleren Tage habe ich auch noch den Wollrock. Angesichts meiner blassen Beine dann doch lieber mit Strumpfhose.

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Weitere fleissige Ufo-Abbauer finden sich wieder bei Yvonne.