Vom Laufsteg in den Kleiderschrank 3.2

Bevor es an die Details geht, möchte ich erst noch das Outfit der letzten Runde nachreichen. Eine Kreuzung aus Outfits mit Lochstickerei und Dolce & Gabbana, deren Inspiration hier nachzulesen ist. Dort kann man auch die Schnittdetails ein wenig besser erkennen, die hier auf dem Foto doch etwas verschluckt sind.

Der Rock nach dem Schnitt Math Teacher aus der Ottobre ist aus Baumwolle mit Lochstickerei und einem Futter aus feiner Bettwäsche vom Speicher der Verwandschaft, die passte nämlich hervorragend. Aufgrund der Lochstickerei habe ich die Eingrifftaschen weggelassen, ansonsten wurde der Schnitt ohne Änderungen genäht.

Neben der üblichen Schulteranpassung am Blazer habe ich mit Hilfe von zwei Probeteilen noch folgende Änderungen vorgenommen:

  • Abnäher 1 cm verkürzt
  • Taile vorn nach oben gezogen
  • Blende vorn noch etwas verbreitert
  • Halsausschnitt im Nacken etwas eingenommen
  • Schösschen etwas mehr ausgestellt.

laufsteg_23_ergebnis

Des Weiteren habe ich zum ersten Mal Schulterpolster (nach dem Tutorial von Nahtzugabe) eingenäht – mit sitzt es einfach besser – und gelernt, dass man bestimmte Anpassungen vor dem Einnähen der Schulterpolster austesten sollte. Die Schulteranpassung hätte noch größer sein können. Zudem wäre eine stärkere Einlage für den Beleg von Vorteil gewesen. Aufgetrennt wird aber nicht mehr, da ich bei dem Pikee ein zu starkes Verziehen des Stoffes befürchte.

Trotz aller Meckerei fühle ich mich in dem Outfit sehr sommerlich und in der Kombination mit Blazer sehr sachverständig. Muss ja auch, wo ich jetzt im Mai meine Sachverständigenausbildung für brandschutztechnische Bau- und Objektüberwachung abgeschlossen habe. Jetzt ist wieder mehr Zeit zum Nähen und die Familie ist froh, dass ich abends wieder ansprechbarer bin.

Nach diesem langen Exkurs nimmt sich der Statusbericht für die aktuelle Laufstegrunde recht kurz aus. Am Montag ist der Kleiderstoff angekommen: eine Baumwollleinenmischung in gelbweiß. Interessante Patches haben sich inzwischen auch gefunden, da ist jedoch noch ein Teil mit maritimeren Themen in der Post. Die Verteilung wird dann am fast fertigen Objekt erprobt werden.

Als Schnittmusterbasis wird das Modell Nr. 8 aus der Nähtrends 1/17 dienen. Ein langärmeliges Shiftkleid mit Brustabnähern. Da werd ich versuchen über die Seitennähte etwas mehr Taille zu zaubern und außerdem unten einen Volant ergänzen. Die Ärmel müssen natürlich auch gekürzt werden. Inwieweit das Kleid ein Futter benötigt, wird sich nächsten Monat zeigen.

laufsteg_32_zutaten

verlinkt zum MeMadeMittwoch und weils farblich so schön zum Monatsweiß passt zu Tweed & Greet

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank – Runde 3

Für Runde drei hätte ich gern Farbe oder Sommer oder alles beide zusammen.

Strahlendes Türkis wäre eine schöne Sommerfarbe. Farbinspirationen hierfür finden sich auf verschiedenen Laufstegen z.B. bei Gucci 2016 oder Dolce & Gabbana 2015(Quelle Pinterest – irgendwann schaff ich auch mal die direkte Einbindung). Farblich passende Stoffe (Cord, Jeans und Samt) wären vorhanden. Diese sind bei näherer Betrachtung jedoch eher für kühlere Tage geeignet.

Gucci Spring 2016 Ready-to-Wear Collection Photos - Vogue: Fall 2015.         Ready-To-Wear.           Dolce & Gabbana.: laufsteg_stoff_3_türkis

Aber auch diese Sommerkleider von Dolce & Gabbana von 2016 haben etwas (Quelle Pinterest). Besonders das gelbe gefällt mir sehr. Dafür fehlt mir jedoch noch Stoff. Einen schmal gestreiften gelben Stoff habe ich nur mit einem halben Meter im Vorrat. Einen ähnlichen habe ich online gesehen. Mit Streifen in der Breite habe ich bisher noch nichts gefunden. Alternativ wäre eine Annäherung an den Schnitt mit einem geblümten Stoff möglich.

#Farbbberatung #Stilberatung #Farbenreich mit www.farben-reich.com SPRING 2016 READY-TO-WEAR Dolce & Gabbana: Dolce & Gabbana Spring 2016: Discover Dolce & Gabbana Spring Summer 2016 Womenswear Fashion Collection on Dolcegabbana.com.: laufsteg_stoff_3_blumenstreifen

Die Ideen der anderen Damen gefallen mir teilweise auch sehr gut. Man sieht, ich bin dieses Mal noch sehr wankelmütig. Das erklärte Ziel ist es, ein Kleidungsstück bis zum Ende der Runde fertigzustellen. Alles andere ist Kür.

Meinen Blazer von Runde 2 habe ich auch fast fertig. Eigentlich muss nur noch das Futter eingenäht werden. Gesteckt ist schon. Die Druckknöpfe fehlen auch noch. Sollte am Wochenende zu schaffen sein. Der zugehörige Rock durfte schon bei dem herrlichen Sommerwetter ausgeführt werden. An der Fotofront arbeite ich wie üblich noch.

Rückblick – Ein Tag mit Anfällen und ein Behandlungsanfang

Gegen sieben ist das Kind wach und hat verständlicherweise Hunger. Es gibt ein paar Kuscheleinheiten und Frühstück.

Viertel vor acht: der erste Krampfanfall. Danach ist das Kind völlig erschlagen und schläft erstmal. Zwischendrin wacht es für ein paar Minuten auf, möchte aber eigentlich nur weiterschlafen.

Halb zwölf ist das Kind wieder wach. Das Mittagessen wird warm gestellt, während ein wenig gekrabbelt wird. Pünktlich zum Essensbeginn kommt der zweite Krampfanfall. Danach ist das Kind wieder schläfrig. Wir machen uns auf den Weg zur Uniklinik. Nach Untersuchung des Kindes wird entschieden, dass sie vorerst wieder nach Hause darf. Am Wochenanfang sollen mit dem Oberarzt der Neuopädiatrie das weitere Vorgehen und Termine für ein erneutes EEG abgestimmt werden. Vielleicht erfolgt doch eine medikamentöse Einstellung. Beim zweiten Anfall nach Entlassung innerhalb von einem Tag oder bei Anfall mit Gabe des Notfallmedikamentes sollen wir uns wiedervorstellen zur stationären Aufnahme. Zu Hause wird erstmal das Mittagessen nachgeholt.

Vierzehn Uhr. Das Kind krampft schon wieder. Anschließend schläft sie, mit einer Minipause zum Kuscheln. Vorsorglich wird die Kliniktasche gepackt und alle notwendigen organisatorischen Schulsachen für die Großen erledigt. Wir versuchen mit Kaffee und Torchlight II etwas zu entspannen, während die Großen im Hof den Sonnenschein genießen. Zwischendrin immer wieder Kontrollgänge ins Kinderzimmer. Gegen fünf schläft das Kind noch immer. Ich habe das dringende Bedürfnis, mich in meiner Nähecke einzugraben. Das Kind wacht auf. Strahlt und singt. Es gibt Essen bevor das Wohnzimmer erkundet wird.

Halb sechs ist ein halbstündiges Schläfchen erforderlich, um Kraft zum Krabbeln und Herumalbern zu tanken. Diesmal schafft es das Kind eine ganze Stunde wach zu sein, bevor es anfängt sich die Augen zu reiben. Es scheint nicht einfach zu sein, wieder einzuschlafen. Doch schließlich ist der Tag für sie vorbei.

Am nächsten Tag erfolgt zwischen weiteren Krampfanfällen die stationäre Aufnahme und einen Tag später die Einstellung auf ein Antiepileptikum. Die Anfallwelle ebbt glücklicherweise von allein ab. Dafür bekommt das geplagte Kind dummerweise Fieber, weil es einen Erkältungserreger aufgesammelt hat. Eine Woche müssen wir für die Einstellung bleiben und auf Nebenwirkungen achten v.a. Verhaltensänderungen wie gedämpftes Verhalten oder Hautreaktionen. Zum Glück sind keine Nebenwirkungen zu beobachten. Auf der anderen Seite lässt sich zur Wirkung wenig sagen, da hierfür ihre Anfälle abgewartet werden müssen. Aus dem EEG lässt sich bei ihr leider nichts ableiten. Wir sind vorsichtig optimistisch und möchten gern dran glauben.

MMM – laufsteginspiriert

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Das heutige Outfit ist im ersten Teil der Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ entstanden. Als Inspiration diente die Frühjahrs-Sommer-Kollektion 2017 von Michael Kors. Die Kombination von kräftigem grün und blau findet sich dieses Jahr auch bei anderen Kollektionen wieder z. B. hier und hier. Das Outfit – heute passend mit Regentrench und Stiefeletten – hat über den Tag schon gelitten genau wie ich auch. Zuviel Arbeit und Erledigungen mit maladem Kind. Sei es drum.

Selbstgenäht sind Bluse und Pullover. Die Bluse ist aus der nähtrends 3/16, Modell 10. Der Kragen und die Manschetten sind entsprechend der Inspiration vergrößert. In der Länge wurden 14 cm vorn und etwa 17 cm hinten rausgenommen. Der Schnitt an sich gefällt mir, nur würde ich beim nächsten Mal noch meine Änderung für die Schulterbreite vornehmen sowie die Brustabnäher mind. 1 cm nach unten verschieben. Die Anleitung ist übrigens mehr als spartanisch und für meine erste Bluse, zumal mit verdeckter Knopfleiste, Manschetten und Kragen mit Steg, überhaupt nicht hilfreich.

Der Pullover aus grünem Sweat ist aus der Schnitt „dots and stripes“ aus der Ottobre. Der Aufnäher greift die blauen Bündchen wieder auf und bricht die große Fläche etwas auf.

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Dazu passt das später gelesene Statements von Michael Kors, das er der festen Überzeigung sei, dass Mode ein Stimmungsaufheller sein kann.

Ebenfalls Teil der Minikollektion sind ein Rock und ein Pullunder, die sich aber heute nicht vernünftig fotografieren ließen.


verlinkt zum me made mittwoch

 

 

 

 

 

Hochbeetverschönerung im Wildgarten

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Unser ältestes Hochbeet wurde zu Beginn der Gartenübernahme in Eile zusammengestückelt.  Es war nie schön und wird auch über die Zeit nicht hübscher. Wie mit allen Provisorien stand es natürlich erst mal. Dieses Jahr kommt die überfällige Dauerlösung. Neben dem Provisorium steht ein großer Hibiskusstrauch und eine in die Jahre gekommene Azalee. Beides wurde zur Erweiterungsfläche deklariert. Es sind noch zwei Azaleen in direkter Nachbarschaft vorhanden und bestimmt noch zwanzig Hibiskusse vom Vorbesitzer. Nach diversen Planspielen fiel die Entscheidung auf eine U-förmige Anordnung. Die zwei hohen Hochbeeten (58 cm Höhe) ersetzen die bisherige Beetfläche. Neu hinzukommt ein höhergelegtes Beet, welches als Blumenbeet dienen wird.

So sah das Elend am Anfang aus. Zugegebenermaßen ein Trauerspiel. Aber unsere Gartenmaus liebt meine Verstecke, wie regelmäßige angeknabberte Kirschkernlager beweisen. Der Rückbau, die Rettung umliegender Pflanzen und die Bereinigung der Erweiterungsfläche nahm mit der kleinen Raupe im Schlepptau mehrere Tage im Anspruch. Die letzten Wurzeln durfte der Mann durchtrennen und dann die Ballen zur Seite wuchten. Beinahe hätte ich mir wieder mein Knie für längere Zeit lädiert.

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Die Beete kamen als Bausatz an und waren relativ schnell zusammengeschraubt. Deklariert als Akazienholz glaub ich aufgrund des Preises eher an falsche Akazie (sprich Robinie). Da Robinie jedoch eine unheimlich gute Haltbarkeit hat, kann ich damit leben. Die Innenseite wurde mit Hochbeetvlies ausgekleidet. Befüllt wird mit Ästen, Staudenschnitt, Grassoden, Laub, Kompost und Resterde vom alten Hochbeet. Das kleinere Hochbeet erhält nur einen etwa 10 cm hohen Rahmen und versteckt sich somit hinter den anderen. Der Totholzhaufen wird als Versteck erhalten bleiben, aber größtenteils aus dem Sichtfeld der Gartennachbarn verschwinden. Diverse naturnahe Gartenelemente sind in Kleingartenanlagen doch nicht jedermanns Sache.

Um die Beete ist partiell eine Bepflanzung geplant, die hauptsächlich aus Umsiedlern aus dem Garten und Samen generiert werden sollen wie den geretteten Zwiebelpflanzen und Akelei sowie einer wilden Lupine, die regelmäßig durch tobende Jungs gefährdet war. Zwei Salbei wurden zugekauft (Salvia nemorosa ‚Schwellenburg‘), vielleicht folgt noch eine Ergänzung durch Lavendel, so dass die Begrünung auch im Winter noch zu erahnen ist. Ich freue mich schon darauf, die nächsten Monate das Einwachsen zu beobachten.

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank 2.2

Der Plan für Phase 2 der Aktion vom Laufsteg in den Kleiderschrank: Fendi trifft Dolce & Gabbana (Bildquelle: Pinterest). Links gefallen mir die Glockenärmel, Schößchen sowie die Lochstickereien. Farblich inspiriert mich für die kommende Jahreszeit aber eher die Farbenpracht von Dolce & Gabbana.

Fendi Pre-Fall 2017 collection by Silvia Venturini Fendi and Karl Lagerfeld: D&G Fall 2016 Botanical Garden:

Geplant sind eine Blazerjacke, für die ich einen Ausgangsschnitt in einer nähtrends gefunden habe. Hierfür ist ein etwas gröber strukturierter grünweißer Blumenstoff vorgesehen. Futter ist in hellgrau eingeplant. Die Schößchen sind etwas zurückhaltender und werden so auch bleiben. Die Ärmel werden wahrscheinlich gerade belassen. Allerdings schwebt mir noch eine Variante aus quietscheblauem Blumensamt vor, die Glockenärmel bekommen würde.

Erste Anpassungen am Probemodell wurden schon letztes Jahr mit fachkundiger Hilfe gemacht, insbesondere der Schulterbereich musste für mich angepasst werden. Die Änderungen sind noch zu übertragen und eventuell an einem zweiten Probemodell zu prüfen.

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Passend zum Blazer gibt es einen Rock, der das Thema Lochstickerei aufgreift. Als Schnitt wollte ich einen einfachen Faltenrock aus der Ottobre 5/2016 verwenden. Der Rock wird weiß gefüttert, ich schwanke jedoch aufgrund der unterschiedlichen optischen Wirkung noch zwischen Viskosefutter oder Baumwolle. Die Taschen werden auf jeden Fall angepasst werden müssen, damit sie unsichtbar sind.

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Meine Hemdbluse von der letzten Runde habe ich heute endlich fertiggestellt, so dass mein Ensemble für Teil 1 fertig ist. Tragebilder sollen demnächst folgen. Die Freizeit der nächsten Monate wird zwar ebenfalls zu Großen Teilen für Weiterbildung/Lernen geopfert. Andererseits sind die kleinen Näheinschübe immer eine gute Abwechslung, um zwischendrin zu entspannen. Es wird also in kleinen Schritten an den Kleidungsstücken gearbeitet und falls es im April nicht zur Fertigstellung reicht, muss ich im dritten Teil nachsitzen (und mir für diesen eine schnelle, leichte Aufgabe suchen.)

In Arbeit – Hemdbluse mit verdeckter Knopfleiste

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Im Rahmen der Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ wollte ich eine Bluse mit überlangen Manschetten nähen, ähnlich dieser Inspiration. Schnittgrundlage ist die Hemdbluse Modell 10 aus der nähtrends 3/16. Folgende Änderungen sind eingeplant:

  • Die Manschetten werden deutlich vergrößert, um der Inspiration näher zu kommen.
  • Die Länge wir um 14 cm gekürzt, damit es eher Bluse als Kleid wird. im Original geht es etwa bis zur Hälfte des Oberschenkels
  • Ich bin noch unsicher, ob der Kragen ebenfalls stärker betont wird.
  • Bei den Brusttaschen bin ich unschlüssig. Diese werden erstmal aufgelegt, bevor ich mich endgültig entscheide.

Genäht wird die Bluse aus einer wunderbar griffigen Baumwolle in gewagtem blassblau. Die Farbe ist in zweierlei Hinsicht ein Experiment. Zum einen aufgrund meiner hellen Hautfarbe, die selbst im Sommer wenig bräunt. Zum anderen probiere ich einen ungewohnte Muster- und Farbmix aus und verlasse so die gewohnten Pfade. Vor meinem inneren Auge passen ein Rock aus dem Baumwollsatin, Pullunder aus dem geblümten Viskosestrick und der Hemdenstoff trotz allem zusammen und vor allem zum Inspirationsoutfit.

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