MMM – Wickelrock mit Winterpullover

wickelrock_oversize-pullover

Bei winterlichem Sonnenschein ist so ein richtig dicker kuscheliger Oversize-Pullover genau das richtige. Als Gegengewicht fungiert ein älterer Wickelrock nach Burda, der Dank hohem Kunstfaseranteil wirklich alles mitmacht. Auf dem unteren Foto kann man die blauschwarze Farbe erahnen. Dazu gibt es dicke Strumpfhosen und vielleicht sogar Stulpen und Stiefeletten.

wickelrock-detail

Verlinkt zum MeMadeMittwoch

WKSA – Zwischenstand

wksa_probeoberteil_1.jpg

Das Probeoberteil ist fertig. Da das Weihnachtsoberteil aus unelastischem Stoff genäht werden soll, habe ich für die Probe sicherheitshalber die Schulterbreite vergrößert. Die Verbreiterung braucht es definitiv nicht, vielmehr hat sich hierdurch die Schulterkurve der geteilten Ärmel über den Schulterpunkt hinaus verschoben. Diese Änderung werde ich also rückgängig machen. Ansonsten habe ich den Kragen nach oben hin noch ein wenig verschmälert. So gefiel er mir besser. Ich werd noch eine Probe machen, um zu sehen, ob ohne die Schulteranpassung die Weite über der Brust passt. Je nach Körperhaltung scheint mir hier zu viel Stoff zu sein.

Am Rock habe ich nach „Anprobe“ des inneren Beleges an der Taille noch minimal Weite zugegeben, die zur Hüfte hin ausläuft. Mit dieser Änderung ist der Rock und der Beleg zugeschnitten und wartet aufs Nähen.

Vorher schaue ich noch bei den anderen Mitnäherinnen vorbei.

 

Ufo-Abbau: Jahresendspurt

Mit erkältungsbedingter Verspätung kann ich vermelden, dass mein November-Wickelkleid fertig geworden ist. Ich seh nur gerade, dass ich das nächste mal, die Wickelung besser überprüfen muss. Das Wickelkleid ist aus Viskosejersey nach dem Modell 17 aus der Ottobre 5/2013 genäht. Die Ärmel sind stoffbedingt gekürzt und am oberen Ausschnitt wurden 1,5 cm zum entschärfen dazugegeben.

Wickelkleid November.jpg

Für den Dezember habe ich mir mein ältestes Ufo vorgenommen in der Hoffnung Ende Dezember ein wenig Zeit dafür zu haben. Realistischerweise wird jedoch nur eins der Projekte in Angriff genommen werden. Ein Faltenrock nach Burda-Schnitt 8034. Eigentlich fast fertig, wenn er damals nicht viel zu groß geraten wäre. An den Seiten müssen je 4 cm raus. Nach erstem Abstecken tendiere ich dazu, die Mehrweite von etwa einer Faltenbreite nur an einer Seite herauszunehmen statt die Falten komplett neu aufzuteilen. Die sich ergebende Saumlänge wurde erstmal mit Sicherheitsnadeln geprüft und würde auch passen. Allerdings bin ich mir unschlüssig, ob der Stoff überhaupt ein Faltenrock bleiben sollte oder ob ein faltenfreier Schnitt nicht besser wäre. Stoffmäßig ist der Rockteil vorhanden (jeweils fast Stoffbreite) und ein kleines Reststückchen.

Der Stoffzwilling landete Jahre später ebenfalls auf dem Ufo-Stapel. An den Schnitt erinnere ich mich nicht mehr und an den Grund fürs zur Seite legen auch nicht. Es fehlt nur noch Knopf und Saum. Hier stören mich die Falten am Rockbund, die beim Blick im Spiegel viel zu nah in der Mitte sitzen und mein Bäuchlein übermäßig betonen. Das Futter ist auch etwas knapp geraten und könnte etwas mehr Luft gebrauchen.

Die Falten sollen in Abnähern oder der Seitennaht verschwinden. Eventuell tausche ich noch den Bund gegen einen Formbund oder einen inneren Beleg. Stoff wäre vom blauen noch reichlich über.

Bei yvonet gibt es diesen Monat auch wieder spannende Projekte, diesmal sogar zur Auswahl.

Nix für Lemminge – Finale

Das Jahr neigt sich dem Ende und damit auch die diesjährige Aktion Nix für Lemminge. Zeit für ein Fazit.

Ich hatte mir zwei Themenblöcke überlegt. Zum einen Nachtwäsche im weitesten Sinne unter dem Stichwort „Prinzessin auf der Erbse“. Geschafft habe ich ein Schlafkleid sowie einen Unterkleid auf Basis von V8888. Geändert habe ich das „Ober“teil, Träger, Rücken und die Länge. Nach vielen Anpassungen ist auch ein Still-BH entstanden. Nette Idee, aber so gar nicht mein Schnitt. Zudem schwankt die Körbchengröße dermaßen stark über den Tag, dass ein unlaminierter BH optisch kaum bestehen kann. Der Rest zu diesem Thema verlief im Sande und wird vielleicht nächstes Jahr weiter verfolgt.

Die Oberbekleidung stand unter dem Stichwort „Im Wald“. Zugrunde lag die Überlegung, dass sowohl die Kleidung der Armen und der Reichen zu einer bestimmten Zeit ähnlich waren und durchs Schichten dem Wetter angepasst wurden. Daraus sollte ein modernes Baukastensystem für ganzjährige Ausflüge in Wald, Feld und Flur sowie das heimische Kinderzimmer abgeleitet werden. Die Basis sollte ein ärmelloses Kleid bzw. ein Zweiteiler bilden, kombiniert mit Shirts/Pullovern/Cardigans/Ponco/Mantel/Winterrock etc. Zurechtgelegt hatte ich mir Stoff in verschiedenen Rosa- und Minttönen sowie passende Kombinationsstoffe, da die Kleidung leicht wirken sollte und so eine ausreichend großer Stoffstapel gebildet werden konnte.

ColorFlora_150

… und da fingen die Probleme an. Mit Baukasten und der Stoffkombination wurde ich nicht richtig glücklich. Bei der Schnittanpassung wollte ich meist zuviel auf einmal und irgendwie kam mir alles immer belangloser und wenig märchenhaft vor. Es stellte sich eine Denk- und Schaffensblockade ein. Die Motivation war am Ende.

Irgendwann begann ich wieder für das Thema zu nähen, aber eher mit einzelnen Anlehnungen an die Märchenthematik: etwas besondere Stoffe, Blumen wie im Schlossgarten, das Mäntelchen der königlichen Damen, etwas ausgefallenere Roben bzgl. Stoff und Schnitt. Zur Inspiration wurden Bilder von Modenschauen und Onlinekataloge durchstöbert.

Zuerst entstand ein Kimono. Den Schnitt hab ich mir so erstellt, dass mein Meter Stoff genau dafür ausgereicht hat. Leider habe ich bei den französischen Nähten nicht aufgepasst. Es ist zuviel Spannung drin, die muss ich vor dem Tragen noch in Ordnung bringen. Es schlossen sich zwei Bleistiftröcke nach dem Schnitt „Kristy“ aus der LMV 6/15 an. Der erste wurde noch nach Anleitung aus grünem Schlangen-Cloqué genäht. Die zweite Variante aus mintfarbenem Glitzersweat erhielt vorn einen gewagten Schlitz. Zeitgleich entstand eine Culotte, ebenfalls nach LMV, aus korallenfarbigen Baumwoll-Satin. Die Röcke trage ich im Alltag, insbesondere den grünen. Die Culotte ist als Sommerkleidung weggepackt.

Aus oben genannter Inspiration ist mein gelber Zweiteiler entstanden. Mit diesem bin ich sehr glücklich, auch wenn ich ihn eher nicht in der Kombination sondern einzeln trage. Meine Motivation war wieder zurück.

Es entstanden mehrere dringend benötigte Oberteile, die besondere Stoffe oder Blumen thematisch aufgriffen. Farblich so zusammengestellt, dass sie zu blau und ggfs. zu schwarz als Grundton passen. Stellvertretend seien das Spitzen-T-Shirt  genannt, welches in verschiedenstens Stoffkombinationen genäht wurde, sowie ein Stricktop nach Ottobre 303.

Mein extrovertierter Statement-Mantel aus beschichteten Strickstoff wartet immer noch auf Fertigstellung. Der Schnitt ist am Probeteil angepasst, der Futtermantel ist fertig, der Lieblingsmann hat mir nach meinen erfolglosen Versuchen den Reißverschluss gekürzt und der Obermantel ist auch größtenteils zusammengesetzt. Der Stoff für die aufgesetzten Taschen muss noch gewählt werden, bevor der Mantel fertiggestellt werden kann.

Dafür entstand die auch schon ursprünglich angedachte Möglichkeit, dünnere Röcke im Winter weitertragen zu können. Statt langem Winterrock zum Drüberziehen gab es jedoch einen knielangen Wickelrock aus Wolle. Zu dem Glitzerrock gesellte sich inzwischen auch ein Pullover – gleichzeitig das Probeteil für mein Weihnachtsoutfit – der den Zweiteiler vervollständigt. Ob sich das Ensemble in ungewohnter Farbe bewährt, wird sich zeigen müssen.

 

Fazit: Es wurde mehr geschafft, als bei der Blockade gedacht, wenn auch anders als ursprünglich geplant. Ich habe einiges im Umgang mit den gewählten Stoffen und zur Schnittanpassung gelernt, auf dass ich im nächsten Jahr aufbauen kann. Gemangelt hat es vor allem an der Dokumentation der fertigen Teile. Die Zeit zum Stylen und schöne Fotos schießen, musste immer hinten an stehen.

Am meisten Spass hatte ich daran, mir Fotos zusammenzustellen mit Details (Schnitt, Farbe, Material, Stimmung …), die ich in Kleidungsstücken oder Accessoires inkorporieren möchte und dies dann auch Stück für Stück umzusetzen. Zusätzlich wurden gezielt Outfits analysiert. Gerade bei schlichten Kleidungsstücken muss ich mich schon bei der Nähplanung bewußter mit dem Styling auseinanderzusetzen, um nicht wieder in die Langweilig-Falle zu tappen.

Wie weiter?

Folglich werde ich mir nächstes Jahr jeden Monat ein Outfit vornehmen, an dem ich in verschiedener Weise arbeiten möchte.

  • Nacharbeiten einer Inspiration von der Idee bis zum fertigen Outfit
  • Anlassoutfits zusammenstellen
  • bestehende Outfits ergänzen oder wandeln, um sie zu optimieren
  • Kleidungsstücken, mit wenigen Kombinationspartnern oder eingefahrenem Tragekonzept, neue Horizonte eröffnen
  • Oft getragene Farben/Muster/Schnitt ausbauen
  • fehlende Accessoires ergänzen

Angedacht ist hierbei eine wilde Mischung aus Nähen, Kaufen (neu und Second Hand) und DIY.

Danke an Alexandra für die Organisation und Inspiration.

Tragt eure Arbeitsschutzkleidung

Derzeit wird bei uns gegenüber ein Gebäude aus den 70er Jahren entkernt. Einige der Arbeiter tragen aus guten Gründen Einmalanzug, Staubmaske und Helm. Über die Unbedarften, die die gleiche Abrissarbeit daneben in normalen Arbeitsklamotten ohne Maske durchführen oder im Abrissraum frühstücken, wundere ich mich schon gar nicht mehr. Als ich gerade einen Herren in weitem Strickpullover dabei beobachten durfte, wie er ohne Augen- geschweige denn sonstigen Schutz über Kopf flexte und die Funken schön über ihn hinwegregneten, da musste ich mal wieder sehr fest in die Tischkante beißen. Das toppt noch den Handwerker, der letztens ohne Brille und Staubmaske vor seiner Nase Stein schnitt (kniff eben ein wenig die Augen zu).

Was ab ist, ist ab. Und was zerstört ist, kann selten zu 100% wieder hergestellt werden. Die Schutzausrüstung ist verdammt noch mal zum Schutz da!

So, dass musste jetzt raus.

blauer überrock.jpg

Heute ein absolut fotografierunwilliges Outfit. Zumal bei grauer Wolkendecke. Diesen Herst wollte ich mir unbedingt einen Überrock für den Winter nähen. Inspiration waren verschiedene Wickelröcke aus dem Kaufhaus. Aber auch bei Pinterrest finden sich einige schöne Exemplare z. B. hier , hier und hier. Der Schnitt basiert lose auf Modell 15 aus der Fashion Style 10/16. Die Vorderteile sind so angepasst, dass sie seitlich nur wenig überlappen und der Bindegürtel ist auch frei Schnauze. Genäht ist der Rock aus blauem Wollstoff.

Mit dem Überrock wird diesmal ein älterer Jersey-Rock (Modell 15 aus der Sabrina Woman 3/2012) tauglich für kalte Tage. Durch die geringe Überlappung ist je nach Körperhaltung mal mehr, mal weniger vom „Unter“rock zu sehen. Diesmal kombiniert mit dunkelblauem Pullover (vorn eingesteckt), dünner Strumpfhose, farblich passenden Stiefelsocken und derben Schnürstiefeletten.

blauer-uberrock-2

Verlinkt zum MMM

Weihnachtskleid Sew-Along: Stoff und Schnitt

weihnachtspläne.jpg

Es bleibt trotz aller Versuchungen durch die Ideen der Mitnäherinnen bei den ursprünglichen Nähplänen.

  • Ein Midi-Rock aus der Nähtrends 8/16 aus dunkelblauer Wolle.
  • Der im gleichen Bild dargestellte kastiger Pulli aus dem blaugrün-karierten Stoff. Der rote ist wahrscheinlich doch ein wenig dick, um in drinnen zu tragen. Stattdessen habe ich noch einen auberginefarbigen Strick, den ich mir auch sehr schön für den Schnitt vorstellen könnte. Sehr passend wäre auch ein auberginefarbener Feinstrick in Felloptik, den ich letztens gesehen habe. Aber bei ähnlichem Vorrat konnte ich mich noch nicht zum Kauf durchringen.
  • Der Probepullover wird aus mintfarbenem Sweat mit/ohne Glitzer genäht. Die Schnittanpassung für breite Schultern werde ich für den Raglanschnitt nach dem Burda-Workshop machen.
  • Falls noch Luft bleibt (it never does), probiere ich noch den Math-Teacher aus der Ottobre 5/16. Ebenfalls ein Midi-Rock. Gleichfalls aus dunkelblauem Stoff.

Die Stoffe und Schnitte sind zugegebenermaßen sehr reduziert, haben aber dieses Jahr für mich gerade dadurch ihren Reiz. Die Festlichkeit kommt durch Schuhe und Accessoires.